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Die Phantastika in Oberhausen

Die Phantastika in Oberhausen

Ein Conbericht von Alexandra Trinley

Mitten im Ruhrgebiet eine Veranstaltung zur Phantastik, ein Start-up noch dazu. Durch die Mitarbeit am Corona-Magazine erfuhr ich von der Veranstaltung ziemlich früh, wusste aber lange nicht, ob ich teilnehmen konnte. So reiste ich zwar am Vortag an (ziemlich spät wegen Regenwetter und streikendem Nawi), musste dann aber Samstagnacht zurückfahren … was angesichts dieses mehr als intensiven ersten Tages aber vielleicht gar nicht das Falsche war.

Ich bekam mehr an Panels mit als auf meinen bisherigen Cons, was an der guten Planung der Veranstalter lag, an den hellen, sauberen Räumen und am gemischten Publikum. Es war nicht nur das mir vertraute Fandom, und ich suchte Bekannte, lief also entweder mit den Perry Rhodan-Leuten mit oder anderen Corona-Redakteuren, die was anboten.

So lernte Thorsten Walch, den Verfasser der Nerd-O-Pedia kennen, mit dem ich beim Verfassen der Perry Rhodan-Autorenportraits fürs Conbuch zusammenarbeitete. Das war witzig. Ein würdevoller grauhaariger Klingone baute sich vor mir auf und vergewisserte sich, ob ich Thorsten Walch suche – ich habe ihn gefunden. Guter Auftritt. Da stand ich gerade mit Kurt Kobler vor dem Saal, in dem Robert Corvus’ Weltenschöpfer-Seminar lief, in das ich wirklich hatte gehen wollen. Aber es hatte ein paar Diskussionen im TCE gegeben, die mir noch wichtiger waren. Und dann schwätzten wir halt zu dritt. Das war so um Mittag rum.

Doch ein Aufenthalt beginnt bekanntlich mit der Ankunft. Den Veranstaltungsort fand ich nach langer, regnerischer Fahrt mit streikendem Nawi kurz nach Mitternacht, und das in vorbildlicher Weise auch nachts geöffnete nh-Hotel war schräg gegenüber.

Morgens suchte ich erst mal mein Auto und fand es gegenüber vom McDonalds am Bahnhof, machte paar Fotos. Mein Kaffee, mein Auto, die Haltestelle am Bahnhof in Oberhausen und was man sonst so am Wegrand sah, was mir die Gelegenheit gab, die Gegend zu betrachten, in der die Veranstaltung angesiedelt war. Der Ruhrpott und die Pfalz sind schon ziemlich verschieden.

Auf dem Weg zurück ins Hotel traf ich schon einige Verkleidungsfreaks, Star Wars-Leute mit Kleidertruhe, eine junge Frau im Superman-Kostüm und den Veranstaltungsort bei Tag. Allerdings öffnete er erst um zehn. Davor stand ein Londoner Bus.

So ging ich noch mal aufs Zimmer. Reinschmuggeln konnte man sich nicht: Sämtliche Eingänge des CongressCentrum Oberhausen waren streng von professioneller Security bewacht, was erst mal wenig einladend wirkte. Andererseits wanderten durch keinen der Eingänge komische Typen rein, das hatte auch was. Allerdings war nun Warten vor dem Haupteingang angesagt.

Es lohnt sich, die Aufschrift auf dem scheinbaren Polizeiauto zu lesen. Von der echten Security machte ich keine Fotos, die Leute waren beruflich da.

Und dann traf ich auch schon eine Bekannte vom Mannheimer Stammtisch, die mir erzählte, wer schon an gemeinsamen Bekannten da war und welche Veranstaltungen woanders stattfanden. Jennifer Christina Michel kam vollständig beschäftigt heraus, aber weil wir uns noch nie persönlich getroffen hatten, reichte die Zeit für eine Begrüßung. Als Nächstes rief mich Norbert Fiks, ebenfalls Mitglied der SOL-Redaktion, sodass wir angenehm plaudernd die weiträumige Eingangshalle betraten.

In der weiträumigen Anlage verteilte man sich rasch. Was nicht in der Eingangshalle hängen blieb, ging erst einmal zu den vorbildlich interessanten Ständen.

Der Saal London hatte ein klares Thema.

Immer wieder ist es eine Freude, den Verlag Torsten Low zu treffen.

Von den Corona-Leuten lernte ich auch Lieven T. Litaer kennen, der gerade sein neues Lehrbuch veröffentlich hat (lauter Klingonen! Ich kenne lauter Klingonen mit Stirnfurchen obendrauf! Aber sie waren alle sehr nett.) Hier der Saal Berlin vor seinem Vortrag.

Eine Stunde vorher hatte dort ein Perry Rhodan-Panel stattgefunden, das sehr unterhaltsam geriet.

Leider musste ich den Klingonisch-Vortrag nach einer Viertelstunde verlassen, um Uwe Antons Exposé-Workshop mitzubekommen, der in sehr großer Runde stattfind. Das Publikum war sehr aktiv und ich hatte wieder einmal Gelegenheit festzustellen, dass er genau wie Klaus N. Frick eine ausgeprägte Lehrerpersönlichkeit hat; sicher ist die Arbeit an der stressigen Raketenheftchenserie mindestens so anstrengend wie die an meiner Gesamtschule.

Er wurde trotz der astronomischen Zahl empfohlener Leichen nicht fertig, es wurde kein Exposé erstellt, aber das Publikum hat wohl ziemlich genau verstanden, welche Prozesse für die Grundlagen nötig sind.

Zwischendrin liebe Bekannte.

Ausgesprochen interessant war auch die Geburtstagsfeier der Corona-Magazine mit umfangreichem Rückblick auf die Entstehungsgeschichte, die ich in dieser Form nicht gekannt hatte, samt Leuten, deren Gesichter ich bisher nicht mitbekommen hatte, und einem Gruppenfoto. Der Schattenriss zeigt Jennifer Christina Michel.

Die vielen Perry Rhodan-Veranstaltungen bekam ich etwa zur Hälfte mit, weil das Gebäude so weiträumig und der kopierte Plan winzig und auch für Leute mit guten Augen kaum lesbar war. Auch an Bekannten, die nachweislich am Eevent teilnahmen, traf ich vielleicht ein Zehntel, hatte aber gute Gespräche.

Aus beruflichen Gründen fuhr ich in der Nacht zurück, weshalb ich den zweiten Tag verpasste. Auch so zogen allerdings den ganzen Sonntag Bilder von der Veranstaltung durch meinen Kopf, das Erlebte hatte mich schon ziemlich erreicht. Trotzdem werde ich das nächste Mal so organisieren, dass ich bis zum Ende bleiben kann.

Hier das Panel über Perry Rhodan-Comics mit Uwe Anton, Kai Hirdt und Ralph Boldt.

Daily Perry persönlich

Ihm gegenüber der Autor Robert Corvus und Nadine Schäkel, die als Grafikerin für den Deutschen Phantastik Preis nominiert war.

Miniserien-Expokraten beim Signieren

Und Jungautoren beim Signieren: Madeleine Puljic und Kai Hirdt

(at)

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