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Die Leipziger Buchmesse 2015

Die Leipziger Buchmesse 2015

Zum vierten Mal in Folge waren wir zusammen mit Joachim Otto am Stand der Romantruhe dabei. Über die Messe selbst kann ich also gar nicht so viel berichten, denn Standdienst heißt, dass man die Messe aus dem Blickwinkel seiner fünf angemieteten Quadratmeter erlebt. Aber das sollte reichen, um an dieser Stelle über die für uns besten fünf Quadratmeter des Messegeländes einen eindrucksvollen Rückblick zu geben.

Premiere in diesem Jahr war für Wolfgang und mich die Anreise mit der Bahn. So entspannt sind wir noch nie in Leipzig angekommen. In Leipzig waren wir mit einem Mietwagen dann mobil und erreichten Mittwoch Nachmittag das Messegelände zum Aufbau des Standes der Romantruhe. Joachim Otto war ebenfalls schon da, sodass wir relativ schnell fertig wurden. Nach dem Erfolg mit Sherlock Holmes im letzten Jahr wurden eben diese Hörspiele und Bücher auch in diesem Jahr wieder als Highlight präsentiert. Hier greife ich mal vor: Sonntagabend waren alle Hörspiele und Bücher restlos ausverkauft!

Nach dem Aufbau waren wir dann zum ersten Mal richtig in Leipzig. Oder um es mit Goethes Worten auszudrücken:

Wer nach Leipzig zur Messe gereist,

Ohne auf Auerbachs Hof zu gehn,

Der schweige still, denn das beweist:

Er hat Leipzig nicht gesehn.

Nun haben wir Leipzig also auch mal richtig gesehen. Allerdings haben wir es an den folgenden Abenden vorgezogen, nach der Messe nicht mehr in die Stadt zu fahren, weil es in unmittelbarer Nähe des Messegeländes ein kleines Dorf gibt, wo man im Landgasthof das beste Essen bekommt, jedenfalls für unseren Geschmack, und das in einem Ambiente, das seinesgleichen sucht.

Doch zurück zur Messe. Kaum war diese eröffnet, strömten die Besucher in die Hallen. Donnerstag und Freitag waren wie immer viele Schüler unterwegs, die mit ihren Aufgaben- oder Fragebögen auch zu uns kamen. Sherlock Holmes und Geister-Schocker ziehen eben auch viele junge Leser an den Stand, was uns und besonders Joachim Otto sehr freut. Beide Nachmittage verliefen dann etwas ruhiger, was uns in den Irrglauben führte, die Messe sei in diesem Jahr nicht ganz so gut besucht. Das änderte sich am Samstag schlagartig, da wussten wir, ohne die Besucherzahlen zu kennen, dass das ein neuer Besucherrekord sein musste. Bewundernswert fanden wir all jene Besucher, die sich aus der Masse schälten und trotz der Enge mit uns ins Gespräch kommen wollten. Genau diese Gespräche machen eine Messe zu einem besonderen Erlebnis. Ob Jung oder Alt, Mann oder Frau, es war einfach nur schön zu sehen, wer sich alles für das kleine, feine Programm der Romantruhe und damit auch des Geisterspiegels interessiert, wer es liest oder hört. Mir als Buchhändlerin gibt das den Mut, diese Chance zu nutzen, und so werde ich demnächst einige außergewöhnliche Titel in mein Sortiment aufnehmen.

Am Samstag war Frank Bruns, den Geisterspiegel-Lesern besser bekannt als Amanda McGrey, zu Gast und hat signiert. Romantruhe hat neben all den Gruselthemen auch historische Romane im Programm, wie zum Beispiel die Reihe Genevier von Frank Bruns, die bei den Besuchern ebenfalls großen Anklang fand.

Neben den Buchmessebesuchern hatten wir natürlich auch viel Kontakt zu Autoren und Aussteller-Kollegen. Die Fantasy-Leseinsel war geradezu umzingelt von kleinen Verlagen, die sich phantastischen Themen gewidmet haben. Fast wie auf einem Con eine gute Gelegenheit, sich über Neuerscheinungen der Kleinverlagsszene zu informieren, über viele Themen auszutauschen oder einfach auch mal über Privates plaudern, denn im Lauf der Jahre sind viele Kollegen zu Freunden geworden. Stellvertretend seien hier gezeigt und genannt Kerstin Groeper vom Traumfänger Verlag, Schemajah Schuppmann vom Papierverzierer Verlag und Steffen Janssen vom Luzifer Verlag.

