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Das schwarze Buch vom Teufel, Hexen, Gespenstern … Teil 73

Das schwarze Buch vom Teufel, Hexen, Gespenstern, Zauberern und Gaunern
Dem Ende des philosophischen Jahrhunderts gewidmet
Adam Friedrich Böhme, Leipzig, 1796

Ein Schlächterhund bezwingt den Teufel.

Im südlichen Schwaben liegt ein Dorf namens W. in dem Gebiet eines geistlichen Herren. Dahin kam im September 1791 ein handfester Metzger, der sprach beim Glase Wein so ziemlich gescheunt von der Geistlichkeit. An einem anderen Tisch saß bei hochgefüllter Weinflasche der Dorfpropst. Der horchte, schwieg und entfernte sich. Der Metzger ging gegen Abend seines Weges, kam durch einen Wald und traf da den leibhaftigen Teufel an, mit Bockshörnern, Geißfüßen und einem feuerspeienden Rachen.

Fürchterlich brüllte der Satan:  »Ich komme dich zu zerreißen, verfluchter Ketzer! Was hast du im Wirtshaus gesprochen? Doch geh, sag es deinen Mitbrüdern, dass ich sie bald alle holen und ihre Leichname auf den Anger werfen werde.«

Der Metzger dachte unverzagt: Ei, wie? Der Teufel ein Bußprediger? Er hetzte seinen Hund auf ihn. Dieser packte den Satan unsanft beim Fell und riss ihn zu Boden. Der Metzger hinterdrein mit seinem knotigen Wanderstab.

Da fing der fromme Teufet an zu schreien: »O Jesus Maria und Joseph! Endlich verstummte der Teufel.

Der Metzger glaubte, er wäre tot, ging zurück ins Dorf und zeigte die Tat an. Einige Bauern gingen mit und fanden da einen ihrer Mitbrüder mit dem Tode ringend. Er lebte noch eine Stunde, gestand, dass ihn der Dorfpfaffe, aus tollem Eifer eine Ketzerseele zu retten, zu dieser schwarzen Maskerade verleitet habe, und starb.

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