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Dark Empire

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Tod eines Gentleman

Christopher Huang
Tod eines Gentleman
Originaltitel: A Gentleman’s Murde          

Crime, History, Paperback, Klappenbroschur, Heyne, München, Dezember 2019, 432 Seiten, 14,99 Euro, ISBN: 9783453439917, Übersetzung: Verena Kilchling, Titelbild: Anke Koopmann

Niemand kommt unverändert aus einem Krieg heraus, ist eine Aussage, die auf jeden Krieg zutrifft. So auch auf diesen. Der Britannia Club war ein Gentleman’s Club, der ausschließlich für männliche Kriegsveteranen geöffnet wurde, von denen viele in Flandern kämpften. Wir schreiben das Jahr 1924. Lieutenant Eric Peterkin, ehemals Mitglied der Royal Fusiliers, ist ein neues Mitglied des renommiertesten Clubs der Britannia-London. Es ist eine Familientradition, auch eine Ehre, bei der er sich nicht sicher ist, ob er sie wirklich verdient. Jedenfalls ist er ein Nachkomme eines der Gründer des Clubs. Eric saß regelmäßig in seinem »üblichen Sessel« und bewertete Manuskripte für einen kleinen Verlag. Von asiatisch-englischer Abstammung wurde er mit Anspielungen angegriffen, die sein »Bluterbe« beleidigten.

Albert Benson wurde als erstes, nicht-kämpferisches Mitglied aufgenommen. Obwohl er ein Kriegsdienstverweigerer war, wurde er zu einer Stütze, der zu und von den Schützengräben rannte, um den Verwundeten zu helfen. Albert Benson bat um ein Schließfach im Tresorraum der Britannia, um vier wertvolle Gegenstände zu lagern, von denen er dachte, dass sie »einen Fehler korrigieren« würden. Wolfe, ein vollwertiges Vorstandsmitglied, machte eine Wette mit Benson. Wolfe behauptete, dass er in der Lage sein würde, einen von Bensons versperrten Gegenständen innerhalb von 24 Stunden aus dem Schließfach zu entfernen. Peterkin, der als Schiedsrichter fungierte, untersuchte und verifizierte die vier Punkte in der Box. Albert Benson, das neue Clubmitglied, wird tot im verschlossenen Tresor des Clubs aufgefunden, mit einem Brieföffner des Clubmitgliedes Aldershott, der aus seinem Hals ragt. Dieser intime, rätselhafte Mord ist ein schockierendes Ereignis in einem scheinbar isolierten, komfortablen Club. Gleichzeitig fehlen zwei der vier Gegenstände.

Erics Suche nach einer Lösung des Mordes wird schnell zu einer Untersuchung eines mysteriösen Verschwindens in Kriegszeiten. Es zieht ihn weit weg von den marmorierten Hallen der Bretagne, weiter über die schattigen Überreste eines verfallenen Kriegsspitals bis zu den Heroinhöhlen von Limehouse. Eric steht vor einer Matroschka-Puppe aus Mord, Laster und Geheimnissen, die nicht nur auf die Offiziere seines eigenen Clubs, sondern auch auf den von Scotland Yard beauftragten Ermittler zeigt. Eric Peterkin ist entschlossen, das Geheimnis von Bensons Mord zu lösen, trotz der Versuche anderer, ihn von der Untersuchung auszuschließen. Oder gar von Polizeiinspektor Horatio Parker, der Beweise vom Tatort manipulierte. Bensons Kriegsposten im Sotheby Manor, einem ehemaligen Militärkrankenhaus, brachte ihn mit den Opfern von Senfgas und Opiumabhängigen zusammen. Eine qualifizierte chinesische Krankenschwester, die zur Magd wurde, verschwand während des Krieges aus dem Herrenhaus von Sotheby. Eric Peterkin sucht und findet einen Zusammenhang zwischen dem Clubmord und dem Verschwinden im Krieg.

Tod eines Gentleman von Christopher Huang ist eine ausgezeichnete Charakterentwicklung der Clubmitglieder. Sie gibt Aufschluss über die verheerenden Auswirkungen von PTBS, Senfgas und Drogenabhängigkeit. Peterkins Ethnizität und Brüskierungen durch die »höfliche« englische Gesellschaft schufen zusätzliche emotionale Hürden, die er überwinden musste. Dieser Debütroman des Autors Huang ist ein ausgezeichneter historischer Kriminalroman, den ich sehr empfehlen kann.

(es)

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