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Paraforce Band 38

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Dreizehn Jahre im Wilden Westen – Kapitel XXIII

Dreizehn Jahre im Wilden Westen
Oder: Abenteuer des Häuptlings Sombrero
Nürnberg, 1877

XXIII. Nach San Antonio. Pferdetransport. Stinktier. Fort Griffin. Wie man einen Büffel den Kopf abschneidet. Erinnerungen an Johnson Station.

Wenn die Post durchkam, musste ein Mann als Eskorte mitfahren, da die Kutsche auf dem Weg zuweilen von Indianern angegriffen, nur zu oft genommen und Kutscher und Passagiere massakriert wurden. Diesmal ging mein Freund Charles B. mit als Eskorte und fuhr wie immer auf dem Bock mit dem Kutscher, während ein anderer in der Kutsche saß, als sie in der Nähe von Johnson Station bei Sonnenuntergang einen Trupp Comanchen über einen Berg herab auf sie zu sprengen sahen. Nun begann ein furchtbarer Wettlauf. Die vier Maultiere, von dem Kriegsgeschrei der Indianer ganz wild gemacht, gingen über die Straße wie der Wind. Auf beiden Seiten und hinter der Kutsche sprengten die Indianer, ein heftiges Pistolenfeuer unterhaltend und Pfeile in allen Richtungen durch den Wagen schießend. Der Escort in der Kutsche lag, von fünf Kugeln und einigen Pfeilen durchbohrt, auf dem Sitz. Charley unterhielt ein tödliches Feuer, während Bobo vollauf zu tun hatte, die Maultiere zu dirigieren. Wie sie sahen, dass es unmöglich war, die Post zu retten, lenkte Bobo die Tiere in ein dichtes Gebüsch. Die Männer sprangen ab, rissen aber doch schnell die Tür auf, um ihren Kameraden zu retten, fanden ihn aber tot. Dann eilten sie durch das Gebüsch, hie und da den verfolgenden Indianern einen Schuss gebend, und entkamen endlich in der Dunkelheit. Nachdem sie etwa fünfzehn Meilen zurückgelegt hatten, stießen Sie auf eine Gesellschaft Jäger, mit denen sie zum Fort zurückkehrten. In aller Frühe sattelten wir und ritten zum Kriegsschauplatz, wo wir den Leichnam unseres Kameraden skalpiert und furchtbar verstümmelt fanden. Wir legten ihn in eine Ambulanz und brachten denselben nach Fort Concho zur Beerdigung. Der hintere Teil der Kutsche war so von Kugeln durchlöchert, dass man ihn für ein Sieb halten konnte. Die anderen Teile waren nicht viel anders. Die Indianer hatten die Maultiere mit fort genommen, sämtliche Briefe zerfetzt und auf die Prärie gestreut, kurz, zerstört, was sie zerstören konnten.

Am Fluss Concho waren große Abhänge mit überhängenden Felsen, die oft Höhlen bildeten, in welchen sich eine Kolonie Mexikaner ansiedelte, die nichts arbeiteten, nur hie und da ein Stück Vieh schlachteten und von dem Fleisch lebten. Ich hatte mit der Post über die Staked Plains nach Fort Stoeton (Comanche) zu fahren. Statt der großen Kutsche hatten wir dieses Mal ein kleines zweispänniges leichtes Wäglein, buckboard genannt, und fuhren wohlgemut unseres Weges.

