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Allerhand Geister – Zum schönen Brunnen – Teil 4

Allerhand Geister
Geschichten von Edmund Hoefer
Stuttgart. Verlag der I. G. Cotta’schen Buchhandlung. 1876

Zum schönen Brunnen
Eine Kneip- und Spukgeschichte

4.

Neue Beobachtungen

»Na, Herr Oberstleutnant, was ist es denn heute früh mit Euer Gnaden Tür gewesen?«, fragte am nächsten Morgen der alte Hausknecht Christopher, der mit den Kleidern und Stiefeln ins Zimmer trat und den Herrn nun beim selbstgebrauten Kaffee fand. »War verschlossen. Euer Gnaden, sodass ich schier einen Schreck kriegte und bald die Frau geweckt hätte. Danach, um halb sieben war sie auf und hörte ich Euer Gnaden auch schon im Gang. Da war es recht. Aber ist es denn gestern Abend so spät geworden oder sind Euer Gnaden gar am Ende krank?«

Der Oberstleutnant reckte sich, als sei er noch etwas müde. »Nichts da, Christopher«, versetzte er, »das kommt nur von wegen der Kanaillen von Ratten, die da heute Nacht herumfouragierten und nichts als Unfug stifteten.«

»Aber, Euer Gnaden, ich habe doch in meinem Leben noch nicht hier unten eine von den Bestien gespürt …«

»Aber ich heute Nacht und die armen Vögel auch. Es ist infames Rackerzeug, und ich will heute Gift legen!« Nach einigen Zügen aus der Pfeife fügte er, ein Bein über das andere schlagend und den Schlafrock über das Knie ziehend, in bequem gleichgültiger Weise hinzu: »Sag Er mal, Christopher, hat Er hier im Haus jemals etwas von Spuk und dergleichen gemerkt?«

Christopher hockte vor dem Ofen und legte Holz nach. Bei der Frage des Herrn vergaß er aber das Stück, welches er gerade in der Hand hatte, hineinzuschieben, drehte den Kopf über die Schulter und sagte hörbar verlegen: »Von was, Euer Gnaden?«

»Nun, von Spuk, hört Er ja, oder von einem Gespenst oder wie Er solch ein Ding sonst benamset«, sprach der Herr ein wenig ungeduldig.

»Gespenst? Na, Euer Gnaden, die alte Beate vordem – Euer Gnaden haben sie ja anno dazumal noch gekannt, jetzt ist sie tot! Und auch die dicke Lore oder eine andere Gans – denn in diesem Punkt sind die Dirnen alle Gänse und Hasenfüße – die haben wohl einmal von einer weißen Erscheinung gefaselt und sich bekreuzigt und gesegnet, wenn sie abends noch hier herauf mussten. Aber es ist nichts als dummes Zeug, Euer Gnaden. Ich habe all mein Lebtage nichts gespürt, und der Herr und die Frau auch nicht. Ich würde es wohl wissen. Unsere Älteste, die Karoline, die Frau Oberkontrolleurin, hat sich einmal verkleidet als weiße Frau, wie sie es nannte, um die Beate zu erschrecken.«

Der Oberstleutnant pfiff merkwürdig hell, sodass Christopher seine Explikation überrascht unterbrach. Da sagte der Herr, indem er sich erhob und die Arme gegen die Decke des Zimmers ausstreckte: »Ja, Christopher, die Karoline war ein Windbeutel, justament wie unsere Kleine. Aber ein schlechter Spaß bleibt es immer. Man weiß nicht, was daraus wird.«

»Haben Euer Gnaden denn unsere Kleine auch attrappiert?«, fragte Christopher ungläubig.

