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TSB John Sinclair – In Satans Diensten

Geisterjäger John Sinclair
In Satans Diensten

Nach dem Roman von Jason Dark
Tonstudio Braun, MC JS 2022, 1987, ca. 60:01 Minuten
Buch: Max Braun, Regie: Erwin Scherschel, Musik: Peter Seidel, Illustration: Vincente Cebollo

Sprecher: Erzählerin: Marianne Mosa, John Sinclair, Erzähler: Helmut Winkelmann, Bill Conolly: Aart Veder, Sheila Conolly: Anette Krämer, Sir James Powell: Robert Seibert, Ramona: Charlotte Acklin, Dr. Tod: Erwin Scherschel, Alva, Volk: Christl Pfeil-Scherschel, Carlos: Rolf Benckert, 1. Mann: Walter Renneisen, 2. Mann: Helmut Düvelsdorf, Pedro: Albert Weilguny, Verwalter: Anfried Krämer, Ober: Rolf Pulch, Cello: Siegfried Heinrichson, Pförtner: Karl-Heinz Staudenmayer, Pamela: Susanne Huber u. a.

Synopsis:
Der Plan war so hinterhältig, er konnte nur einem teuflischen Gehirn entsprungen sein. Und dafür kam nur einer in Frage: Dr. Tod. Mit einem ungeheuerlichen, magischen Experiment machte er mich, seinen größten Feind, zu seinem willenlosen Komplizen … und gab mir den Auftrag, meine eigenen Freunde zu ermorden … erst Suko, dann Bill, dann Sheila …

Der am 16. September 1975 als Gespenster-Krimi Nr. 105 veröffentlichte John-Sinclair-Roman dient als Grundlage für ein Hörspiel, das sein Publikum vom ersten Moment an packt. Einmal mehr sieht sich John Sinclair seinem ewigen Gegenspieler Dr. Tod gegenüber, der einen besonders hinterhältigen Plan verfolgt. Er will Doppelgänger einflussreicher Persönlichkeiten erschaffen, um damit Schritt für Schritt die Welt zu unterwerfen. Doch bevor diese Schreckensvision Realität werden kann, nimmt er sich Sinclair selbst vor.

Nachdem er eine spanische Sängerin ermordet hat, bastelt Dr. Tod aus einem Stück ihrer Haut eine willenlose Kopie, die den Geisterjäger nach Spanien in eine sorgfältig vorbereitete Falle locken soll. Dort gerät John in die Gewalt des wahnsinnigen Doktors. Mit einem Hautfetzen Sinclairs erschafft Dr. Tod schließlich einen täuschend echten Klon, den er nach London schickt. Das Ziel: die Conollys und Sir Powell aus dem Weg zu räumen. Währenddessen soll der echte Sinclair in Spanien endgültig beseitigt werden.

Doch John gelingt die Flucht. Gemeinsam mit der künstlich erschaffenen Doppelgängerin der Sängerin entkommt er durch ein Dimensionstor nach London und erreicht die Stadt gerade noch rechtzeitig, um seine Freunde vor dem Attentäter zu retten. Dr. Tod selbst jedoch kann erneut entkommen und bleibt als bedrohliche Präsenz im Hintergrund bestehen.

Das Hörspiel punktet mit durchgehender Spannung, dichter Atmosphäre und einer erstaunlich vielschichtigen Geschichte. Besonders die Inszenierung von Dr. Tod ist hervorragend gelungen. Er erscheint nicht nur als Bösewicht, sondern auch als kalter, strategisch denkender Drahtzieher im Schatten. Der unheimliche Doppelgänger Johns sorgt zudem für einige der intensivsten Momente des Hörspiels.

Einziger Kritikpunkt ist das Cover der Produktion, das völlig losgelöst von der Handlung wirkt. Es sieht zwar stimmungsvoll aus, hat aber inhaltlich keinerlei Verbindung zur Geschichte.

Trotzdem bleibt das Hörspiel ein echter Genuss: Es ist spannend, stimmig und clever aufgebaut – ein Pflichtstück für Sinclair-Fans und für alle, die Dr. Tod als eine der faszinierendsten Figuren der Reihe schätzen.

Hörprobe

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