Als wir um elf Uhr nachts in der Nähe vom alten Camp Charlotte waren, sah oder dachte Bobo, der Kutscher, er sehe Indianer durch das Gebüsch sprengen und brachte die wilden spanischen Maultiere in eine mit Rasen bewachsene Grube. Ich hatte meinen Karabiner auf dem Schoß, fertig für alles, was kommen wollte. Mein Revolver war in seinem Holster am Gürtel und Bobos Karabiner stand zwischen uns, als wir in einer Schlucht mit einem Rad gegen einen Felsen stießen, wodurch der Wagen beinahe umgeworfen wurde. Ich flog bei dem Stoß in die Höhe und fand mich auf den Steinen in der Schlucht sitzen, wohin ich nicht sehr sanft geflogen war. Meinen Karabiner hatte ich noch in der Hand, der von Bobo war dicht neben mich gefallen. So war ich mit Waffen wohl versehen, doch Bobo mit der Kutsche war fort. Ich nahm die beiden Karabiner und zog mich neben der Straße ins Gebüsch zurück, alle Augenblicke eine Bande Indianer erwartend, welche aber nicht kamen. Die Situation war unangenehm und ich fürchtete, dass Bobo, um die Post zu retten, mich für die Nacht wenigstens im Stich lassen würde, doch hatte ich mich angenehm getäuscht, denn nach etwa zwanzig Minuten hörte ich die Post die Straße herunterdonnern und bald darauf Bobos Stimme vorsichtig mir zurufend. Ich gab ihm ein Zeichen. Er fuhr um mich herum und ich kletterte im Fahren in den Wagen, denn man kann die Maultiere zwischen Stationen nicht zum Stehen bringen. Bobo war einige Meilen gefahren, ehe er die halsstarrigen Tiere wenden und zu mir zurückkehren konnte. Bald waren wir auf hoher, mehr offener Prärie, wo man einen plötzlichen Überfall nicht so sehr zu fürchten hatten. Wir erlaubten uns daher unsere Pfeifen anzuzünden und unser Kriegsgeschrei auszustoßen, zum Hohn der zurückgebliebenen Verfolger.

Nach meiner Rückkehr in Fort Concho wurde ich kommandiert, mit einer Truppe nach San Antonio zu gehen, um eine Herde frisch eingekaufter Pferde, die nach Fort Stoeton gehörte, heraufzubringen. Wir ritten sofort über Kikapooh und Kiowa Springs, wo wir eine Nacht beim alten Krieger Flanigan zubrachten, dann über Fort McKaoett, San Saba zu dem nun verlassenen Fort Mason, über Rock Springs, Cold Springs nach Fredericksburg, von da nach Börne und San Antonio, wo wir einige Tage blieben. Die Entfernung von Fort Concho nach San Antonio ist ungefähr vierhundert englische Meilen.

Wir fanden die Pferde in einem sehr schlechten Zustand, da sie während des Ankaufs, der etwa drei Monate dauerte, in einem großen Korral gehalten wurden, wo sie nur schlechtes moosiges Heu bekamen, was junge Pferde, die ihr ganzes Leben im frischen Gras gelaufen waren, weder fressen noch vertragen können. Sie waren deshalb in einem so elenden Zustand, dass wir jeden Morgen eine Anzahl aufrichten und ihnen auf die Beine helfen mussten. Wir ritten nicht über fünfzehn Meilen per Tag, weil die Pferde gerade so langsam über die Prärie getrieben wurden, sodass sie den ganzen Weg grasen konnten. Gleichwohl ließen wir jeden Tag neun bis zehn Stück zurück, die nicht mehr laufen konnten. Dabei waren sie doch so wild, dass man keinem nahe kommen konnte.

In Fredericksburg trieben wir sie in einen Korral, wo wir Heu fütterten. Geht man in den Korral, so drücken sie sich alle wie Schafe zusammen. Beim Füttern ging ich hinein, um Heu zu verteilen, als ein ganz elend aussehendes Pferd mit offenem Maul auf mich zulief, sich dann schnell umdrehte und mit beiden Hinterfüßen zugleich ausschlug. Es geschah so schnell, dass ich nicht aus dem Weg kommen konnte. Es traf mich auf beide Knie, sodass man es krachen hörte und ich mich setzen musste. Ich zündete meine Pfeife an und betrachtete den Schaden. Es war nichts gebrochen, doch konnte ich drei Tage nicht ohne Hilfe aufs Pferd steigen.

