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Royal Rumble 2013 – If you smell … what The Rock is cooking!

Das also war er, der Royal Rumble 2013. Und ja – was für eine Show die WWE hier auffuhr. Hatte man bei einigen Veranstaltungen 2012 im Anschluss das dringende Bedürfnis, sein Geld zurückzuverlangen, so war dies hier nicht der Fall. So viel sei an dieser Stelle verraten.

Aber gut – gehen wir der Reihe nach vor.

Wie inzwischen üblich nutzte die WWE die Pre-Show, um über Youtube und die eigene Webseite kräftig die Werbetrommel für die PPV-Veranstaltung zu rühren.
Neben diversen Rückblenden ging es in der Pre-Show vor allem um den Titel des United States Champion.
Dieser wird bekanntlich von Antonio Cesaro gehalten; ein Heel, der nicht nur körperlich zu beeindrucken weiß. Auch seine Technik ist meiner Meinung nach durchaus sehenswert.
Sein Herausforderer war niemand anderes als The Miz. Dieser jagte in den letzten Monaten nahezu jeden Titel und wurde dabei irgendwie zum Face. Zudem übergab ihm Ric Flair offiziell den Figure Four Leg Lock, sodass dies ein Spektakel werden konnte.
Tatsächlich gingen beide sofort zu Werke, doch früh war klar, dass Cesaro am Ende mit dem Titel nach Hause gehen würde. Seine Dominanz wurde nur durch seltene Konter unterbrochen, der finale Akt war weder überraschend noch in irgendeiner Form bemerkenswert. Immerhin war es ein sauberer Sieg und die Action war durchaus dazu geeignet, zahlende Kunden vor die Bildschirme oder ins Web zu locken.
Eine Anmerkung bleibt jedoch – die WWE mag großartige Veranstaltungen ausrichten können; eine Pre-Show ohne Probleme über Youtube zu streamen, scheinen sie jedoch nicht hinzubekommen.

Die Pre-Show endete, der PPV begann. An der Ringseite saßen Cole, Jerry Lawler und JBL. Zu diesen Männern werde ich in der Folge nichts mehr sagen, darum hier: Sie leisteten den ganzen Abend über hervorragende Arbeit. Gerade JBL kam mehr und mehr in Fahrt. Zudem schafften sie es, auch Nuancen zu erwähnen, die den Zuschauern in all der Action vielleicht entgangen waren.
Mir gefällt diese Kombination aus einem echten, harten Heel-Kommentator, einem eher neutralen Cole und Face-Lawler.
Ach ja, die mexikanischen Kommentatoren hatten auch etwas zu sagen, aber was auch immer es war – ich werde es nicht erfahren.

Die eigentliche Show eröffnete mit dem Match zwischen Big Show und Alberto „ich bin jetzt Face“ Del Rio um den Titel des World Heavyweight Champion.
Letzterer war amtierender Titelträger, nachdem er in einer Smackdown-Folge drei Wochen zuvor Big Show den Titel abnehmen konnte – in einem Last Man Standing Match begrub er Show unter dem Sprecherpult.
Show, darüber alles andere als erfreut, schwor bitterliche Rache. In der Pre-Show verglich er seinen Gegner mit einem Mann, der in der Lotterie gewonnen hat; das würde aus dem Gewinner keinen guten Geschäftsmann machen. So sei es auch mit Del Rio – er habe in der Lotterie gewonnen, aber keiner würde ihn [Big Show] zweimal besiegen.
Die Zeichen standen also auf Sturm, als Big Show die Arena betrat.
Ihm folgten Del Rio und sein persönlicher Ringsprecher Ricardo Rodriguez.
Lustig war, dass die WWE hier eine kleine Überraschung einbaute – auf dem Weg zum Ring trafen die beiden auf niemand geringeren als Bret „The Hitman“ Hart, was die Zuschauer in der Halle mit entsprechendem Lärm bedachten. Hart lobte Del Rio und schenkte Rodriguez seine Sonnenbrille … Mir gefiel diese Szene außerordentlich, denn Bret Hart war einst mein Favorit. Inzwischen tauchte er immer mal wieder auf, und jedes Mal spüre ich dieses nostalgische Gefühl. Das war schon bei Raw 1000 …
Okay, ich schweife ab …