»Den Teufel habe ich!«, versetzte der Alte. »Es kam mir nur so nebenher von wegen des langschwänzigen Rackerzeugs, das einen Lärm machte, wie ein ganzes Regiment. Und nun kehrt, marsch! Ich muss an die Zeitungen.«

Christopher verschwand. Zehn Minuten darauf hallte das alte Haus wieder von der zu wunderbaren Dimensionen anschwellenden Rattengeschichte des Herrn Oberstleutnants. Da sollten ordentliche Bataillen geliefert sein und der Herr Dutzende von geschwänzten Feinden erschlagen haben, die er nun, nach Christophers Versicherung, in den Rauch hängen wolle, um sie dann, mit Gift bestrichen, ihren lebendigen Hinterbliebenen zum Souper vorzusetzen. Die dicke Lore kreischte und hielt sich die Augen zu, und die ebenso dicke Köchin erklärte auf das Grimmigste: Wenn die Frau dazu die Räucherkammer hergebe, gehe sie aus dem Haus. Alle aber waren darüber einig, dass man die grausigen Tiere auch schon hier unten in den Schlafkammern gespürt habe, und dass es mit dem ruhigen Schlaf zu Ende sei.

»Da haben Sie mir was Sauberes angerichtet, Herr Oberstleutnant!«, sagte Frau Justine fast ein wenig unwillig zu dem Herrn, als sich beide nach einer Stunde auf dem Hausflur begegneten. Er kam, für diese Stunde eine ziemlich ungewöhnliche Erscheinung, schon fix und fertig, mit Hut und Stock die Treppe herab und schien an der Hausfrau mit einer gewissen Zerstreutheit vorübergehen zu wollen.

»O, lassen Sie sich nur noch ein wenig Zeit«, meinte sie daher kaltblütig, »und sagen Sie mir selber, was los gewesen ist. Der Christopher lügt wie gedruckt und die Dirnen sind toll. Möchte doch gern das Rechte wissen.«

»Vermutlich haben Seine Gnaden nur die Mäuse im eigenen Kopf attackiert«, schob Christine, die dabeistand und nur mühsam das Lachen zu verbeißen schien, mit einem schier pikanten Blick auf den alten Herrn, ein. »Leugne es nicht, Onkel, richtig war es gestern Abend nicht mit dir!«

Der Alte maß sie von unten bis oben gleichfalls mit einem – heißen wir es bei ihm einmal sarkastischen – Blick und sagte: »So, Jungfer, auch schon ausgeschlafen?« Sich zu der Mutter wendend, fuhr er fort: »Ja, ja, meine werte Frau Wirtin, das waren wirklich tolle Geschichten und dürfen Sie immer das Schlimmste glauben! Besonders so nach Nr. 5 hin. Nebenbei gesagt, wo haben Sie denn den Schlüssel zur Kabinetttür? Hätte ihn heute Nacht gern gehabt! Da war der Teufel los, sag ich Ihnen! Aber werde Ihnen das ein andermal explizieren«, schloss er und zog die waschledernen Handschuh an. »Jetzt will ich Gift holen und auch ein paar Tellereisen und Fußangeln. Ich fürchte fast, es sind auch Füchse dabei. Schönsten guten Morgen.«

Frau Justine schaute ihm völlig verwirrt nach. Als die Haustür ins Schloss fiel, meinte sie fast seufzend: »Du, mein Herrgott, was ist denn mit dem Herrn? Und das mit den Ratten und nun gar … hat er wirklich Füchse gesagt? Das ist doch zum …«

»Aber Mutter, merkst du es denn nicht«, fiel Christine ein. Das Mädchen hatte sich seit des Oberstleutnants Antwort auffällig still verhalten und sah ungewöhnlich rot aus. »Es sind wahrhaftig nur die Mäuse in seinem eigenen Kopf! Er saß mit dem Vater und dem Herrn Apotheker noch lange …«

»Redensarten, Kind!«, sprach Frau Justine mit Schärfe dazwischen. »Solche Mäuse gibt es bei deinem Vater und dem Oberstleutnant nicht. Vom Apotheker

will ich nichts gesagt haben. Nein, gewesen wird es schon etwas sein. Also von Nr. 5 redete er? Will doch gleich einmal hinauf und nachsehen. Hole den Schlüssel, Christine.«

