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Der Detektiv – Schattenbilder – Teil 2

Walter Kabel
Der Detektiv
Kriminalerzählungen, Verlag moderner Lektüre GmbH, Berlin, 1920
Schattenbilder
Teil 2

Mir war der Koffer vor Schreck aus der Hand geglitten. Polternd rutschte er die Stufen hinab.

Hinter Harst tauchte nun das verstörte, verweinte Gesicht der treuen Köchin Malwine auf.

Und noch ein anderes, jüngeres Gesicht: das des inzwischen zum kräftigen Burschen herangewachsenen Karl Malke, des Sohnes eines früheren Kutschers von Harsts Vater. Frau Malke bewohnte das Gärtnerhäuschen des Harstschen Gartens, und Karl, ein sehr aufgeweckter, echter Berliner Junge, war zuweilen von Harst ebenfalls als Gehilfe bei seinen Ermittlungen benutzt worden. Diejenigen Leser, die zum Beispiel unser unter dem Titel Der Mord im Sonnenschein veröffentlichtes Abenteuer gelesen haben, dürften sich auf Karl noch besinnen, der damals ja im Hotel Sonnenschein den Liftboy und Detektiv mit so viel Geschick gespielt hatte.

Auch Karls Gesicht sah man die Trauer über den herben Schlag deutlich an, der seinen verehrten Herrn Harst nun so jäh gleich bei der Heimkehr getroffen hatte. Er nickte mir trübe zu, und auch die alte Malwine schluchzte: »Ach lieber Herr Schraut, das Unglück, das Unglück!«

Harst hatte sich bereits wieder gefasst, nahm dem Chauffeur den Koffer ab, dankte ihm noch für die schnelle Fahrt und ging in seine im Erdgeschoss rechter Hand liegende, nun seit einem Jahr nicht mehr betretene Wohnung. Die meine lag links vom Flur. Aber auch ich trat nun mit bei Harald ein, wo dieser dann Malwine sogleich auszufragen begann.

Frau Auguste Harst war gestern Nachmittag kurz nach vier Uhr zu Fuß ausgegangen. Sie war daran gewöhnt, täglich mindestens eine Stunde die Schaufenster in der Tauentzinstraße und am Kurfürstendamm sich anzusehen. Von diesem Spaziergang, der in den Tagen vorher stets gegen sechs Uhr beendet zu sein pflegte, war sie nun gestern nicht zurückgekehrt.

Als es acht Uhr geworden war, hatte die Köchin sich um sie zu sorgen begonnen, hatte mit Frau Malke und Karl, die während unserer Orientreise im Haus selbst auf Harsts Wunsch untergebracht worden waren (denn andere Dienstboten als nur Malwine hielt Frau Harst nicht), das Ausbleiben der alten Dame durchgesprochen und auf Karls Vorschlag dann Haralds guten Freund, den Kriminalkommissar Bechert, telefonisch angerufen und ihn gefragt, was sie wohl unter diesen Umständen, die doch darauf hindeuteten, dass Frau Harst etwas zugestoßen sei, tun solle.

Mittlerweile war es Viertel zehn abends geworden. Bechert hatte Malwine den Rat gegeben, ihrerseits gar nichts zu unternehmen; er würde das Nötige veranlassen.

Die Nacht verging. Der Morgen kam. Aber Frau Harst blieb verschwunden. Um neun Uhr vormittags fand sich Bechert in der Blücherstraße ein. Er hatte den ganzen Polizeiapparat in Tätigkeit gesetzt, um aufzuklären, wo Frau Harst geblieben sein könne. Keinerlei Erfolg! Weder auf einer Unfallstation noch sonst wo war sie etwa krank eingeliefert worden.

Bechert tröstete Malwine und setzte dann die Nachforschungen persönlich fort, war nachmittags um zwei abermals bei der untröstlichen Malwine gewesen, hatte jedoch wieder nur berichten können, dass nirgends aber auch nirgends etwas von der alten Dame zu entdecken sei.