Im Ring ging Big Show sofort zur Sache und dominierte Del Rio über weite Strecken. Beide Männer schenkten sich nichts, droschen mit Stühlen aufeinander ein oder schlugen sich außerhalb des Rings zu Boden.
Am Ende war es jedoch Rodriguez, der den Sieg für seinen Herr und Meister einfuhr, denn während Del Rio seinen Gegner mit einem Cross Arm Breaker im Griff behielt, klebte Rodriguez Big Shows Beine mit Panzerband an das untere Ringseil.
Der Ringrichter zählte bis 10 und Del Rio war alter und neuer World Heavyweight Champion.
Meine Meinung:
Spannend, actionreich und ein Ende, mit dem sicherlich niemand rechnete. Die Idee, Big Show ans Seil zu kleben, gefiel mir außerordentlich gut. Seien wir ehrlich – Big Show kann man kaum mit normalen Methoden besiegen. Da muss es schon so ein Trick sein, der zudem für ein paar Lacher sorgt.
Wer darauf gehofft hatte, dass Ziggler endlich – ENDLICH – seinen MitB-Vertrag einlöst, sah sich einmal mehr enttäuscht. Demnach wird Ziggler noch länger mit seinem blauen Köfferchen durch die Gegend laufen …

Nach einem Interview mit Ziggler ging die Action im Ring weiter – Team Hell, No musste den Tag Team Titel gegen Team Rhodes Scholars verteidigen.
Machen wir es kurz – das Match dauerte keine zehn Minuten, nach ein bisschen Hin und Her war es vorbei und Hell, No konnten mit dem Titel den Ring verlassen.
Meine Meinung:
Wenn die WWE kurz vor dem eigentlichen Royal Rumble geplant hatten, die Zuschauer ein wenig einzulullen und schläfrig zu machen, dann gelang ihnen dies mit diesem Match. Hatten sie jedoch Spannung, Action und Humor im Sinn, dann …
Besser war das Geplänkel zwischen Daniel Bryan und Kane nach dem Kampf, als beide ihre Nummern für den Royal Rumble erhielten.

Nach weiteren, kleinen Einspielungen begann das, was der Veranstaltung ihren Namen gibt – der Royal Rumble.
30 Wrestler insgesamt; zwei von ihnen beginnen, alle 90 Sekunden kommt einer hinzu. Wer über das obere Ringseil geht und mit beiden Füßen den Boden berührt, scheidet aus.
Jener, der am Ende alleine im Ring steht, hat gewonnen. Simpel – und doch alles andere als leicht für die Athleten.
Den Anfang machte Ziggler. Er hielt eine kleine Rede und sagte, ihn kümmere nicht, wer nun käme. Das Publikum war anderer Meinung, und als die Musik von Chris Jericho erklang, brach Jubel aus. Beide haben eine bewegte Vergangenheit, die sich hier nahtlos fortsetzte. So, als sei Jericho nie weg gewesen …
Wir erinnern uns – 2012 fehdeten er und Ziggler, was darin gipfelte, dass Ziggler seinen MitB-Vertrag, Jericho seinen WWE-Vertrag in einem finalen Match aufs Spiel setzten. Jericho verlor und verließ die WWE.
So weit die Story.

Tatsächlich war Jerichos Vertrag mit der WWE von Anfang an befristet gewesen, da er mit seiner Band Fozzy ein Album aufnahm und es promoten wollte. Auch eine Tour folgte. Seine Rückkehr war sicherlich die größte Überraschung des Abends.
Ich halte mich nun nicht mit einer Beschreibung der Kämpfe auf, sondern liste auf, wer nach und nach in den Ring kam:

