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Feedback – Sende oder stirb

Feedback – Sende oder stirb
Originaltitel: Feedback, Ombra Films, Vaca Films, Spanien/USA, 2019
Thriller, 1 Blu-ray Disk im Amaraycase, Edel Motion GmbH/Pandastorm, Hamburg/Berlin, November 2019, 97 Minuten, 13,99 Euro, EAN: 4260428052470, FSK ab 18
Regie: Pedro C. Alonso, Drehbuch: Pedro C. Alonso, Alberto Marini, Darsteller: Eddie Marsan, Paul Anderson, Ivana Baquero, Richard Brake, Oliver Coopersmith, Alexis Rodney, Anthony Head, Alana Boden, Nacho Aldeguer
www.pandastorm.com

Ein großer Abend steht dem streitbaren Radiomoderator Jarvis Dolen (Eddie Marsan, Fast & Furious Presents: Hobbs & Shaw, The Professor and the Madman) bevor; nicht nur wegen der Wiedervereinigung mit seinem ehemaligen Partner hinter dem Mikrofon, Andrew Wilde (Paul Anderson, Robin Hood), mit dem es einst zum Bruch kam, sondern auch weil zwei maskierte Männer in das Studio eindringen und das Leben der beiden Männer und der gesamten Crew bedrohen.

Live on Air, vor tausenden Ohren, soll Jarvis seinem Partner ein Geständnis über einen gewissen Abend entlocken, an dem Wilde nach einer Party ein Mädchen vergewaltigt und einen Jungen krankenhausreif geschlagen hat. Doch damit ist der Abend noch nicht ausgestanden, denn nicht jeder im Radiostudio ist das, was er zu sein vorgibt.

Mit Feedback legt Regisseur Pedro C. Alonso im Grunde einen Home Invasion-Thriller vor, der das Terror-Szenario vom heimischen Wohnzimmer in ein Radiostudio verlegt. Der begrenzte Schauplatz und die Tatsache, dass hier einige Leichen in diversen Kellern liegen, die im Verlauf der Handlung ausgegraben werden, sorgen für ein durchgehend hohes Spannungslevel.

Allerdings beginnt der Film etwas unglücklich, da der Zuschauer nicht richtig abgeholt wird. Man wird direkt Zeuge eines (Streit-)Gesprächs zwischen Dolan, Wilde und dem Programmchef des Senders Norman Burgess (Anthony Head, Buffy – Im Bann der Dämonen), ohne zu wissen, wen man hier überhaupt vor sich hat. Mit wenig Aufwand hätte man die Figuren zuvor schnell vorstellen können, gegebenenfalls sogar mit Andeutungen an den verhängnisvollen Abend, der im weiteren Verlauf der Nacht noch eine bedeutende Rolle spielen wird.

Nach einer Warmlaufphase kommt man doch in die Story hinein und kann sich an der unterkühlten Videoclip-Optik freuen, in der der nächtliche Moderationsraum gestaltet ist. Glänzende, spiegelnde Flächen, die kaltweiße Beleuchtung und die Dunkelheit außerhalb des zentralen Moderationspults; dies alles weiß Pedro Alonso effektvoll zu nutzen.

Dolan muss den Anschein der Normalität wahren, denn Wilde weiß zunächst gar nicht, dass sich im Studio Eindringlinge befinden. Und die Zuhörer an ihren Empfangsgeräten sollen natürlich auch nichts von der Bedrohung mitbekommen. Viele Gelegenheiten für Eddie Marsden, schauspielerisch zu glänzen. Hauptsächlich ihm ist es zu verdanken, dass man neugierig wartet, wie sich die Nacht entwickelt. Und die hält noch einige Überraschungen bereit. Nach und nach wird die Wahrheit über die Tat aufgedeckt, für die Andrew Wilde hier »vor Gericht« steht, die Grenze zwischen Gut und Böse verschwimmt und das Ende ist richtig schön fies ausgefallen.

Fazit:
Überraschend knackiger und wendungsreicher »kleiner« Reißer in schicker Optik.

(eh)