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Batman Metal

Scott Snyder, Grant Morrison, James Tynion IV, Joshua Williamson
Batman Metal
Originaltitel: Dark Days: The Casting 1, Dark Days: The Forge 1, Dark Knights Rising: The Wild Hunt 1, Dark Nights: Metal 1-6, DC Comics, USA

Comic, Softcover, Paperback, Paninicomics, Stuttgart, 14. Mai 2019, 284 Seiten, 28,00 Euro, ISBN: 9783741612572, aus dem Amerikanischen von Ralph Kruhm, Zeichner: Creg Capullo, Jonathan Glapion, Jim Lee, Andy Kubert, John Romita, Jr., Howard Porter, Jorge Jiménez, Doug Mahnke, Covermotiv: Creg Capullo
paninishop.de

Wieder einmal wird das DC-Universum in seinen Grundfesten bedroht. Eine nie dagewesene Gefahr rollt auf die Erde zu. Geheimniskrämer Batman hat schon so etwas geahnt und für diesen Fall einmal mehr, ohne das Wissen seiner Superheldenkollegen, einige Vorbereitungen getroffen. Doch scheint der dunkle Ritter selbst noch nicht alle Zusammenhänge zu kennen. Immer wieder stößt er auf geheimnisvolle Metalle, wie das Elektrum des Rats der Eulen, das Nth-Metall, das Hawkman und Hawkgirl Unsterblichkeit verlieht, das Achte Metall, des Götterschmieds Hephaistos. Diese Metalle spielen offenbar eine Schlüsselrolle, was das Schicksal des bekannten Multiversums angeht, denn eine Spur führt darüber hinaus in ein dunkles Multiversum, in dem der dunkle Gott Barbatos regiert. Die Pforten werden geöffnet und entlassen eine ganze Reihe dunkler Versionen von Batman.

Ein neues Epos von Superautor und Batman-Spezi Scott Snyder, das dieses Mal Auswirkungen auf das komplette DC-Universum hat. Man kann schon von einem Fluch der guten Tat sprechen, denn nichts weniger als ein erneutes Meisterwerk erwarten die Bat-Leser nach Die Nacht der Eulen, Der Tod der Familie und Zero Year von Snyder.

Tatsächlich geht es in Batman Metal auch ohne Umschweife los. Der Autor feuert aus allen Rohren, die Handlung springt hin und her, sodass einem regelrecht schwindelig wird. Nach und nach tut sich allerdings ein Zusammenhang auf. Was hier alles an DC-Versatzstücken und Charakteren aufgefahren wird, ist eine wahre Pracht. Das passiert vielleicht nur als Fan-Service, jedoch beherrscht Snyder die Kunst, diese Gastauftritte immer sinnvoll in die Story zu integrieren. Zum Beispiel wird Mister Miracle in einer Minirolle eingesetzt, um ein Schloss zu knacken; nur eines von vielen Beispielen.

Auch wie Snyder die verschiedenen Metalle bzw. metallischen Gegenstände – Hawkmans Nth-Metall, der Helm von Dr. Fate, das Elektrum der Eulen, usw. zusammenfegt und darum eine Story spinnt, die bis zum Anbeginn des DC-Universums reicht, ist wieder eine typische Glanzleistung.

Auf dem Weg dahin wird die Story gnadenlos aufgefächert. Diverse Helden-Teams agieren in teils skurriler Zusammensetzung, um in verschiedenen Ecken des DC-Universums Aufgaben zu erfüllen. So kann man seinen Spaß daran haben, einmal wieder die fast vergessenen Metal Men in Aktion zu sehen, dass Plastic Man von Green Lantern und Mr. Terrific als Ei rumgeschleppt wird oder dass Detective Chimp eine überraschende Schlüsselrolle in dem ganzen Geschehen zufällt; einmal ganz von den bösen Batmen abgesehen, die als Höhepunkt des Ganzen aus ihren Löchern kriechen. Auch dabei sind eindeutige Ähnlichkeiten zu bekannten Charakteren zu entdecken, so etwa ein Flash-Batman, ein Green Lantern-Batman, eine düstere Batwoman und allen voran der wahnsinnige Batman/Joker-Hybride Der Batman, der lacht.

Bei aller Achtung vor Scott Snyder muss man allerdings auch feststellen, dass sich Batman Metal in all seiner epochalen Breite überhaupt nicht wie eine Batman-Geschichte anfühlt. Viel mehr wird das Geschehen auf eine gewaltige Justice League-Ebene aufgezogen.

Zwar hat Snyder mit seinen größeren Storybogen dem Bat-Universum immer etwas entscheidend Neues hinzugefügt, doch wurde dies stets auf elegante Art in die bestehende Historie eingegraben. Batman Metal kommt dagegen mit dem Vorschlaghammer um die Ecke. Fairerweise muss man sagen, dass nicht nur Scott Snyder hier als Autor beteiligt ist. Auch Grant Morrisons (u.a. Batman Inc.) wilde und unorthodoxe Ideen sind deutlich auszumachen. Seine Storyline Die Rückkehr von Bruce Wayne kann man als eine Art Auslöser für Batman Metal betrachten.

Fazit:
Wieder eine epochale Batman-Story von Scott Snyder & Co., die jedoch droht, vom eigenen Pathos erdrückt zu werden.

(eh)

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