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Wie ich Fan von jemand wurde, dessen Romane ich nie las …

William-VoltzWie ich Fan von jemand wurde, dessen Romane ich nie las …

Ich bin seit gut zwei Jahrzehnten Fan von Heftromanen. Dabei las und vor allem kaufte ich seit Teenagerjahren alles, was sich in den Regalen meiner Verkaufsstellen tummelte, solange es nur irgendwie übernatürlich war und nicht in den Alpen oder in Schlössern voller Adeliger spielte. Besonders John Sinclair hatte es mir angetan. Dazu gesellte sich schnell ein gewisser Meister des Übersinnlichen.

Auf Trödelmärkten entdeckte ich dann auch Perlen vergangener Jahre, wie zum Beispiel Macabros, Larry Brent, Dämonenkiller und die vielen kleinen Serien und Reihen, die oft nicht über ein paar Dutzend Romane hinausgekommen sind.

Einzig die Sci-Fi wurde lange stiefmütterlich von mir behandelt. Das änderte sich erst mit Maddrax, dass mir nach Professor Zamorra eine etwas größere Dosis Weltraumabenteuer verpasste. Bad Earth nahm mich dann vollends gefangen und auch Sternenfaust landete zumindest in meinen Regalen.

Irgendwie blieb aber die Überserie, die doch schon am längsten läuft und wohl den bekanntesten Namen trägt, immer außen vor. Vereinzelt lagen ein paar Perry Rhodan-Hefte, die ich bei größeren Einkäufen mit dazubekam, bei mir herum. Aber warum sollte ich die Nummern vierhundertirgendwas, eintausendundeinpaarzerquetschte und noch so was aus der Mitte völlig zusammenhanglos lesen?

Mein Interesse für Perry Rhodan wäre wahrscheinlich nie geweckt worden, wenn ich nicht durch glückliche Umstände einen gewissen Christian Montillon kennengelernt hätte, der durch andere Umstände, vor allem durch großes Können und Fleiß, als Autor zur Serie um den Erben des Universums gestoßen war.

Schon bei Professor Zamorra war er damals neben dem unvergessenen W.K. Giesa mein Lieblingsautor. Was lag also näher, als auch mal bei Perry Rhodan reinzuschnuppern? Ich tat dies, doch es blieb vorerst beim Schnuppern. Auch bei späteren Versuchen scheiterte ich bei meinen Einstiegen mitten in einem Zyklus. Zu wenig verstand ich von der Vielfalt der Begriffe, die mir da um die Ohren flogen. Trotzdem merkte ich schon da die Qualität, die der Serie zu eigen war.

Mein Einstieg glückte dann endgültig mit Band 2700 und dem Zyklus um das atopische Tribunal. Schließlich übernahm Christian Montillon dort auch zusammen mit Wim Vandemaan die Exposéarbeit. Ein guter Grund, endlich mal hartnäckig am Ball zu bleiben. So hartnäckig ich eben bin. Bei allen Serien, die ich verfolge, hänge ich endlos weit im Lesestoff zurück. Darum halte ich mich meist auch aus Foren fern, um nicht gespoilert zu werden.

Wie schlage ich nun den Bogen von Christian Montillon zu dem Mann, um den es eigentlich in der Überschrift ging? Beide verbindet die Serie, an der sie arbeiten und die Verantwortung, die sie dafür tragen.

Und bei dem, was ich so über den Autor las, an dem man nicht vorbeikommt, wenn man sich als Fan mit der Geschichte von Perry Rhodan befasst, erkenne ich durchaus noch andere Parallelen zu Christian Montillon. Eine offene und freundliche Art, Respekt für die Mitmenschen und einen guten Draht zu den Fans.

Der Mann, von dem ich rede, ist William Voltz. Über ihn als Autor brauche ich nichts zu sagen. Jeder Perry Rhodan-Fan kennt ihn und ich könnte nichts Neues zu dem Wissen über ihn beitragen.

Als er am 24. März 1984 viel zu jung starb, war ich selbst gerade ein knappes Jahr alt. Bis ich zu Perry Rhodan kam, vergingen weitere Jahrzehnte, in denen ich nicht einmal seinen Namen kannte. Doch dann interessierte mich die Serie und ich kam natürlich an William Voltz nicht vorbei. So entdeckte ich auch die Homepage www.williamvoltz.de, auf der Inge Mahn-Voltz, seine Ehefrau, die Biografie des Autors veröffentlicht. Zurzeit gibt es 38 Episoden aus dem Leben von William Voltz. Und je mehr ich davon las, umso mehr hatte ich das Gefühl, dass mir dieser Mann, von dem ich vor Kurzem noch nichts wusste, immer vertrauter wurde.

Unbemerkt wurde ich ein Fan von ihm, obwohl ich bis heute noch keinen seiner Romane gelesen habe. Nun, das wird sich bald ändern. Anfangen werde ich mit dem William Voltz-Gedächtnisband, den ich mir gerade ersteigert habe. Die darin enthaltenen Nachrufe und Erinnerungen von Kollegen und Weggefährten haben mich weiter darin bestärkt, dass William Voltz ein besonderer Mann war.

Und nun muss ich noch einmal den Bogen zur Gegenwart schlagen. Ich hoffe sehr, dass Christian Montillon mindestens ebenso lange wie William Voltz die Verantwortung für Perry Rhodan trägt. Die Anlagen, dass er irgendwann, in ferner Zukunft, eine ebenso große Fangemeinde wie WiVo haben wird und man sich auch an ihn als herausragenden Autor und vor allem großartigen Menschen erinnern wird, sind gegeben.

(om)

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