TSB John Sinclair – Der Irre mit der Teufelsgeige
Geisterjäger John Sinclair
Der Irre mit der Teufelsgeige
Nach dem Roman von Jason Dark
Tonstudio Braun, MC JS 011, 1987, ca. 54:10 Minuten
Buch: Max Braun, Regie: Erwin Scherschel, Musik: Peter Seidel, Illustration: Jose Marti Ripoll
Sprecher: Erzählerin: Marianne Mosa, John Sinclair, Erzähler: Helmut Winkelmann, Suko: Peter Niemeyer, Schwarzer Tod: Erwin Scherschel, Glenda Perkins: Karin Dieck, Sir James Powell: Robert Seibert, Jane Collins: Margit Wolff, Monja Dunhill: Charlotte Acklin, Totengräber, Mann in Garage: Peter Hackenberger, Inspektor Eagle: Rolf Pulch, Frank Scott: Rüdiger Lichti, 1. Ghoul, Stimme: Pit Krüger, 2. Ghoul, Stimme: Jutta Popp u.a.
Synopsis:
Niemand konnte dem betörenden Klang der Teufelsgeige widerstehen. Doch wer sie hörte, war dem Tode geweiht. Auch Suko, Bill und Jane erlagen dem Zauber des teuflischen Spiels …
Es gibt John-Sinclair-Folgen, bei denen sofort klar wird: Das ist keine Unterhaltung für nebenbei. Der Irre mit der Teufelsgeige gehört eindeutig dazu. Das Hörspiel stammt aus der Hochphase der Tonstudio-Braun-Produktionen und vereint vieles von dem, was die Reihe in den 1980er-Jahren so beliebt gemacht hat.
Sobald die Teufelsgeige erklingt, verändert sich die Stimmung. Das Instrument ist mehr als nur ein Horror-Effekt. Sein Klang wirkt verführerisch und zugleich tödlich. Die Teufelsgeige steht im Mittelpunkt der Geschichte. Es geht nicht nur um Dämonen oder Geister, sondern auch um den Verlust der Kontrolle und darum, dem eigenen Verstand nicht mehr trauen zu können. Genau das macht diese Folge so wirkungsvoll.
Die Handlung bleibt im typischen John-Sinclair-Umfeld mit düsteren Orten, übernatürlichen Bedrohungen und Ermittlungen. Aus einem geheimnisvollen Rätsel entwickelt sich schnell eine spannende Geschichte mit psychologischem Einschlag. Musik, Geräusche und Dialoge greifen dabei gut ineinander. Der Grusel entsteht weniger durch laute Effekte als durch die dichte Atmosphäre.
Die Sprecher liefern eine für Tonstudio Braun typische Leistung ab: sehr intensiv, manchmal bewusst übertrieben, aber immer passend zur Geschichte. Diese Art zu spielen, entspricht dem Stil der Zeit. Die Regie von Erwin Scherschel sorgt dafür, dass die Szenen gut zusammenpassen und die Spannung stetig zunimmt.
Auch das Cover von Josep Marti Ripoll passt perfekt zum Hörspiel. Es ist dunkel, detailreich und leicht provokant. Schon beim Betrachten wird klar, dass einen hier eine unheimliche Geschichte erwartet.
Am Ende bleibt ein Hörspiel, das genau weiß, was es sein will. Der Irre mit der Teufelsgeige ist kein moderner Horror, sondern ein typisches Produkt seiner Zeit. Es wirkt direkt, ist atmosphärisch und bleibt im Gedächtnis. Für Fans von John Sinclair und klassischen Horror-Hörspielen ist diese Folge ein ganz besonderes Erlebnis.
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