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Walter von Birbach

Vom frischen Quell
Sagen, Legenden und Geschichten aus der Eifel
Jung und Alt in neuer Fassung dargeboten von Rektor Jos. Schiffels
Verlag Georg Fischer. Wittlich. 1912
Zweites Bändchen

Walter von Birbach

Walter von Birbach, ein mächtiger Ritter von hoher Abstammung, hatte eine ausgezeichnete Erziehung erhalten und war in allen Waffenübungen wohl erfahren. Bei den Turnieren trug er fast immer den Sieg davon. Dabei war er sehr frommen Sinnes. Von Jugend auf verehrte er die Muttergottes in kindlicher Liebe. Einst war er wieder zum Kampfspiel ausgezogen, in dem er sich mit einem gewandten Gegner messen sollte. Auf dem Weg dahin trat er in ein Gotteshaus ein, um sich in heißem Gebet der Fürbitte der Gottesmutter zu empfehlen. Als er im Gebet versunken war, näherte sich seine hohe Gönnerin leise, nahm seine Rüstung und sprengte mit seinem Ross auf den Kampfplatz, von dem sie als Sieger bald wieder bei Walter erschien. Sie gab ihm die Rüstung zurück und weckte ihn aus seinen seligen Träumen auf, war aber sogleich verschwunden. Als er weiterritt, begegneten ihm schon Leute, die vom Turnier zurückkehrten. Sie sagten ihm, der Kampf sei bereits vorbei und Sieger Herr Walter von Birbach. Er erkannte, wer für ihn den Kampf gewagt und den herrlichen Sieg errungen hatte. Als er erfuhr, dass die Muttergottes bei den Zisterziensern eine besondere Verehrung genieße, trat er, um ihr immer dienen zu können, in ihren Orden ein. So kam er nach Himmerod, wo er bis an sein Lebensende verblieb.

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