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Im Gespräch mit Cairiel Ari

Seit März ist der Fantasyroman Der Verfluchte auf dem Markt, Auftaktband der Trilogie Die Chroniken von Heratia des Debütautors Cairiel Ari und gleichzeitig der erste Roman, der vom jungen Hamburger Kleinverlag Weltenschmiede überhaupt veröffentlicht wurde.
Ari hat sich bereit erklärt, einige Fragen zu seinem Pseudonym, dem Roman und seiner Entwicklung und kommenden Projekten zu beantworten.

Geisterspiegel: Hallo Cairiel. Da du unter Pseudonym schreibst, sind nur sehr wenige Infos über dich im Netz zu finden. Kannst du ein bisschen was zu dir verraten?

Cairiel Ari: Gerne. Ich lebe zusammen mit meinem Hund in Bayern, irgendwo zwischen zahlreichen Hopfengärten und Spargelfeldern. Ich studiere Übersetzen und Dolmetschen und beschäftige mich neben meinem Studium generell gerne mit fremden Sprachen und Kulturen.

Geisterspiegel: Bedeutet dein Pseudonym eigentlich etwas?

Cairiel Ari: Nein, der Name gefällt mir einfach gut.

Geisterspiegel: Weshalb hast du dich dazu entschieden, nicht unter deinem Realnamen zu veröffentlichen?

Cairiel Ari: Es war keine bewusste Entscheidung, das hat mir mein Verlag, die Weltenschmiede, aus einem Missverständnis heraus abgenommen. Ich habe die Verlegerin über das Pseudonym kennengelernt, und ehe ich Gelegenheit dazu hatte, sie über meinen richtigen Namen aufzuklären, hat sie schon bekannt gemacht, dass »Cairiel Ari« bei ihr veröffentlichen würde. Die E-Mail, in der ich sie bat, doch meinen richtigen Namen zu verwenden, hatte ich schon getippt, es mir dann aber anders überlegt und sie nicht abgeschickt. Cairiel klingt viel phantastischer als mein eigentlicher Name, weswegen ich nichts dagegen habe, Fantasyromane unter diesem Pseudonym zu veröffentlichen.

Geisterspiegel: Im März ist im Weltenschmiede-Verlag dein Roman Der Verfluchte erschienen, Auftakt der Trilogie Die Winterchroniken von Heratia und sowohl für dich als auch für den Verlag der erste Roman. Wie ist der Kontakt zustande gekommen? Hast du es als Risiko empfunden, deinen Erstling einem »unbeschriebenen Blatt« an Verlag zu überlassen?

Cairiel Ari: Ich habe die Verlegerin in einem Schreibforum kennengelernt. Ein Risiko war es für mich auf jeden Fall, ich wusste ja weder, ob der Verlag gute Cover für seine Bücher auftreibt, noch wie die Qualität der Publikationen allgemein ist. Hätte ich länger darüber nachgedacht, wäre ich es wohl nicht eingegangen, aber ich habe spontan ein Manuskriptangebot hingeschickt und als es genommen wurde, habe ich auch nicht mehr abgelehnt. Und wenn man sich das Cover ansieht – gerade im Vergleich zu anderen Kleinstverlagen, bei denen mir so manches Cover eher nicht gefällt –, hatte ich sehr großes Glück mit der Weltenschmiede. Manchmal lohnt es sich, im Leben ein kleines Wagnis einzugehen.

Geisterspiegel: Die Welt, die du für deinen Roman erschaffen hast, macht einen sehr detailreichen Eindruck, auf deiner Facebook-Seite hast du auch ältere Zeichnungen dazu online gestellt. Wie lange arbeitest du schon an ihr? Und was gab es zuerst – die Welt oder die Idee zur Handlung der Winterchroniken?

Cairiel Ari: An der Welt bastle ich nun schon seit rund fünf Jahren. Die Idee zu den Winterchroniken wurde vor ungefähr drei Jahren geboren, von daher ist Heratia etwas älter.

Geisterspiegel: In deinem Roman tauchen verschiedene waffenlose Kampfkünste auf, die du teils recht detailreich beschreibst. Haben sie reale Vorbilder?

Cairiel Ari: Ja, aber keine bestimmten. Ich orientiere mich an allen möglichen real existierenden Kampfkünsten, weil sie mich generell sehr interessieren. Was läge da näher, als sie auch ein wenig in meine Geschichten einfließen lassen, um meinen Protagonisten andere Mittel zur Verfügung zu stellen als die oft gelesenen Schwerter usw.?

Geisterspiegel: Hast du einen Liebling unter deinen Figuren?

Cairiel Ari: Seran natürlich. Ich liebe es, mit ihm meine anderen Figuren zu ärgern.

Geisterspiegel: Kannst du schon etwas über den zweiten Band der Trilogie verraten?

Cairiel Ari: Der Leser wird auf jeden Fall einen größeren Teil von Heratia kennenlernen als nur Jadestadt und einen Teil von Uratha. Wir werden ein paar neue Figuren antreffen, die mir allesamt bereits sehr ans Herz gewachsen sind – ich hoffe, den Lesern geht es später nicht anders. Und der arme Seran wird zu spüren bekommen, dass aufmüpfige Sprösslinge nicht einfach sind … vor allem, wenn es sich dabei um eine Halbgöttin handelt.

Geisterspiegel: Neben weiteren Heratia-Büchern arbeitest du auch an den Romanen zum Rollenspiel Vampires Dawn. Wie ist es zu dieser Zusammenarbeit gekommen?

Cairiel Ari: Eigentlich ist das noch gar nicht offiziell, aber das wäre dann wohl hiermit geändert. Zu der Zusammenarbeit zwischen mir und Alexander Koch, dem Erschaffer von Vampires Dawn, ist es gekommen, weil ich seine wundervolle Geschichte schon immer in Buchform sehen wollte. Ich habe ihn gefragt, ob ich es schreiben dürfe, und er hat eingewilligt. Jetzt heißt es nur noch geduldig darauf zu warten, bis es endlich veröffentlicht ist.

Geisterspiegel: Von der klassischen Völkerfantasy der Winterchroniken bis zu Vampires Dawn ist es schon ein nicht ganz kleiner Genreschritt. Was würde dich noch reizen, mal zu schreiben?

Cairiel Ari: Historische Romane! Vor allem zur Zeit der Kreuzzüge, für mich ein hochinteressantes Thema. Im Moment arbeite ich sogar an einem Projekt in diese Richtung. Mal sehen, was daraus wird.

Geisterspiegel: Stehen demnächst noch weitere Veröffentlichungen von dir an?

Cairiel Ari: Abgesehen von mehreren Kurzgeschichten in Anthologien nicht, nein. Aber mit dem zweiten Teil der Winterchroniken und Vampires Dawn bin ich vorerst gut bedient.

Geisterspiegel: Gibt es noch etwas, das du den (potenziellen) Lesern auf den Weg mitgeben willst?

Cairiel Ari: Ich freue mich immer sehr darüber, wenn sich Menschen auf eine Reise in meine Geschichten begeben. Für euch möchte ich mein Bestes geben und bei jedem Roman, den ich verfasse, über mich hinauswachsen.

Geisterspiegel: Vielen Dank für das Interview!

Das Interview führte Alessandra Ress per E-Mail.

Copyright © 2013 by Alessandra Ress

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