Dies alles erzählte uns Malwine in Harsts elegant eingerichtetem Arbeitszimmer in Gegenwart Karl Malkes, der nun Schreiber bei einem Rechtsanwalt war, sich aber seit gestern hatte Urlaub geben lassen. Die treue Köchin zerfloss förmlich in Tränen. Harst schickte sie nun in die Küche, damit sie für uns etwas zum Abendbrot herrichte.

Karl blieb bei uns und begann nun zögernd, indem er verlegen an seinen Manschetten zupfte: »Herr Harst, ich habe es ja heute Nachmittag schon Herrn Bechert erzählt. Aber der gab nichts darauf.«

Pause. Wir waren aufmerksam geworden.

»Weiter, weiter«, meinte Harald ungeduldig.

»Ja, die Sache ist die, Herr Harst. Unserem Haus gegenüber lag doch früher, bis zu diesem Frühjahr, ein Holzplatz mit hohem Bretterzaun. Sie werden wohl gesehen haben, dass der Holzplatz verschwunden und an seiner Stelle fünf Neubauten entstanden sind, von denen aber nur das Haus Nr. 14 uns vis-a-vis schon fertig und auch zum Teil schon bezogen ist. Da ich oben in der Giebelstube jetzt schlafe – nach vorn heraus, kann ich auch das Fenster des Ateliers bequem beobachten, das in dem Neubau Nr. 14 ganz oben sich befindet. Dieses schräge Riesenfenster mit seinen Mattscheiben war nun bis vor acht Tagen abends nie erleuchtet, also wohl kaum bewohnt, dachte ich mir. Aber dann sah ich plötzlich Licht hinter dem Fenster und fragte daher den Portier von Gegenüber, ob das Atelier nun vermietet sei. Der Portier ist sehr zugänglich und er erzählte mir, eine Dame habe es gemietet, die dort ein Geschäft für künstlerische Lichtbildvergrößerungen einrichten wolle. Sie heißt Maud Simpkinson und ist wohl Deutschamerikanerin. Ich pflege abends noch immer recht lange am offenen Fenster zu sitzen, Herr Harst. Und dass ich meine Nase gern in Dinge stecke, die anderen Menschen gleichgültig sind, dass ich auch so einiges Talent zum Beobachten habe und dass mir manches auffällt, woran die meisten achtlos vorbeischauen, das wissen Sie ja. Ich habe mich während Ihrer Abwesenheit in dieser Beziehung nicht geändert. Und bei Rechtsanwalt Blank wurde ich auch nur deshalb Schreiber, weil er doch lediglich Strafsachen bearbeitet und weil ich bei ihm sehr oft Gelegenheit finde, so ein wenig Detektiv zu spielen.«

»Kürzer, Karl, kürzer!«, mahnte Harst.

»Ja, und so habe ich denn drüben an dem Atelierfenster auch so verschiedenes bemerkt, das mir sonderbar vorkam, nämlich recht komische Schattenbilder, Schatten von …«

Draußen im Flur schrillte die Glocke plötzlich so anhaltend, dass Karl auf einen Wink Harsts hinauseilte. Der Besucher war unser alter Bekannter Kommissar Bechert. Er begrüßte Harst sehr herzlich aber auch mit sehr ernster Miene.

»Leider bringe ich noch immer keine tröstliche Nachricht«, sagte er dann. »Ihre Mutter, lieber Harst ist tatsächlich wie vom Erdboden verschwunden. Sie können sich denken, dass ich nichts verabsäumt habe, sie zu finden. Ich habe …«

Harst unterbrach ihn müde. »Ich weiß, dass Sie alles taten, was Sie nur konnten, Bechert. Ich danke Ihnen auch von Herzen dafür. Ich weiß jedoch ebenso bestimmt, dass Ihre Nachforschungen ergebnislos bleiben mussten. Meine Mutter ist entführt worden und wird irgendwo gefangen gehalten. Ich begreife Ihr Erschrecken, auch den leisen Zweifel in Ihren Augen. Sie werden sehr bald zugeben, dass ich mit meiner Annahme recht habe.«

Er schilderte kurz, was uns seit der Landung in Hamburg begegnet war.