  1. Dolph Ziggler
  2. Chris Jericho
  3. Cody Rhodes
  4. Kofi Kingston
  5. Santino Marella (er war der Erste, der über die Seile ging und den Rumble verließ)
  6. Drew McIntyre
  7. Titus O’Neil
  8. Goldust
  9. David Otunga
  10. Heath Slater
  11. Sheamus
  12. Tensai
  13. Brodus Clay
  14. Rey Mysterio
  15. Darren Young
    (Es wurde berichtet, dass nach dessen Abgang einer der Ringrichter das X-Zeichen mit den Armen formte. Wer es nicht weiß: Bildet der Ringrichter mit den Armen ein X, bedeutet dies, dass einer der Wrestler tatsächlich verletzt ist und Hilfe braucht. Es ist also ein Symbol, das den Helfern anzeigt, dass Verletzungen oder Ausfälle nicht zur Story gehören.)
  16. Bo Dallas (NXT-Wrestler, der seinen Platz beim Rumble beim Fan-Fast gewann)
  17. Godfather
    (yeah, richtig. Die Zuschauer waren höchst erfreut, auch wenn er sofort wieder gehen musste, da er von Ziggler eliminiert wurde)
  18. Wade Barrett
  19. John Cena
  20. Damien Sandow
  21. Daniel Bryan
  22. Antonio Cesaro
  23. The Great Khali
  24. Kane
  25. Zack Ryder
  26. Randy Orton
  27. Jinder Mahal
  28. The Miz
  29. Sin Cara
  30. Ryback

Nach und nach lichteten sich die Reihen im Ring, bis am Ende Sheamus, Cena und Ryback übrig blieben.
Der keltische Krieger wurde eliminiert, sodass es ganz danach aussah, als würde Ryback seiner Favoritenrolle gerecht werden.
Doch Cena machte dem einen Strich durch die Rechnung und stand am Ende als Sieger im Ring.
Der Rumble dauerte 55 Minuten und Cena ist der vierte Wrestler überhaupt, der ihn zweimal gewinnen konnte (nach Hulk Hogan, Shawn Michaels und Steve Austin).
Meine Meinung:
Ja, ja, ja, ja, ja … Nicht Ryback!
Ich mag dieses Gimmick nicht. Weder seine „Feed me more!“-Rufe, noch sein tumbes Auftreten. Er wirkt, als habe ein Wissenschaftler einen Neandertaler klonen wollen und das sei das traurige Ergebnis. Gibt es keine Mammuts, die er jagen kann? Ach nein, ausgestorben. Säbelzahntiger auch. Die Natur ist sehr ungerecht!
Anfangs, als er Jobber zu Mus verarbeitete, war es ja okay. Aber dass er früh einen Titelkampf gegen C. M. Punk bekam und seitdem wie ein Bulldozer durch den Ring fegt, das ist nicht mehr okay. Denn tatsächlich hat das Gimmick außer dumpfem Gebrüll und „dummes Gucken“ nichts zu bieten. Und das ist ein bisschen wenig.
Cena hingegen, der wegen seiner OP auf einen Titelkampf verzichten musste und Ryback den Vortritt ließ, hat sich ein erfolgreiches 2013 durch einige Niederlagen und Rückschläge 2012 verdient.
Natürlich mögen ihn nicht alle, und auch diesmal waren die Reaktionen gemischt. Ich hingegen bin ein Fan von John Cena. Ihn siegen zu sehen, gefiel mir daher ausgesprochen gut.
Obwohl – und hier kommt das große Aber … – dieser Ausgang eigentlich auch dem letzten Skeptiker zeigte, wohin die Reise gehen würde.
WrestleMania steht vor der Tür, der Sieger des Rumble erhält dort ein Titelmatch nach Wahl.
Wir erinnern uns zudem an WM 2012, als Cena gegen The Rock verlor. Nun also gewann Cena den Rumble und das Titelmatch von The Rock gegen Punk stand noch aus … Auch der letzte Punk-treue Zuschauer dürften hier begriffen haben, was uns die WWE sagen will. Die Frage war nur noch, wie sie es machen …

Nach dem Runble stand also der Main Event auf dem Programm – The Rock gegen C. M. Punk im Kampf um den WWE Champion-Titel.
In den letzten Folgen von Raw und Smackdown wurde dieser Fight gehypt; angekündigt war ein Titelkampf von The Rock schon lange, denn bei Raw 1000 forderte er den Titelträger – damals wollte Cena den Titel von Punk – heraus.
Nachdem die kleine Gruppe The Shield mehrfach interveniert und sogar The Rock angegriffen hatte, verkündete Vince McMahon zudem, dass Punk seinen Titel verlieren würde, käme es erneut zu einem Eingreifen.
Entsprechend gespannt waren alle auf den Hauptkampf.
Und dieser startete, wie man es erwarten durfte. The Rock prügelte auf Punk ein, dieser konterte mit Tritten.
Es ging hin und her, nicht nur im Ring, sondern auch außerhalb des Rings. Auf dem Sprechertisch wollte Punk seinen GTS ansetzen, Rock konterte mit einem Rock Bottom. Oder anders – er wollte kontern, denn plötzlich schrie der Tisch, dass er genug davon habe, dass alle auf ihm rumtrampeln – und brach zusammen.
Okay, der Tisch brach kommentarlos zusammen, was aber am Resultat nichts änderte. Denn an der Art, wie beide landeten, konnte man sehen, dass dies nicht geplant war. Entsprechend angeschlagen waren Punk und The Rock für einen Moment, ehe sie sich wieder fingen und die Action erneut startete.
Letztlich hatte The Rock seinen Gegner, wo er ihn haben wollte. Er setzte zum finalen Schlag an, das Licht erlosch und man hörte Rumoren. Cole schrie Ringrichter Chioda zu, dass es The Shield sei, doch sehen konnte man nichts.

