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Perry Rhodan Band 2962 – Sextadim-Treibgut

Kai Hirdt
Perry Rhodan Band 2962
Sextadim-Treibgut

Science-Fiction, Heftroman, Hörbuch und E-Book, Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt, 25. Mai 2018, 68 Seiten, € 2,20, Titelbild: Arndt Drechsler, Innenillustration: Swen Papenbrock

Der Sternenwander Atlan, der entführte Menes Jas Poulson und der Geheimagent Fitz Klem gingen durch den Shod-Spiegel. Sie wollten vom Spross LORINA zum Spross YETO in der Milchstraße übersetzen. Eine ungeheure Distanz ist das, mit der sich Atlan die starken Schmerzen erklärt, die er beim Erwachen empfindet. Doch schnell erkennt er, dass sie an einem unbekannten Ort gelandet sind.

Die drei befinden sich auf einer heruntergekommenen Raumstation enormer Größe. Wer sie findet, sind pferdegroße Käfer, die nach Waldmeistereis riechende Klebeseile spucken. Jas Poulson empfindet Todesangst, kämpft um sein Leben. Doch Atlan erkennt ihr zielstrebiges Handeln: Tiere sind das nicht. Die beiden wollen die Neuankömmlinge in Besitz nehmen; denn die Station befindet sich im Dakkarraum. Man nimmt, was man kriegen kann.

Die in Klebeseile Gewickelten bekommen Translatorstreifen, die aber nur grob übersetzen können, was Komik in die Unterhaltung bringt. Zur Verständigung reicht es. Ihr Empfangskomitee heißt Kychar und Madoyar. Die Käfer sind vom Volk der Tonzer. Ihre Gefangenen gelten ihnen als wertvolles Treibgut, mit dem sie einem Haodh, namens Strymer, sowie den Nistvater der Tonzer beeindrucken wollen.

Kychar und Madoyar sind Jugendliche, was ihre schnodderige Sprache ebenso erklärt wie ihr Verhalten, und doch tun sie alles für ihre Oberen – schließlich wollen sie, dass ihre Eier befruchtet werden. Atlan kann sich befreien, weil er immer noch das entwendete Kommandokleid des Bhals , des Kommandanten der LORINA, trägt.

Die Raumstation, die ihre Bewohner als das Konglomerat bezeichnen, umgibt ein rotes, undefinierbares Wallen: der sechsdimensionale Dakkarraum. Immer wieder dringt er als eine schneeflockenartige Wand in die Station ein. Das beeindruckt ihre Bewohner aber genauso wenig wie ihre Überzeugung, dass außerhalb des Konglomerats nichts mehr existiert. Angehörige verschiedener Völker leben dort: Strymer ist ein Gemen. Es gibt mehrere Ghatus, das sind Jäger der Gemeni mit spezieller Kleidung. Die Gemeni und die gnomartigen Paslaimonen wachen über das Konglomerat.

Die Handlung des Romans ist bodenständig: Er beginnt mit einem Angriff von Käfern, die sich als zugängliches Fremdvolk entpuppen. Man holt Güter aus einem übergeordneten Kontinuum, geht zu Fuß, begibt sich in Gefahr und wird gerettet. Schauplatz ist eine neue, zu erkundende Raumstation. Atlan hat seine traditionelle Paraderolle, und Klem darf Geheimagent sein. Man darf gespannt sein, was sie noch alles finden.

Die Erzählhaltung akzentuiert den Roman: Während Atlan seine in der Serientradition übliche Ich-Perspektive hat, sind Klems Erlebnisse in personaler Perspektive geschildert. Dass man ohne Berührungsangst Güter aus einem übergeordneten Kontinuum holt, hat die Verfasserin dieser Besprechung zuletzt in einem Atlan-Heft ihrer Teenagerzeit gelesen. Schön!

Die Leseprobe ist hier.

(at)

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