Jeden Morgen hatten wir einige schwache Pferde aufzuheben, die, sobald man ihnen auf die Beine geholfen, nach einem schlugen. Von vierhundert Stück brachten wir ungefähr zweihundertfünfzig nach Fort Concho, wo man sie eine Woche ausruhen ließ und dann weiter nach Fort Stockton beförderte. Die erste Nacht vom Fort weg hatten sie eine große Stampede, wo sämtliche Pferde davonliefen. Es dauerte zehn Tage, bis man sie wieder beisammen hatte, worauf sie ohne weiteren Zwischenfall, außer dem täglichen Verlust der Zurückgelassenen, nach Fort S. transportiert wurden.

Im Fort Concho wurde alles Brot für das ganze Lager in der Postbäckerei gebacken. Sie hatten eben neunhundert Laib Brot für den nächsten Tag fertig und auf die Rahmen geschichtet, als ein Stinktier seine Erscheinung im Vorratszimmer machte. Da sie es gegen seinen Willen hinausjagten, ließ es aus Rache eine Portion seines äußerst kräftigen Gestankes zurück, der sich so in alles hineinzog, dass sämtliche neunhundert Laib Brot nebst anderen Vorräten nicht mehr genießbar waren und weggeworfen werden mussten. Es wurde nun viel im Lager exerziert. Wir hatten nicht viel Freizeit, außer am Abend, wo wir ein Amateurtheater, in welchem auch Offiziere mitspielten, aufführten. Auch wurde viel getanzt und komische Gesänge zum Besten gegeben.

Ich musste aber bald wieder hinaus auf die Prärie. Ich hatte nämlich mit einigen Männern nach Fort Griffin zu gehen. Guten Mutes traten wir die Reise an. Wir nahmen den wohlbekannten Weg über das alte Fort Chatburn und Phantom Hill und erreichten Fort Griffin ohne Zwischenfälle. Auf dem Rückweg hatten wir vier Wagen, zehn Mann Infanterie und einen jungen Offizier, Lieutenant M., dabei, der sehr gern jagte. Da gab es viel Spaß auf dem Heimweg. Schon bei der ersten Herde Büffel hatten wir eine große Jagd. Da ging mein Pferd, nachdem die Kurbkette am Zaum gebrochen war und ich es nicht mehr halten konnte, mit mir durch, gerade durch die Herde Büffel. Ich konnte weiter nichts machen, als in dem Gedränge auf meine Beine Acht geben, bis ich endlich vorn an der Spitze der Herde herauskam und auf die Seite bog.

Wäre mein Pferd gefallen, so würde ich von der Herde so in den Boden getrampelt worden sein, dass man mich nie wieder gefunden hätte. Nächsten Tag trafen wir auf einen alten Büffelochsen, der ganz allein war, und der, nachdem wir auf ihn verschiedene Male geschossen hatten, stehen blieb. Wir konnten ihn nicht zum Fallen bringen.

Da sagte ein junger dummer Kerl: »Wenn ich nur ein Messer hätte, würde ich ihm den Kopf abschneiden, denn er ist schon lange tot, kann aber nicht fallen.«

Ich konnte das Lachen kaum verkneifen, als ich ihm mein Messer reichte, um einem lebend stehenden Büffel den Kopf abzuschneiden. Der Bulle musste schwer verwundet sein, als der Junge auf ihn zuging, denn er rührte sich gar nicht, doch konnte ich seine Augen glühen sehen. Nun fasste ihn der Junge mit der linken Hand beim Horn, fing an seinem Hals mit dem stumpfen Messer zu sägen an. Noch rührte sich das Tier nicht. Als nun aber das Messer die dicke Haut durchdrang, da brüllte er so, dass die zwei Pferde, die ich beim Zügel hielt, sich aufbäumten und fortliefen, wobei sie mich ein ganzes Stück mitschleiften, ehe ich sie zum Stehen bringen und wieder aufspringen konnte. Der Büffel ging nun auf meinen Jungen los, der das Messer wegwarf, eilig zu laufen begann und fortlief, bis er in einen Dornbusch fiel und sich noch recht zerstach. Er war schneeweiß vor Angst geworden, denn er hatte wirklich geglaubt, dass der Büffel tot sei und war daher tüchtig erschrocken, als der alte Kerl noch so viel Leben zeigte.