Dann ging das Licht wieder an und The Rock lag darnieder. Punk tat, als habe er keine Ahnung, was geschehen sei. Und auch Chioda zeigte an, dass er nichts habe erkennen können. Der Kampf ging also weiter. Punk rollte The Rock in den Ring, pinnte ihn und siegte.
Nach etwas über 21 Minuten war Punk damit alter und neuer WWE-Champion.
Theoretisch …

Denn praktisch unterbrach die Musik von Vince McMahon die Feier von Punk. McMahon sagte, er sei nicht dumm. Auch wenn sie faktisch nicht gesehen hätten, was geschehen sei, wüsste er doch, dass The Shield wieder zugeschlagen habe. Und so käme, was er zuvor gesagt habe. Als Vorsitzender sei es seine Aufgabe …
An dieser Stelle unterbrach The Rock die Rede von McMahon. Er sagte, dass der Abend keinesfalls so enden solle. Nicht er – McMahon – würde Punk den Titel abholen, sondern er selbst. Er bat darum, das Match neu zu starten.
McMahon dachte darüber nach, dann gab er den entsprechenden Befehl.
Punk, höchst unerfreut, ging auf The Rock los, doch diesmal konnte er sich nicht durchsetzen. Am Ende war es der People’s Elbow, der Punks Regentschaft als WWE-Champion beendete.
Nach weniger als zwei Minuten nach dem Restart konnte The Rock seinen Erfolg feiern.
Meine Meinung:
Nach den seltsamen Hauptkämpfen, die uns die WWE 2012 zumutete, war dies ein würdiges Finale. Kein Tiefschlag eines Ringrichters, kein Unentschieden … Der Kampf endete mit einem klaren Sieg für The Rock. Damit versöhnte die WWE, denn ehrlich gesagt haben mich die seltsamen Matchverläufe der jüngeren Vergangenheit zunehmend gestört. Wäre es wieder so unbefriedigend zu Ende gegangen, ich hätte das Notebook auf den Boden geworfen und einen Tanz darauf aufgeführt. Gut, dass es mir erspart blieb.

Der Pfad dürfte zudem klar sein. Bei WrestleMania stehen sich The Rock und Cena gegenüber; ich tippe auf einen Sieg von Cena, denn The Rock ist kein dauerhafter Charakter. In leichten Dosen genossen macht er viel Spaß, aber dauerhaft wäre es zu viel. Zudem hat er eine erfolgreiche Karriere neben der WWE; er wird weiterhin Filme drehen und die Zuschauer auf diese Weise erfreuen. F&F 6 sollte 2013 anlaufen …

Die Show endete mit der Feier von The Rock.

Fazit:
Die WWE hat 2013 zünftig begonnen und ich freue mich auf das, was kommen wird. Heute ist Montag, heute kommt Raw und das wird interessant.

Korrekturhinweis 31.01.2013: In der Original-Version des Artikels hieß es, F & F 5 solle 2013 anlaufen. Es ist jedeoch bereits der sechste Teil der Serie. Mit Dank an den User, der mich darauf aufmerksam machte, bitte ich dies zu entschudligen.

43 Antworten auf Royal Rumble 2013 – If you smell … what The Rock is cooking!

  • …und was hat das alles mit Büchern und Literatur zu tun?

