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TSB John Sinclair – Folge 82

Geisterjäger John Sinclair
Ein Totenopfer für Clarissa

Nach dem Roman von Jason Dark
Tonstudio Braun, MC JS 260, 1988, 44:20 Minuten
Buch: Max Braun, Regie: Erwin Scherschel, Musik: Peter Seidel, Illustration: Manuel Prieto Muriana

Sprecher: Erzählerin: Marianne Mosa, John Sinclair, Erzähler: Helmut Winkelmann, Kara: Roswitha Benda, Clarissa: Jutta Popp, Costa Taridis: Dinu Ianculescu, Nadine Berger: Charlotte Acklin, Wolfsmensch: Alfred Böckel u.a.

Synopsis:
Drei dämonische Gestalten umringten mich, mitten in Londons größtem Stadtgewühl. Aber nur ich konnte sie sehen, für die tausend Anderen waren sie unsichtbar. Sie entrissen mir mein geweihtes Silberkreuz. Dann gab der Anführer den Befehl: »Tötet John Sinclair!«

Was für ein Inferno! Vier dämonische Gestalten knöpfen John Sinclair sein legendäres silbernes Kreuz ab – und fast wäre es das gewesen für unseren Geisterjäger. Nur das Eingreifen von Myxin rettet ihm in letzter Sekunde das Leben. Der Magier bringt ihn zu den flammenden Steinen. Doch als John die heilige Formel des Kreuzes ruft, folgt kein Lichtstrahl, sondern ein gewaltiger Wolfsschatten, der den Oberinspektor schlichtweg verschlingt.

Zur selben Zeit im glühenden Wüstensand des Sinai: Der mysteriöse Geschäftsmann Costa Taridis verschafft sich Zugang zu einem uralten Kloster. Im Gepäck hat er genau das Kreuz, das ihm die vier Dämonen – in Wahrheit die verfluchten Seelen ehemaliger Makkabäer – zugespielt haben. Sein Ziel: die Erweckung von Clarissa, der letzten Nonne. Kaum aus dem Schlaf erwacht, verlangt das dunkle Ritual nach einem Totenopfer. Wer würde sich da besser eignen als John Sinclair? Clarissa hetzt ihre Wölfe auf ihn, die keine Geringeren als eben jene Makkabäer-Dämonen sind.

Doch die Magie des Wolfsschattens hat John nicht vernichtet, sondern teleportiert: Er taucht direkt im Kloster auf, macht kurzen Prozess mit den Dämonen und trifft auf Taridis, der ihn schließlich zu Clarissa führt. Die Erweckte bietet dem Geisterjäger ein Bündnis an. John lehnt ab – und Clarissa schickt ihren riesigen Leibwächter Lyka in den Kampf, eine Bestie von einem Wolf.

Nun zählt jede Sekunde. Im Hintergrund haben Myxin und Kara gemeinsam mit der Wölfin Nadine Berger ein magisches Ritual abgehalten. Nadines Geist greift im entscheidenden Moment ein und rettet John vor den Klauen des Biests. Bevor Lyka ein zweites Mal ansetzen kann, beendet John die Bestie mit dem silbernen Bumerang.

Dann die Entscheidung: John aktiviert das Kreuz, das Clarissa noch immer in ihren Händen hält. Verzweifelt versucht sie, mit einer Gegenformel zu kontern, doch die weiße Magie kennt kein Erbarmen und vernichtet sie völlig. Eine zweite Beschwörung von Kara und Myxin reißt schließlich alle aus der Wüste: Die beiden Magier erscheinen, greifen sich John, Costa Taridis sowie dessen Leibwächter und bringen die Gruppe sicher zurück ins verregnete London.

Ein Hörspiel wie ein Narkosemittel. Hier scheint das gesamte Ensemble im Halbschlaf zu agieren. Fehlbesetzungen reihen sich an Sprecher, die ihren Text wirken lassen wie eine lästige Pflichtübung beim ersten Mikrofontest. Johns Beschwörung verpufft ohne jede Dynamik, während Costa Taridis’ französischer Akzent dem Hörer den letzten Nerv raubt.

Und die Action? Die existiert im Grunde nur als Behauptung: Der komplette Dämonenkampf wird auf ein lächerliches Resümee zusammengestrichen. Ein Verbrechen am Genre. Die unschlüssige Story erledigt den Rest, begleitet von einer nervigen Musikberieselung und synthetischem Wolfsgeheul. Kurz: Konfus geschrieben, lieblos produziert und völlig zu Recht ein Tiefpunkt der Reihe.

(wb)

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