Einige Tage darauf waren wir hinter den Wagen zurückgeblieben und hatten einige Truthühner, die wir neben dem Fluss Brazos auf offener Prärie erwischten, zu Pferde niedergerannt. Diese Tiere kommen, wenn sie ein Stück geflogen waren, zum zweiten Mal auf ebenem Boden nicht wieder in die Höhe und müssen ihr Glück mit Laufen probieren, wo man sie dann zu Pferde einholen kann.

Als wir wieder bis auf fünfhundert Schritt mit den Wagen aufkamen, zog eine große Herde Büffel daher, die gerade zwischen uns und den Wagen über die Straße zog. Alles sprang von den Wagen und lief zurück. Da sie nicht wussten, dass wir hinter der Herde waren, schossen sie geradewegs durch die Herde die Straße hinab, sodass die Kugeln aus den langen Infanteriegewehren nur so um uns her pfiffen. Lieutenant M., der neben mir ritt, erhielt eine Kugel durch das Hosenbein, eine andere schmiss den Sand zwischen meines Pferdes Füßen in die Höhe, kurz, es wurde unangenehm und ich konnte es nicht länger aushalten, sondern feuerte ein paar Kugeln unter die Infanterie, deren Pfeifen sie bald zur Besinnung brachte. Dann stellte sie das Schießen ein. Die Maultiere an den Transportwagen, wovon jeder mit sechs bespannt war, wurden durch das Schießen und Rennen der Büffel, von denen einige zwischen den Wagen hindurchliefen, scheu gemacht. Da niemand auf sie Acht gab, gingen sie mit den Wagen im Galopp davon, hinter den Büffeln her. Es war ein schönes Panorama: die große Herde Büffel über die Prärie galoppierend, mit vier sechsspännigen Transportwagen wie wild dahinter her. Wir sprengten ihnen gleich nach, holten sie, da sie in einen Trab verfielen, bald ein und brachten sie zurück auf die Straße, wo wir die Infanterie erst noch recht ausschimpften. Nach einer vierzehntägigen Abwesenheit kehrten wir nach Fort Concho zurück.

Am nächsten Tag ging ich mit meinem Freund Hood auf die Jagd nach jungen Eichhörnchen. Wir fanden ein Nest mit drei beinahe ausgewachsenen Jungen, welche in die Menagerie eingereiht wurden. Ich hatte auch einige ground sqirrels (gefleckte Eichhörnchen), die ihre Löcher in der Erde haben, von gleicher Größe und steckte sie zusammen in einen Käfig, wo während der Nacht die Erdeichhörnchen eines der anderen töteten und ihm den ganzen Kopf wegfraßen. Einige Tage darauf gingen wir zu einem Präriehundebau und gossen neunundneunzig Eimer Wasser hinein, worauf dann sämtliche Bewohner, zwei alte und drei junge, ziemlich nass herausspazierten. Wir trugen sie heim und in einigen Tagen wurden sie zahm.