Als der Oberstleutnant nach einigen Stunden nach Hause zurückkehrte, sah Christine, dass er ein ansehnliches Paket unter dem Arm hatte. »Ah!«, rief sie mit dem Ausdruck der angenehmsten Überraschung, trat vor ihn hin, sodass er wohl stehen bleiben musste, und schaute ihm lustig in die Augen, »da hast du gewiss etwas für mich, Onkelchen! Hast mir auch schon lange nichts mitgebracht. Sage einmal, bist du mir etwa böse?«

»Böse? Ja, warum denn?«, versetzte er lächelnd, denn ernst oder gar strafend konnte man freilich nicht wohl in dieses lustige junge Gesicht blicken, am wenigsten verstand es der Oberstleutnant nicht. »Etwa von wegen deiner unverschämten Insinuation mit den Mäusen in meinem Kopf? Na, Kleine, wir kennen ja einander! Und dies wäre für dich, meinst du?«, fügte er schmunzelnd hinzu und blickte auf das Paket. »Möglich, Jüngferlein, aber noch nicht gewiss! Habe es für jetzt nur auf Spekulation akquiriert und musst dich noch ein bissel gedulden. Aber lass mich hinauf; will es fort schließen und dann zum Frühschoppen kommen. Es ist, weiß Gott, schon elf und mir grausam hohl im Leib! Bin den Nacht- und Morgenrumor nicht gewohnt. Kannst ihn mir gleich hinstellen lassen und ein Stück Käse und Brot! So, lass mich durch.« Und er stieg, von ihren nachdenklichen Blicken verfolgt, treppauf.

Als er, trotz der Leibeshohlheit sein Zimmer erst nach einer halben Stunde wieder verließ, stand links vor Nr. 3 Jungfer Christine mit dem mehrfach erwähnten anderen Gast in anscheinend recht ernstem Gespräch. Sie fuhr beim Erscheinen des Oberstleutnants sichtbar erschrocken zusammen. »Was, bist du noch da, Onkel?«,

rief sie ihm aber schnell gefasst zu. »Ich dachte, du säßest längst beim Frühstück. Es steht alles bereit.«

»Recht!«, versetzte er kurz, wandte das Auge, welches das Paar mit scharfem Blick gemustert hatte, ab, lüftete auf des Fremden respektvollen Gruß ein wenig die samtene Hausmütze und stieg, leise den Parademarsch vor sich hinpfeifend, die Treppe hinab.

In der Weinstube fand er neben seinem herkömmlichen Platz, dem Lehnstuhl in der Fensternische, wirklich alles auf dem Fensterbrett zusammengestellt, den gelben Wein in der weißen Schoppenflasche, das Glas, Käse und Brot auf dem Teller nebst Salz und Messer – wie gewöhnlich, denn dieses Frühstück wiederholte sich, gelegentliche kleine Abänderungen in der Zukost und der Anfangsminute abgerechnet, alle Tage in gleicher Weise und war, nach des alten Herrn Versicherung, seine angenehmste Morgenstunde, wie die Vesperstunde nachmittags sechs Uhr oder zuweilen auch schon halb sechs, die liebste des späteren Tages. Morgens blieb der Alte dann gleich sitzen, bis er zum Mittagessen hinübergerufen wurde, und abends ging er auch nicht mehr vom Platz, bis die Abendgäste kamen, er seine Sofaecke hinter dem runden Tisch aufsuchte, sein Fleischgericht aß, seinen Wein trank und seine Pfeife rauchte, bis Gottlieb Wengler die Haustür zuschloss und ihm zur guten Nacht die Hand schüttelte.

