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Teenage Mutant Ninja Turtles 1

Kevin Eastman, Tom Waltz, Dan Duncan, Ronda Pattinson
Teenage Mutant Ninja Turtles 1
Die Zeiten ändern sich

Comic, Panini, Stuttgart, Juli 2013, 100 Seiten, 12,95 Euro, ISBN: 9783862016778

Durch Genmanipulation, die in einem Labor an Tieren für Kampfzwecke durchgeführt werden, entsteht eine Mischung aus Tier und Mensch: Ratte Splinter wird zum Kampfkunstmeister und die 4 kleinen Schildkröten Leonardo, Donatello, Michelangelo und Raphael zu dessen Schülern – allerdings erst, als das Labor von Ninjas überfallen wird und die Tiere in einer New Yorker Kanalisation in einer speziellen Lösung landen. Die macht aus ihnen die bekannten Tiermutanten. Allerdings wird Raphael von den anderen getrennt und muss sich allein in einer für ihn unbekannten Welt durchschlagen. Das fällt ihm allerdings nicht schwer, denn er besitzt Einfallsreichtum und Durchschlagkraft. Mit der rettet er einen Jungen namens Casey Jones vor Schlägern. Von nun an sind beide unterwegs, um den Straßengags der Stadt den Kampf anzusagen. Dabei treffen sie auf Old Hob, einer mutierten Katze, die jetzt Anführer einer der Gangs ist. Raphael hat ihr die Trennung von den anderen zu verdanken. Auch seine Brüder und Splinter treffen immer wieder auf Old Hobs, der ihnen regelmäßig das Leben schwer macht.

Der 1. Band erzählt in Rückblenden, wie es zur Verwandlung von Splinter und den 4 Schildkröten kam und wie sie ihren späteren Verbündeten Casey und April O’Neil begegneten. Außerdem erläutert der Band ihre jetzige Situation. Als Parodie auf bekannte Superhelden wie Daredevil oder X-Men aus der Taufe gehoben entwickelte sich der Comic bald zu einem großen Erfolg, der unter anderem Zeichentrick- und Realverfilmungen, ein Rollenspiel, Videospiele, Bücher und Merchandise nach sich zog. Die jetzige Version erzählt eine etwas abgewandelte Story der Anfänge der Turtles. April z.B. ist keine Reporterin (wie im Zeichentrickfilm), sondern eine Praktikantin im Labor, das die Tiere zu Versuchszwecken hält. Als Gegner treten auch immer mal wieder andere auf; hier ist es Old Hobs. Die männlichen Figuren wirken (typisch amerikanisch) wie mit Anabolika aufgeblasen – da waren die Figuren der Zeichentrickserie vom Körperbau her wesentlich sympathischer. Bleibt noch eine Frage: Warum werden eigentlich immer wieder Alternativgeschichten zu den Turtles entwickelt? Meine Vermutung: Wegen des Verkaufs und weil allmählich die Ideen ausgehen. Jedenfalls braucht man den neuen Comic nicht unbedingt; er ist höchstens für Hardcore-Fans interessant.

(ud)