  • Gunter Arentzen sagt:

    Hallo Alfred,
    ich habe gerade einen Blick in unser Impressum geworfen – und dort nicht gefunden, dass wir auf Bücher und Literatur festgelegt sind.
    Sonst dürften wir auch nicht über Filme berichten. Und eine Live-Show der WWE ist ebenso fiktional wie ein Thriller, Horror-Film oder Western.
    Wrestling ist eine fictionale Show, bei der Darsteller etwas aufführen.
    Ich hatte eine Weile überlegt, ob ich eine kleine Wrestlingecke eröffnen soll, fand aber keinen Grund dagegen. Es geht um Action, es geht um Gut und Böse, es geht darum, dass Geschichten erzählt werden – und damit passt es zu einem Magazin, das sich mit Action und Geschichten befasst.
    Es gibt sicherlich Besucher unserer Seite, die dieses Thema mögen. Wer es nicht mag, wird nicht gezwungen, den Artikel zu lesen. Er ist immerhin als Wrestling-Artikel gekennzeichnet.

  • Raphael Marques sagt:

    Ehrlich gesagt weiß ich auch nicht was Wrestling beim Geisterspiegel zu suchen haben soll. Es geht mir jetzt nicht darum, ob man Wrestling mag oder nicht, sondern einfach ums Prinzip.
    Gunter, deine Erklärung dazu finde ich ehrlich gesagt etwas an den Haaren herbeigezogen. Wenn man dieser Vorgabe folgen würde, könnnte man hier ja zu allen möglichen mehr oder weniger finktionalen Shows Artikel schreiben, z. B. American Gladiators, die Formel 1 oder sogar Fussball und Boxen.
    Ich finde, irgendwo sollte man für Themen, die in den GS passen und solchen, die eben nicht zu ihm passen, eine Grenze ziehen. Und die ist hier für mich definitiv überschritten.

  • Mohnflatter sagt:

    Hallo,
    als Gunter mir die Idee mit der Wrestling-Kolumne unterbreitete, bin ich nicht in Jubel ausgebrochen. Aber ich sah auch keinen Grund, nicht zuzustimmen, denn in einem Punkt hat Gunter recht: keiner MUSS diese Artikel lesen. Und ich stimmte zu, weil ich nicht einschätzen konnte und kann, inwieweit das Thema bei unseren Lesern angenommen wird. Warum also nicht etwas Neues versuchen? Schaut man sich im Netz um, findet man unendlich viele Seiten, die sich ausschließlich mit Literatur befassen, das haben wir von Anfang an nicht gemacht. Wir haben immer Themen geboten, die darüber hinaus gingen.
    Nun, ich denke, wir warten mal ab, wie andere Leser darüber denken. Wäre schön, wenn sich da einige zu Wort melden würden.

  • Gunter Arentzen sagt:

    Hallo Raphael,
    wie würdest du zum Beispiel ein Musical einordnen? Nehmen wir “Tanz der Vampire” – Schauspieler führen auf einer Bühne vor Live-Publikum eine Geschichte auf.
    Würden wir dazu einen Artikel bringen, keiner würde sich wundern.
    Exakt das ist es aber, was bei Wrestling geschieht. Schauspieler führen vor Live-Publikum eine Geschichte auf. Es geht um Intrigen, um Gut und Böse, um Action.
    So what?

  • Raphael Marques sagt:

    “Tanz der Vampire” kann ich ja rein thematisch noch akzeptieren. Bei “Rocky” oder “Evita” hätte ich da schon meine Probleme. 😉
    Ich finde man macht es sich zu einfach wenn man schreibt “Wenn es einem nicht gefällt braucht man es ja nicht zu lesen”. Das ist auch so ein Totschlag-Argument von Hardcore-Sinclair-Fans, dass man sich als kritischer Fan leider öfter mal anhören muss.
    Vielleicht sollte ich demnächst mal einen Artikel zum Pornofilm “Pirates” schreiben. Das ist auch Fiktion, Show, Action und Abenteuer und ich könnte hinterher schreiben dass man den Artikel ja nicht lesen muss. Aber passt das dann auch tatsächlich zum Geisterspiegel?

