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Die Gespenster – Zweiter Teil – Fünfzehnte Erzählung

Die Gespenster
Kurze Erzählungen aus dem Reich der Wahrheit von Samuel Christoph Wagener
Allen guten Schwärmern, welchen es mit dem Bekämpfen und Ablegen beunruhigender Vorurteile in Absicht des Geisterwesens ernst ist, liebevoll gewidmet von dem Erzähler Friedrich Maurer aus dem Jahr 1798
Zweiter Teil

Fünfzehnte Erzählung

Anhang zur vorhergehenden Erzählung

In einem angesehenen Haus zu B. waren einige Zimmer des zweiten Stockwerks, deren bisheriger Besitzer seine Wohnung veränderte, ausgeräumt. Die noch nicht weggebrachten Sachen lagen in der in solchen Fällen gewöhnlichen Unordnung untereinander. Spät hatten sich die Bewohner des Hauses zur Ruhe begeben, aber noch im ersten Schlaf wurden sie durch ein plötzliches Geräusch geweckt. Es kam ihnen vor, als würde mit vieler Gewalt gegen eine Tür gestoßen. Wachend hörten sie noch immer ein Geräusch, dass nur durch kurze Pausen unterbrochen wurde. Das Geräusch ließ sie auf eine Person ohne Schuhe schließen, die sich mit dem Wegräumen der noch herumliegenden Sachen beschäftigte – sie vermuteten Diebe.

Auch das Mädchen im Haus war durch das Geräusch geweckt. Es hatte einen Schlag gegen das Kammerfenster zu hören geglaubt und wartete in der größten Angst auf die Erscheinung eines Gespenstes.

Als auf wiederholtes Rufen weder ein Dieb noch ein Gespenst antwortete und doch das Geräusch anhielt, ging der Herr des Hauses dem Raum zu, wo er die Bewegung hörte, und stieß gar bald auf eine wandelnde umgestürzte Schublade. Er hob sie auf, um zu sehen, was die Bewegung verursacht habe, und … sein treuer Kater sprang freudig davon. Er mochte in die Schublade aus Neugierde gekrochen sein. Diese war mit ihm umgeschlagen und über ihn gestürzt. Er versuchte sich aus dem Gefängnis zu befreien und verursachte dadurch das Geräusch; so wie der Fall des Kastens die Bewohner aufschreckte.

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