Ein langweiliges Leben, werden die einen sagen, und nein, ein sündhaftes, die anderen. Aber das ist leicht gesagt und schwer bewiesen, verehrte Herren und Damen! Solche friedliche Sessionen in einem so heimeligen, schattigen und kühlen Zimmer, an einem so ruhigen und bequemen Platz und in so zufriedenem Genießen, haben nun einmal für manches ganz brave und achtungswerte Menschenkind, wie wir aus bester Erfahrung versichern können, etwas ungemein Anziehendes und unwiderstehlich Fesselndes. Und es kommt sehr wenig darauf an, ob solch ein Menschenkind dann allein sitzt oder ein paar alte bekannte Gesichter in seiner Nähe sieht, ob es seinen Gedanken nachhängt oder mit anderen kluge Gespräche führt. Die Stunde bleibt die Stunde, der Platz der Platz und der Genuss der Genuss!

Heute saß der Oberstleutnant allein. Die scharfe, helle Kälte war gebrochen und der Schnee trieb dichter und dichter über den Platz, sodass, wer nicht durchaus aus dem Hause musste, lieber einstweilen noch hübsch daheim blieb. Und Gottlieb Wengler, der getreue Kamerad, war von der Krone, wo er ein Korngeschäft abzuschließen hatte, noch immer nicht zurückgekehrt. Man saß und es schmeckte dort am Ende ebenso gut, wie hier, und der Oberstleutnant, das wusste er, nahm ihm seine Abwesenheit nicht weiter übel. Der Letztere saß denn auch völlig zufrieden auf seinem Platz, schaute auf den Markt oder vielmehr ins Schneetreiben hinaus, da er von dem Ersteren allerdings im Grunde nichts zu sehen bekam, trommelte verschiedene Märsche auf dem Fensterbrett, ließ sich, als Lore einmal in der Tür des dunklen Kabinetts erschien und ein Blick auf die Uhr in ihrem riesenhaften Gehäuse ihn überzeugte, dass er noch gute Zeit habe, einen weiteren Schoppen bringen und befand sich augenscheinlich ganz vortrefflich. Dass sein Kopf voll von Gedanken war, sah man allerdings, aber es waren ebenso ersichtlich diesmal keine unangenehmen.

Gerade, als die alte Uhr summend ein Viertel auf eins schlug und der einsame Herr schon anfing, sich einigermaßen zu wundern, dass keiner von den Mittagsgästen kommen wollte und selbst Gottlieb noch immer ausblieb, wurde die Tür geöffnet und der verdächtige Fremde, der Forstkandidat, trat, eine Zigarre rauchend, herein, grüßte höflich, ließ die dicke Lore den herbeigebrachten Schoppen Wein auf den Sofatisch stellen und näherte sich dann dem Alten.

Nanu, was wird denn das?, dachte der Oberstleutnant. Der ist merkwürdig aufgelebt! Schade, dass ihn der Apotheker nicht sieht. Es ist doch, aus der Nähe gesehen, ein schmucker Bursche und gefällt mir!

»Herr Oberstleutnant «, sprach der junge Mann voll Ungezwungenheit und mit einem leichten Lächeln in den wirklich angenehmen Zügen, »bisher habe ich Sie nur mit diesem Ihrem Titel nennen hören und vorhin erst von dem Fräulein erfahren, dass Sie den Namen Kreishaupt führen. Darf ich fragen, ob Ihr Vorname vielleicht Rudolf lautet?«

»So ist es«, versetzte der Alte mit sichtbarer Aufmerksamkeit. »Aber warum fragen Sie danach?«

»Und führten Sie bis vor fünfzehn Jahren etwa das erste Bataillon des …ten Regiments zu Dornenburg?«

»Das trifft wieder zu, mein Werter«, antwortete der Oberstleutnant, nun wirklich neugierig. »Aber ich muss doch bitten …«

»Dann, Herr Oberstleutnant«, sagte der junge Mann lebhaft und im herzlichsten Ton, »begrüße ich Sie im Namen eines Ihrer ältesten und besten Freunde, der es auf das Schmerzlichste empfunden hat, dass Sie ihm so vollständig aus den Augen gekommen sind. Mein Vater wird eine unmenschliche Freude haben, wenn ich ihm melde, dass ich Sie wieder gefunden habe.«