»Demnach gibt es für all das nur eine Erklärung«, schloss er seine Ausführungen. »Palperlon ist mir voraus nach Deutschland gereist, hat diesen Hauptstreich, die Entführung meiner Mutter, vorbereitet und ebenso das in vieler Beziehung rätselhafte Drama in dem Dorf Moscheln. Er muss Helfershelfer haben. Allein hätte er dies weder vorbereiten noch vollenden können. Seine Absicht war ein doppelte: mich durch die Brosche in Unruhe zu versetzen und mich dann weiter noch mehr dadurch zu peinigen, dass ich in Moscheln vielleicht tagelang festgehalten wurde und nicht nach Berlin konnte, um persönlich mich zu überzeugen, was hier geschehen war. Dass ich durch die Brosche veranlasst werden würde, sofort auf kürzestem Wege, also per Auto, nach Berlin zu eilen, sah er sehr richtig voraus. Er konnte also unweit Moscheln die fahrlässige Tötung mit ziemlicher Sicherheit auf Erfolg ebenfalls vorbereiten. Mehr vermag ich bisher über die Zusammenhänge dieser traurigen Ereignisse nicht anzugeben. Bisher! Denn ich erwarte bestimmt, dass Palperlon sich schon morgen melden wird – durch ein Schreiben, in dem er mir Vorschläge macht, wie wir uns über die Freilassung meiner Mutter einigen könnten. Ihm liegt daran, mich als seinen Widersacher auszuschalten. Vielleicht hat er jetzt, nachdem ihm seine großzügigen Gaunerstückchen im Orient vereitelt worden sind, hier in Europa eine ähnliche Serie von Schandtaten vor und fürchtet meine Einmischung. Nun, vielleicht bringt der morgige Tag hierüber schon einige Klarheit. Vielleicht aber erfahren wir jetzt auch hier sofort noch einiges, was für meine Bemühungen zur Befreiung meiner Mutter wichtig sein könnte. Karl Malke wurde durch Ihr Erscheinen, lieber Bechert, vorhin in der Schilderung seiner Beobachtung von komischen Schattenbildern auf dem Atelierfenster drüben gerade an der interessantesten Stelle unterbrochen.«

Bechert machte eine kurze Bewegung mit der Hand.

»O, er hat mir das schon erzählt. Eine harmlose Geschichte! Die Künstlerin dort oben wird eben viel Besuch haben!«

»Nun mag Karl uns jedenfalls mitteilen, was ihm denn an den Schattenbildern aufgefallen ist«, meinte Harst und nickte dem hageren Jungen freundlich zu. »Ich kenne dich ja, Karl. Gewiss, du besitzt eine recht lebhafte Fantasie und witterst wohl häufiger hinter alltäglichen Dingen allerlei Geheimnisse, die gar nicht vorhanden sind. Aber du hast auch oft als mein begeisterter Gehilfe so Vortreffliches geleistet, dass ich nichts unbeachtet lasse, was du belauscht zu haben glaubst. Erzähle also!«

Karl Malke fühlte sich offenbar durch Becherts Gegenwart etwas bedrückt.

»Ach, ich weiß ja nicht, Herr Harst, ob die Geschichte mit den Schattenbildern wirklich so wichtig ist«, sagte er stockend und widerwillig. »Es handelt sich ja nur darum, dass ich auf den Verdacht kam, es könnten bei der Maud Simpkinson Leute heimlich aus- und eingehen, die kein ganz reines Gewissen haben. In dem Atelier beobachtete ich nämlich an drei Abenden stets nach elf Uhr mindestens ein halbes Dutzend Personen, das heißt: natürlich nur deren Schatten, die die Haustür vorher bestimmt nicht passiert hatten. Das Haus hat aber nur den einen Eingang. Also mussten die Leute wohl über die Dächer der noch unbewohnten Nebengebäude zur Simpkinson gekommen sein.«

Harst saß im Klubsessel neben dem Japantischchen in der gemütlichen Fensterecke, sprang nun aber auf und stellte sich vor Karls Stuhl hin.