Der Freitag stand ganz im Zeichen von John Sinclair. Da einer von uns am Stand der Romantruhe bleiben musste, haben Joachim Otto und Wolfgang die Signierstunde mit Jason Dark besucht und sind natürlich mit dem geistigen Vater von John Sinclair ins Gespräch gekommen. Wolfgang freute es besonders, dass Helmut Rellergerd sich noch gut an ihn erinnern konnte. Der letzte persönliche Kontakt liegt ja doch schon einige Jahre zurück. Am Abend waren wir dann Zeugen, als Das Ende von John Sinclair zumindest als Hörspielserie verkündet wurde. Liebe Leser, Sie ahnen oder wissen es bestimmt schon, ein Ende ist immer auch ein Anfang und was hinter dem Ende von John Sinclair steckt, darüber berichtet Wolfgang in einem eigenen Artikel. Für uns bot sich mit dem Ende die Gelegenheit, an diesem bei der Präsentationsveranstaltung auf dem Leipziger Südfriedhof teilzunehmen, zwei der limitierten Hörspielboxen zu erwerben und eine eindrucksvolle Erinnerung mit nach Hause zu nehmen.

Nach dem Besuch auf dem Südfriedhof machte Wolfgang noch einen Abstecher in die Drachengasse 13. Es ist immer wieder schön zu hören, wie sich die beiden Autoren Christian Humberg und Bernd Perplies in einer Lesung ergänzen. Und Thomas Jeiers Lesung aus seinem neuen Kinderbuch Null Null Schnauze: Bogey jagt den Tortendieb haben wir uns auch nicht entgehen lassen.

All die Lesungen auf der Fantasy-Leseinsel haben wir zumindest mit gehört. Schade, dass wir kein Fenster in der Rückwand unseres Standes hatten, sonst hätten wir dabei immer in der ersten Reihe gesessen. Umso größer war dafür die Freude, dass viele Autoren wie Markus Heitz, Michael Peinkofer, T.S. Orgel, Bernhard Hennen, Wolfgang Hohlbein, Tom Daut und viele andere mehr vor oder nach ihren Lesungen bei uns vorbeigeschaut haben.

Das Besondere an der Leipziger Buchmesse, und das soll nicht unerwähnt bleiben, sind auch die teils schillernden Kostüme der Cosplayer. Die Manga-Comic-Convention ist fester Bestandteil der Messe und sorgt für reichlich Abwechslung und Spaß. Von all den Kostümen hat mir eins ganz besonders gefallen.

Insgesamt war die Leipziger Buchmesse 2015 auch in diesem Jahr wieder ein Erlebnis, an das wir uns mindestens bis zur nächsten Leipziger Buchmesse gern erinnern werden. Wir bedanken uns an dieser Stelle ganz herzlich beim Team der Leipziger Buchmesse, das wie jedes Jahr für einen reibungslosen Ablauf der Messe gesorgt hat.

Einige Messeimpressionen

(ab)

4 Antworten auf Die Leipziger Buchmesse 2015

  • Raphael Marques sagt:

    Das klingt ja alles wieder super interessant!
    Irgendwann werde ich hoffentlich auch mal nach Leipzig zur Buchmesse kommen, auch wenn es sooo weit weg ist. Vielleicht sehen wir uns ja dieses Jahr mal auf dem Marburg Con!? 🙂

    Habt ihr bei der Gelegenheit eigentlich auch ein Interview mit Helmut Rellergerd geführt?

    • W. Brandt sagt:

      Raphael, so weit ist Leipzig von Hessen nicht entfernt. Ich war erstaunt darüber, wie schnell und preiswert man mit der Bahn in Leipzig ist. Es wäre schön, wenn wir uns im nächsten Jahr am Stand der Romantruhe sehen könnten. Wer einmal dort war, wird es nicht bereuen und gern wiederkommen.
      Doch zuvor steht ja der MarburgCon als Heimspiel an. Anke und ich werden wie in den Jahren zuvor wieder mit von der Partie sein.
      Mit Jason Dark alias Helmut Rellergerd wird es zu einem Interview kommen, welches Joachim Otto noch abklären will. In Leipzig habe ich den Autor zwar sprechen können, doch seine Zeit auf der Buchmesse und in der Haupttrauerhalle des Leipziger Südfriedhofes war sehr eng bemessen.

  • Es war wirklich eine tolle Messe mit vielen schönen Erlebnissen drum herum. 🙂

  • Es war einfach klasse! Und die CD der CORSARIN verursacht immer noch Gänsehaut

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