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Märchen und Sagen der Indianer Nordamerikas 66

Mythen-und-Sagen-der-IndianerDie Auswanderung der Chickasaw

Als einst die Chickasaw auswanderten, gab ihnen der Große Geist einen kräftigen Hund zur Bewachung und eine lange Stange, um ihnen den Weg zu zeigen. Der Medizinhund verriet jedes Mal durch sein Bellen die Nachbarschaft der Feinde, sodass sie sich gehörig vorbereiten konnten, und die Stange wurde jeden Abend in die Erde gesteckt, und am Morgen neigte sie sich jedes Mal in der Richtung, die sie einschlagen sollten.

So kamen sie über den Mississippi an den Alabama River, wo die Stange mehrere Tage aufrecht stehen blieb und dann südwärts zeigte. Bald aber blieb sie ganz stehen, und die Chickasaw erkannten darin den Fingerzeig des Großen Geistes, der ihnen eine gute Wohnstelle ausgesucht hatte. Die betreffende Gegend heißt darum heute noch Chickasaw Old Fields.

Der große Hund war am Ufer des Mississippi verloren gegangen, und abergläubische Rothäute glauben ihn mitunter noch heute bellen zu hören.

Quelle:

  • Karl Knortz, Märchen und Sagen der Indianer Nordamerikas, Jena 1871

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