»Junge, so wird das nichts Übersichtliches!«, meinte er. »Schildere uns genau den ersten Abend, als du die Schattenbilder sahst. Und alles hübsch der Reihe nach!«

»Gut, Herr Harst. Ich saß also am zweiten Abend nach dem Einzug der Simpkinson – das war heute vor fünf Tagen – an meinem Giebelfenster von neun Uhr ab. Rechtsanwalt Blank hatte mir am Tage von einem Engländer erzählt, dessen Tochter nebst ihrer Gesellschafterin in Wiesbaden plötzlich verschwunden ist. Der reiche Engländer war zu Blank gekommen, damit dieser ihm einen erstklassigen Privatdetektiv empfehle. Eine unsichere Spur der beiden Damen hatte nämlich hier nach Berlin geführt – Blank hatte mir die Bilder der beiden Engländerinnen gezeigt und mir geraten, auf alle Gesichter zu achten. Er weiß, dass ich ein vorzügliches Physiognomiengedächtnis habe. Es gibt nämlich bei diesem Fall Shangarol was zu verdienen. Der alte Shangarol hat 25.000 Mark Belohnung ausgesetzt, wenn …«

»Schon gut. Weiter doch, Karl!«

»Ich saß also im Dunkeln und überlegte mir diesen rätselhaften Fall hin und her. 25.000 Mark – die brauche ich gerade! Es wurde zehn Uhr, halb elf, elf. Unsere Straße ist so sehr still, und von neun Uhr ab waren nur drei Leute in das Haus Nr. 14 uns gegenüber eingetreten. Diese drei gehörten dorthin, waren Mieter. Kurz vor elf kam die Simpkinson heim – allein! Sie ist leicht zu erkennen. Sie trägt stets einen hellen Filzhut mit weißem Schleier mit vielen schwarzen Tupfen und einen weiten seidenen Mantel, schottisch gemustert. Es wurde auch sofort hell hinter dem matten Riesenfenster. Dort im Atelier muss nun eine Lampe gerade so hängen, dass der Schatten eines der Eisenträger des dachartig gewölbten Fensters einen scharfen Schatten auf die Scheiben wirft. Ich sah nun, wie neben diesem dunklen Strich nach einer Weile die Gestalt eines Mannes auftauchte, besser der Kopf, denn da das Fenster schräg nach vorn geht, war der Schatten nur bis zum Hals wirklich scharf genug, um das Profil eines bärtigen Mannes mit Bestimmtheit unterscheiden zu können. Dieser Mann drehte sich hin und her, reckte den Kopf vor, bog ihn zurück, verbeugte sich, trat zurück, trat wieder vor, drehte wieder den Kopf wie eine neugierige Krähe – und so ging es einige Minuten in derselben Weise. Jedenfalls wirkte dieses Schattenbild sehr, sehr komisch. Ich musste zuweilen hell auflachen. Dann verschwand der Mann. Es kam nun sehr bald ein zweiter Männerkopf zum Vorschein, einer mit Künstlermähne und langem, halb hängendem Schnurrbart. Und auch dieser tat genau dasselbe wie Nummer eins. Sechs verschiedene Männerköpfe bemerkte ich nacheinander. Und alle drehten sich und reckten die Hälse lang, alle waren die reinen Schattenbild-Komiker. Dann sah ich noch zwei Frauenköpfe einen ohne Hut mit einer Stupsnase, einen mit Hut und Kneifer auf der Nase. Inzwischen hatte ich mir nämlich hier von Ihnen, Herr Harst, Ihr Jagdglas geholt und konnte so alles ganz deutlich unterscheiden. Ähnliches nein, eigentlich genau dasselbe beobachtete ich an den beiden nächsten Abenden. Es waren offenbar damals immer dieselben Personen bei der Simpkinson. Nur nicht alle acht gleichzeitig wie am ersten Abend. Am zweiten sah ich nur fünf, am dritten nur vier Leute. So, mehr wüsste ich nicht, Herr Harst.«

Harst hatte sich wieder in seinen Sessel gesetzt. In der Ecke war es nur halb hell. Seine Gesichtszüge konnte man nicht recht unterscheiden.