  • Gunter Arentzen sagt:

    Hallo,
    wir nehmen das Angebot, eine Rezension zu “Pirates” zu schreiben, gerne an. Immerhin war es seinerzeit der teuerste Porno, wenn ich das noch recht weiß. Und Jesse Jane … Arrrr …
    Tatsächlich würde ich auch einen Artikel von Cats hier bringen – warum auch nicht? Felidae war ein großer Erfolg – und es ist ein Katzen-Thriller. Wieso also nicht Cats? Zumal in Cats auch Magie vorkommt …
    Und Rocky … Da kenne ich das Musical nicht, um es bewerten zu können. Wie hoch ist der Action-Anteil? Wenn er wie im Film ist, habe ich damit kein Problem. Wir haben einen Artikel über “Leg dich nicht mit Zohan an” auf der Seite.
    Tatsächlich haben wir keine festgelegten Grenzen, die ein Wrestling-Artikel hin und wieder sprengen würde. Er bewegt sich mit Action, Spannung und Crime der jeweiligen Story-Lines völlig im Rahmen.
    Also, wann kommt deine Rezension zu “Pirates”?

  • Paule sagt:

    Ich habe Ihren Artikeln NICHT gelesen – dafür jedoch die Kommentare.
    Tja wir sind immer noch im Kindergarten – egal welchen Alters.

  • Raphael Marques sagt:

    @Gunter
    Ich hab doch Cats wieder raus editiert.
    Zu Pirates … leider habe ich den Film bisher nicht gesehen und nur darüber gelesen, aber vielleicht frage ich die Macher mal nach einem Rezensions-Exemplar. 😉
    Wie dem auch sei, ich bleibe bei meiner Meinung, dass Wrestling nichts im GS zu suchen hat. Da lasse ich mich auch nicht von kindischen Kommentaren wie dem meines Vorschreibers oder Aussagen wie “keiner MUSS diese Artikel lesen” [nicht von dir, Gunter] abbringen. Aber das ist ja nur meine Meinung, und für Meinungen ist diese Kommentarfunktion ja schließlich da, oder?

  • Gunter Arentzen sagt:

    Hallo,

    @Raphael: Komisch, ich hatte Cats noch drin. War wohl im Cache gespeichert 🙂

    @ Allgemein: Was den Satz mit “Man muss es ja nicht lesen” anbelangt, so möchte ich ein kleines Gleichnis aufstellen. Ich hoffe ihr verzeiht, dass ich dazu nicht auf einen Berg steige …
    Seht den Geisterspiegel als ein kalt-warmes Büffet mit ganz unterschiedlichen Leckereien. Jeder bedient sich bei dem, was ihm schmeckt – und den Rest lässt er liegen.
    Ich bin aus Tierschutzgründen Vegetarier – also würde ich bei einem Büffet kein Fleisch anrühren, keine Wurst, keine Würstchen … Dennoch verlange ich von dem Ausrichter nicht, dass er sich meiner Überzeugung anschließt und ein vegetarisches Büffet auftischt … 😉
    Obwohl, wäre ich Mitglied von PETA … Aber ich schweife ab …

    Die Botschaft ist klar, denke ich mal … Nehmt, wsas euch schmeckt und lasst den Rest liegen – es schmeckt einem anderen.
    Und nun – liebt euch, seid fruchtbar und vermehret euch!

  • Raphael Marques sagt:

    Aber wenn du bei einem vegetarischen Büffee plötzlich Fleisch entdeckst beschwerst du dich doch auch, oder? 😉

    Jedenfalls bin ich schon gespannt darauf, welches bisher nicht vorhandene, zum GS passende Thema wohl als Nächstes aus dem Hut gezaubert wird.

  • Jürgen Möhlmann sagt:

    Zitat aus dem Impressum des Geisterspiegel: “Die nichtkommerzielle Homepage befasst sich als Online-Magazin mit den Spannungsgenres Horror, Fantasy, Science Fiction, Krimi und Western.”

    Wo ist da das Wrestling einzuordnen?

  • Gunter Arentzen sagt:

    Horror und Thriller.

  • Jürgen Möhlmann sagt:

    Zitiere Gunter Arentzen: “Horror und Thriller”

    Keine gute Antwort. Thriller fehlt im Impressum und Horror ist mit übernatürlichen Elementen.

