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Der neue Gerstäcker

Der neue Gerstäcker
Ein abenteuerliches Bilderbuch für Groß und Klein
Von Arnold Schroeder
Leipzig 1875

Arnold Schroeder, seines Zeichens Illustrator und Kartoonist, griff mit dem hier vorgestellten Bilderbuch aus dem Jahre 1875 Eigenschaften bestimmter Charaktere seiner Zeit ganz im Stil von Wilhelm Busch auf und berichtet in Text und Bild über die Streiche des kleinen Fritz.

Einleitung

Viele Jahre sind entflohʼn,
da erschien ein kleiner Sohn,
schreiend, zappelnd bei der Nacht,
den ein Storch herbeigebracht.
Als die Nacht allmählich lichter
und der schöne Tag begann,
kamen allerlei Gesichter
bei dem neuen Bürger an …
Onkel, Basen, Nichten, Tanten,
die den Schreihals reizend nannten.
Onkel Schorse sprach: »Ei, ei,
macht der Kleine ein Geschrei!«
Und die dicke Tante Lotte
Sprach prophetʼschen Angesichts:
»Passt mal auf, o Gotte, Gotte,
das wird mal ein Taugenichts.«

Fritze hieß er in der Taufen …
mit ʼnem Jahr konntʼ er schon laufen,
und was weiter drauf geschah …
Dafür ist das andʼre da.

 

Erstes Kapitel

Dies ist Herr Höpfner, sein Bemühʼn
ist, brave Kinder zu erziehʼn,
denn wenigstens seit vierzig Jahr
er Lehrer in der Schule war.
Fritz aber tut den alten Mann
stets ärgern, wo er ihn nur kann.

In Höpfners schönsten Rauchtabak
gießt Tinte dieser Schubbijack.

Herr Höpfner, den das Alter drückt,
geht von Natur aus sehr gebückt.

Fritz aber sagte: »Wartet nur,
wie ich verbessʼre die Natur.«
Als nun die Schule endlich aus,
Herr Höpfner will zum Mittagsschmaus,
nimmt Fritze einen dicken Stein,
packt ihn in Höpfners Tasche ein.

Herr Höpfner muss nun gerade wandern,
und Fritze freut sich mit den andʼren.
O alter Mann, welchʼ große Last
du doch von deinen Schülern hast!

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