Die Augen des Oberstleutnants ruhten mit dem Ausdruck eines steigenden, allmählich fast ungläubigen Erstaunens auf dem Sprecher. Er hatte sogar die Pfeife aus dem Mund genommen. Nun aber schüttelte er den Kopf, und nach einer Pause sagte er: »Hören Sie, mein Werter, das kapiere ich nicht, wo es nichteine Verwechselung ist. Ein Bekannter oder gar Freund, Namens Laub, wie Sie sich nennen …«

Der junge Mann lachte verlegen. »Mein bester Herr Oberstleutnant«, unterbrach er des anderen Worte, »ich sehe es, ich hätte Ihnen zuerst sagen sollen, dass ich eigentlich nicht Laub, sondern Laubrecht …«

»Was?«, rief der alte Herr und sprang auf. »Laubrecht, Sohn von Hauptmann Wilhelm Laubrecht, der 1846 …«

»Die Erbschaft machte und seinen Abschied nahm – ja, das ist mein Vater und, wie ich hoffe, auch von Ihnen nicht vergessen und aufgegeben!«

»Den Teufel auch, junger Mensch!«, rief der Alte noch lebhafter: »Aufgeben? Vergessen? Sehe ich Euch danach aus? Aber«, fügte er ruhiger hinzu und sein Blick maß den Fremdling von Neuem halb neugierig, halb fast ein wenig misstrauisch, »wenn erst die falschen Namen um mich her zu spuken anfangen, da soll ich das Erinnern wohl bleiben lassen!«

Herr Laub oder Laubrecht oder wie er hieß, war bei diesen Worten des Oberstleutnants rot geworden. »Herr Oberstleutnant«, sprach er, »verurteilen Sie mich nicht. Die Gründe, welche mich meinen wahren Namen zu verbergen zwingen und mich Sie bitten lassen, mein Geheimnis noch ein paar Tage zu bewahren, sie mögen Ihnen ziemlich knabenhaft erscheinen, bleiben aber für mich nichtsdestoweniger die bestimmenden.«

Da in diesem Augenblick die Klingel an der schweren Haustür heftig schellte und gleich darauf vom Flur das starke Stampfen eines eben Eingetretenen hereinschallte, der den Schnee abschütteln wollte, so fügte er rasch und gedämpft hinzu: »Gewähren Sie mir heute oder morgen eine stille halbe Stunde auf Ihrem Zimmer. Ihr Rat würde mir von hohem Wert sein. Fräulein Christine weiß …«

»Fräulein? Weiß? So? Aha, merkst du Mäuse?«, sagte der Oberstleutnant in einigermaßen spöttischem Ton, fügte jedoch, da nun die Tür aufging und hinter einem von den Mittagsgästen auch den vor Anstrengung noch blasenden Gottlieb Wengler selber hereinließ, sogleich mit einer gewissen formellen Höflichkeit hinzu: »Also heute Nachmittag oder morgen früh – mit Vergnügen! Siehe da, Herr Assessor! So, kommt Ihr überhaupt noch heim, alter Gottlieb? Dachte, Ihr wäret in der Krone gestrandet!«

An diesem Nachmittag wurde aus der Begegnung der beiden neuen Bekannten indessen noch nichts. Noch während man bei Tisch saß, brachte der Hausknecht aus der Krone eine Karte, welche Herrn Laub, sobald er den Namen gelesen hatte, aufstehen und sich kurz empfehlen ließ. Als er von diesem Ausgang zurückkehrte, war es schon dunkel und saß der Oberstleutnant bereits in seiner Abend-Sofaecke, die er vor dem allgemeinen Aufbruch nicht mehr zu verlassen pflegte. An diesem Abend freilich ging er, zur Verwunderung des ganzen Kreises, sogar zweimal hinaus und hinauf. Er müsse, der verwünschten Ratten wegen, nach seinen Vögeln sehen, sagte er verdrießlich. Er kam aber beide Male schnell zurück und hatte nach seiner Versicherung alles ruhig vorgefunden.

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