Auf den Staked Plains ist ein Wasserloch, an welchem sich die zwei El Vaso-Postkutschen begegnen, weil sie eine lange Strecke Weges ohne Wasser vor sich haben, so halten sie da miteinander, um die Tiere zu füttern. Sie hielten wieder hier an, wie gewöhnlich, jede Kutsche hatte ihren Mann Escort und der Postagent Spears, ein vollendeter Western -Mann, war ebenfalls dabei, während eine große Negerin der einzige Passagier war. Als sie nun da rasteten, zeigten sich einige Indianer hinter einem Hügel. Einer der Escort, ein Infanterist, der erst vom Osten herausgekommen war und noch nie Indianer gesehen hatte, wollte sich auf den Hügel schleichen, um sie aus der Nähe zu beobachten. Obwohl ihm alle abrieten, ging er doch hinaus, war aber kaum auf dem Hügel angekommen, als eine große Rotte Indianer, die von der anderen Seite ihn beobachtet hatte, Feuer auf ihn gab. Er fiel mit einem Pfeil durch den Fuß geschossen, was ihn zum Stehen unfähig machte. Spears rief ihm zu, er solle zur Kutsche kriechen, was er auch tat, während Spears und der andere Escort seinen Rückzug deckten. Spears, der einer der besten Indianerkämpfer in Texas ist, erschoss in diesem Gefecht mit eigener Hand sieben Comanchen. Obwohl alle ihre Schuldigkeit taten, hatten sie doch seiner Kaltblütigkeit ihr Leben und die Rettung der beiden Posten zu verdanken. Die Negerin, die bei dem Geschrei der Comanchen ganz außer sich geworden war, hatte sich unter die Kutsche geflüchtet und ihre sämtlichen Kleider über den Kopf gezogen, weil sie dachte, so lange sie nicht sehen kann, könnte sie auch nicht gesehen werden. Die Tiere waren nun angespannt und die beiden Kutschen machten sich auf den Rückweg, die Angriffe der Indianer, welche ihnen fünf Meilen folgten und ein rennendes Gefecht unterhielten, glänzend zurückschlagend. Auf Johnson Station, wo man sich ausruhen konnte, wurden die Verwundeten verbunden.

Während ich in Johnson Station war, ging einmal das Heu aus, sodass man die Maultiere an lange Seile im Freien binden musste, um ihnen Gelegenheit zu geben, etwas Gras zu fressen. Der Mexikaner, der das zu besorgen hatte, band sie an kleine Sträucher, welche die wilden Maultiere bald abbrachen. Als ich gegen elf Uhr hinaussah, waren sie verschwunden. Ich rief sogleich den Mexikaner, welcher sich eine Flasche Wasser füllte, seinen Karabiner nahm und fortmarschierte, den Spuren der Maultiere nach. Der Nachmittag verging und Camillo war noch nicht zurück. Am Abend kam die Post und noch keine Maultiere da. Nachdem gegessen war, wurden die Maultiere, da die Post fort musste, um ihre Verbindungen einzuhalten, dieselben, welche soeben erst fünfunddreißig Meilen gelaufen waren, wieder angespannt, um die lange Strecke von vierundsechzig Meilen zurückzulegen. Sie hatten daher über hundert Meilen zu machen ohne Rast und taten es doch mit Leichtigkeit. Die Nacht verging, es wurde Morgen und Mittag und noch war kein Camillo da, sodass ich fürchtete, er sei von Indianern getötet worden. Ich schickte daher zwei meiner Leute aus, um in den Bergen zu rekognoszieren, denn alle mit einmal durften wir die Station nicht verlassen. Am Abend kamen sie unverrichteter Sache wieder zurück. Bei Sonnenuntergang machte ich mich selbst fertig, um eine Tour in die Hügel zu machen, als plötzlich Camillo, die Maultiere vor sich hertreibend, erschien. Zwischen uns fünf brachten wir sie glücklich in den Korral, worauf ich dem Mexikaner zu Essen geben ließ; doch ehe er seine Mahlzeit beendete, schlief er vor Erschöpfung ein. Wir legten ihn auf sein Bett und er erwachte erst am nächsten Nachmittag. Er war nämlich der Spur gefolgt, hatte die Maultiere gefunden. Da sie aber wild waren, konnte er ihnen nicht nahe kommen. So fing er an, ihnen zu folgen – den ganzen Nachmittag, die Nacht und den nächsten Tag, ohne ihnen Zeit zum Stehen zu geben, bis es die Maultiere selbst nicht mehr aushalten konnten und sich gegen Abend heimtreiben ließen.

Er hatte während der ganzen Zeit keinen Bissen gegessen und musste fortwährend gehen, denn hätte er die Tiere einen Augenblick anhalten lassen, so hätten sie sich ausgeruht und er hätte sie nie mehr bekommen.

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