  • Gunter Arentzen sagt:

    @ Jürgen Möhlmann:
    Nimm ein Englisch-Deutsch-Wörterbuch oder rufe dict.leo.org auf und schlage dort das Wort “Krimi” nach. Du wirst dort als Übersetzung den Begriff “Thriller” finden.
    Es tut mir Leid, dass dich meine Antwort mit der Nutzung eines fremdsprachlichen Begriffs überfordert hat. Also für dich und nur für dich: Ich ordne Wrestling zwischen Horror und KRIMI ein.
    Danke auch für deine Belehrung, was den Begriffs des Horrors anbelangt. Leider muss ich dir mitteilen, dass ich dies bereits wusste. Wüsstest du jedoch, wovon du sprichst, wäre mir diese Belehrung erspart geblieben. Als Beispiel möchte ich die Figur “Kane” und dessen Storyline nennen. Kane stellt einen Dämon aus der Hölle dar. Und das, mein lieber Jürgen, klingt schon irgendwie nach Horror, oder meinst du nicht?
    Ich hoffe, diese Antwort gefällt dir besser.

  • Ich verstehe diese Diskussion hier so, dass einige Leser des Geisterspiegels sagen, dass sie keine WWE-Artikel wollen ( ich übrigens auch nicht ). Der Verfasser sagt aber “Macht nichts, ich tu´s trotzdem…”
    Ich weiß, dass im Wrestling die einzelnen Figuren und deren Verhalten gescripted sind und dass alles Inszenierungen sind. So gesehen sind es Geschichten, das ist richtig.

    Ich sehe den Geisterspiegel aber in erster Linie als Literatur- und Filmmagazin – und ich denke, ich bin nicht der einzige, der dieser Meinung ist.

  • Raphael Marques sagt:

    Von meiner Seite ist dazu eigentlich alles gesagt. Ich sehe das ziemlich ähnlich wie Alfred Wallon.
    Bei Gunters “Gleichnis” frage ich mich allerdings schon, wozu hier dann eigentlich eine Kommentarfunktion gut sein soll, wenn man einzelne Teile des “Buffet”, die man nicht mag, einfach “liegen lassen soll”, statt seine ehrliche Meinung dazu zu schreiben.

    Übrigens hat sich in den Artikel auch ein kleiner Fehler eingeschlichen. Kurz vor dem Fazit steht, dass F&F 5 2013 anlaufen soll. Allerdings startet da bereits der sechste Teil der Filmreihe.

  • Jürgen Möhlmann sagt:

    Bitte Herr Arentzen, sehen sie im Duden nach. In Deutsch hat “Thriller” nicht notwendigerweise die Bedeutung “Krimi”. Wie auch die Definition von “Mystery” in Deutsch und Englisch abweicht. Daher sehe ich das nicht so eindeutig wie Sie.

    Ach und der Kane (Klingt nach einer Figur von Robert Ervin Howard oder Karl E. Wagner) kämpft dann auf der Bühne auch mit seinen übersinnlichen Fähigkeiten oder asoll die Storylibne sechsjährigen Kindern angst machen.

    Grundsätzlich aber schließe ich mich meinen Vorrednern an. Wrestling passt nicht hier rein oder bestenfalls auf ne Kindersete des Geisterspiegel.

    • Gunter Arentzen sagt:

      Sehr geehrter Herr Möhlmann,
      vielen Dank für Ihre erneute Belehrung; was würde ich nur ohne Ihr profundes Wissen machen? Es bleibt jedoch eine Definitionsfrage und da ich unmöglich wissen kann, wie Sie die beiden Worte definieren und wo für Sie die Grenze verläuft zwischen Thriller und Krimi, kann ich dies auch nicht berücksichtigen.
      Auf Ihren Vorschlag hin habe ich jedoch auf duden.de nachgeschlagen und bei Thriller diese Beschreibung gefunden:
      Substantiv, maskulin – Film, auch Theaterstück oder Roman, der Spannung und Nervenkitzel erzeugt
      Nun, ich würde sagen, dass sollte auf einen Krimi zutreffen, oder nicht?
      Können wir das Thema nun abschließen? Oder möchten Sie uns eine Liste mit allen “Thrillern” auf unserer Seite schicken, damit wir diese entfernen können? Laut unserem Impressum dürfen wir diese offenbar nicht behandeln.
      Was die Figur des Kane anbelangt, so lautet die Antwort auf Ihre Frage: Ja – die übersinnlichen Fähigkeiten sind Bestandteil der Show. Ob Ihnen das gefällt, bleibt Ihnen überlassen. Es ändert jedoch nichts an meiner Einordnung. Vielleicht wäre es klug, sich mit einem Thema zu befassen, ehe man sich dazu äußert? Das würde helfen, unsinnige Debatten wie diese führen zu müssen.

