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Im Gespräch mit Dietmar Schmidt über den Band 5 von Terminus, Im Sonnenpalast

Alexandra Trinley: Dietmar, du übersetzt hauptberuflich Krimis und Thriller. Perry Rhodan Terminus Band 5 ist dein Debütroman. Wie kamst dazu?

Dietmar Schmidt: Ich bin schon Science-Fiction-Fan, solange ich denken kann, und habe auch als SF-und-Fantasy-Übersetzer angefangen. Als Übersetzer kennen Uwe Anton und ich uns schon lange, und seit dem Weltcon 2011 in Mannheim hatten wir häufiger Kontakt. Uwe hat mich angesprochen, ob ich mir vorstellen könnte, bei einer Perry Rhodan-Miniserie mitzuschreiben. Ich war natürlich Feuer und Flamme. Er hatte schon angeregt, dass ich einmal eine Stellaris-Story schreiben sollte.

Alexandra Trinley: Der Roman heißt Im Sonnenpalast. Das ist der Regierungspalast des Imperiums Dabrifa auf Nosmo, der Heimatwelt von Juki Leann. Der Sitz des Diktators. Also verlässt die Handlung das heimische Sonnensystem?

Dietmar Schmidt: Das ist richtig. Nachdem die Umtriebe des ominösen Heimlichen Imperiums im Solsystem aufgefallen sind, beschließt Perry Rhodan, den aufgefundenen Spuren nachzugehen. Eine von ihnen führt nach Nosmo, und zwar ausgerechnet in den Sonnenpalast, eines der am besten gesicherten Gebäude der bekannten Milchstraße.

Alexandra Trinley: Die Miniserie ergänzt viel. Habt ihr den Sonnenpalast neu erfunden?

Dietmar Schmidt: Nein, der stammt aus der Hauptserie. Er kommt in Band 400 vor, an dem unsere Miniserie andockt, und in einer Kurzgeschichte von K. H. Scheer. Beide Texte habe ich sorgfältig gelesen und konnte manches daraus in meinem Roman aufgreifen. Viele Details wurden dort nur erwähnt, spielen aber in meinem Roman eine tragende Rolle. Wie der See mit den Sauriern im Innern des Trichterbaus.

Alexandra Trinley: Scheers Romane sind farbiger, als man ihnen nachsagt. Wer ist die Hauptperson deines Romans?

Dietmar Schmidt: Eine sehr alte Lieblingsfigur von mir: Alaska Saedelaere.

Alexandra Trinley: Oh! Der Transmittergeschädigte, der Mann mit der Maske, der jeden in den Wahnsinn stürzt, der das Cappinfragment in seinem Gesicht zu sehen bekommt. Und natürlich eine der einsamsten Charaktere der Serie. Wie bist du mit ihm als Hauptfigur zurechtgekommen?

Dietmar Schmidt: Mir war die ganze Zeit bewusst, dass ich in sehr große Fußstapfen trete. Alaska ist ganz schön einschüchternd, wenn man überlegt, wer alles über ihn geschrieben hat und was er bereits erlebt hat. Allerdings habe ich über die Zeit seines Lebens geschrieben, die wir aus der Heftserie kaum kennen. Sein Transmitterunfall liegt erst zwei Jahre zurück, er hat große Probleme und er hat auch noch gar nicht in seine neue Rolle als Mitarbeiter der Solaren Abwehr hineingefunden.

Alexandra Trinley: Wie fühlte es sich für dich als alten Fan an, selbst einen Roman zum Perryversum zu erschaffen?

Dietmar Schmidt: Ich muss sagen, dass ich mehrere Phasen durchgemacht habe. Auf die erste Reaktion – ich kann es kaum fassen – folgte rasch ein »Wie soll ich das je schaffen?« In der Nacht, nachdem das Exposé eingetroffen war, habe ich kaum ein Auge zugemacht. Ein paar Tage lang habe ich viele Gedanken gewälzt. Aber nachdem ich mich einmal an die Arbeit gesetzt hatte, lief es überraschend glatt. Ich bin in der Zeit oft mit einem ziemlich blöden Grinsen im Gesicht rumgelaufen, habe ich mir sagen lassen.

Alexandra Trinley: Wie geht es mit deinem Schreiben weiter?

Dietmar Schmidt: Im Moment schreibe ich an Band 10 der Miniserie. Danach will ich mich wieder eigenen Werken zuwenden.

Alexandra Trinley: Was für eigene Werke?

Dietmar Schmidt: Wenn es meine Zeit erlaubt, arbeite ich an einer SF-Serie um einen unfreiwilligen Helden. Darin mischen sich Space-Opera-Elemente mit Film Noir. Das Ganze ist allerdings schon länger Großbaustelle als der BER. Beim Schreiben meiner Terminus-Romane habe ich wieder einmal klar gesehen, wie nützlich so ein Abgabedatum ist.

Alexandra Trinley: Dann danke ich dir für die Auskünfte und wünsche dir alles Gute.

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