»Bechert hat ganz recht, lieber Junge«, meinte er nun. »Du hast natürlich hinter irgendeinem Atelierulk etwas Besonderes gewittert! Die Leute sind eben schon bei der Simpkinson gewesen, bevor du deinen Fensterplatz einnahmst.«

»Aber – aber ich sah doch auch keinen Menschen weggehen, Herr Harst. So gegen ein Uhr nachts wurde es alle drei Male bei der Simpkinson oben dunkel. Und doch verließ niemand das Haus.«

»Karl, das Atelier wird doch noch Wohnräume haben, die zum Hof hinaus liegen dürften. Die Gäste haben dort eben weiter gekneipt und sich harmlos amüsiert! Nein, Junge, man muss nie allzu viel kombinieren! Gute Nacht, Karl. Geh jetzt nur zu deiner Mutter und lass fortan Schattenbilder Schattenbilder sein! Da, nimm noch diese Zigaretten mit. Aber nur jeden Abend eine, verstanden. Das Reiseandenken, das ich dir aus Indien mitgebracht habe, erhältst du morgen. Wir müssen erst auspacken. Hm – noch eins! Du kannst für alle Fälle morgen deinen Dienst noch schwänzen. Ich brauche dich vielleicht. Blank kenne ich persönlich. Er wird nichts dagegen haben, dass du mir hilfst.«

Karl verschwand. Als er gegangen, meinte Bechert: »Diese Burschen verdrehen sich durch die Sucht, Detektiv zu spielen, reinweg die jugendlichen Köpfe, in denen dann nur noch Verbrechen und Verbrecher umherspuken. Übrigens, den Fall Thomas Shangarol kenne ich ebenfalls sehr gut. Miss Edith Shangarol dürfte mit einem Liebhaber ausgekniffen sein. Der Alte ist Multimillionär, hat aber nicht einen, sondern ein Dutzend Spleens. Miss Edith scheint ihrem Papa, bevor sie mit ihrer Gesellschaftsdame nach Wiesbaden reiste, ein nettes Sümmchen abgeschmeichelt zu haben, dazu noch ein unausgefülltes, aber von ihm schon unterschriebenes Scheckbuch. Der Alte tobt, weil er jetzt um runde 85.000 Mark durch diese Blankoschecks erleichtert worden ist. Erwischt er Miss Edith, so kann es ihr gut gehen. Aber entschuldigen Sie, lieber Harst! Ich rede hier von gleichgültigen Dingen, während Sie sich in Sorge um Ihre liebe Mutter verzehren. Ich kenne Sie ja: Sie verstehen sich nur zu beherrschen. In Ihrem Inneren wird es trübe genug aussehen!«

»Allerdings, Bechert! Der Gedanke, dass meine Mutter sich in der Gewalt dieses Schurken von Palperlon befindet, presst mir kalten Schweiß auf die Stirn!« Er sprang auf und ging im Zimmer auf und ab, nahm dann eine seiner geliebten Mirakulum-Zigaretten, stellte das Silberkästchen vor uns hin, sagte kurz Bitte!, rieb ein Hölzchen an und …

Wieder schrillte die Flurglocke. Ich öffnete. Draußen stand ein Messenger Boy, reichte mir einen Brief.

»Für Herrn Harald Harst.«

Der Junge machte kehrt. Ich aber beschaute mir die Anschrift auf dem Umschlag. Und ich sah sofort: Es war vermutlich dazu dieselbe schlechte Schreibmaschine benutzt worden, wie auf der Adresse des Broschenpäckchens.

Also wieder James Palperlon!

Und deshalb rannte ich nun dem Überbringer nach. Der war aber mit seinem Rad längst über alle Berge.

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