  • Gunter Arentzen sagt:

    Hallo,

    @ Alfred: Das mag so sein, dass du es als Literatur- und Filmmagazin siehst. Und es steht dir frei, die und nur die Artikel zu diesen Themen zu lesen. Aber schon früh hatte der Geisterspiegel auch andere Themen. Musik, Comuterspiele, Comics …

    @ Raphael: Wir hindern niemanden daran, seine ehrliche Meinung zu sagen. Alfred durfte es, du durftest es … Die Frage ist eher, welche Erwartung ein User, der uns seine Meinung mitteilt, damit verknüpft. Erwartet er, dass wir sagen: Oh, dem und dem gefällt ein Artikel nicht, also nehmen wir ihn wieder raus? Oh, drei Usern gefällt das Thema nicht, also lassen wir es?
    Dann kommt einer und sagt: “Also, Killerspiele will ich auf dem Geisterspiegel nicht!” Also berichten wir nicht über dieses wichtige Segment der Unterhaltung.
    Und der nächste kommt und sagt: “Also, Comics, das ist Schund. Die will ich auf dem Geisterspiegel nicht.”
    Und wieder streichen wir ein Thema.
    “Musik”, ruft ein Dritter, “hat hier nichts zu suchen.” Und weg damit.
    Die siehst, wohin das führen würde?
    Denn es gibt tatsächlich User, die sich für all diese Themen interessieren und sie lesen. So, wie es User gibt, die den Wrestling-Artikel gerne gelesen haben. Zumal er, und da bin ich mir noch immer sicher, thematisch zu uns passt. Wie Theaterstücke oder Musicals passen würden.
    Also, was erwartest du von der Kommentarfunktion? Dass wir den Artikel streichen – und damit jene verärgern, die ihn mögen?
    Wir setzen uns mit jedem Kommentar auseinander und gehen auf die Argumente – so es welche gibt – ein. Dazu dient eine Kommentarfunktion in erster Linie, wie ich finde.

    Mal von allem abgesehen: Es ist ja nicht so, dass hier permanent über Wrestling berichtet würde und dies plötzlich ein Schwerpunkt ist. Der letzte Artikel dazu erschien im Oktober 2012, der nächste Artikel wird im April erscheinen, wenn WrestleMania 29 über die Bühne geht. Ich denke, jeder User kann mit einem Artikel alle paar Monate leben – selbst wenn er ihn schlicht ignoriert, weil es nicht sein Thema ist.

    Oh, Raphael: Danke für den Hinweis zu F & F – habe es im Text korrigiert. Da ist mir wirklich eine Folge durchgeflutscht.

    • Raphael Marques sagt:

      @ Gunter
      Ich erwarte von niemandem, dass wegen der von mir geäußerten Meinung ein Artikel gelöscht wird. Schließlich ist es nur eine Meinung.
      Allerdings habe ich durch deine und Mohnflatters Kommentare das Gefühl, dass kritische Meinungen nicht wirklich gern gesehen bzw. nicht für voll genommen und teils durch pauschale Aussagen abgewiegelt werden. Wenn hier z. B. drei positive Kommentare stehen würden, würdet ihr euch sicher zu 100 % in dem Schritt, Wrestling im GS einzuführen, bestätigt fühlen. Bei den drei jetzt geäußerten negativen Meinungen scheint es aber eher so zu sein, dass diese nur mit einem Schulterzucken abgetan werden.
      Ein kleines “Deine Meinung ist akzeptiert”, “Deine Kritik habe ich zur Kenntniss genommen, aber …” oder etwas ähnliches wären um einiges sympathischer herüber gekommen als die bisherigen Reaktionen.

      • Mohnflatter sagt:

        Hallo Raphael,
        woraus entnimmst du meinem Kommentar denn, dass deine Meinung nicht gern gesehen oder nicht für voll genommen wird? Im Gegenteil, denn wie ich schon schrieb, bin ich nicht in Jubel ausgebrochen, als Gunter mit der Idee einer Wrestling Kolumne anfragte. Aber ich vertrete immer noch die Meinung, dass niemand etwas lesen muss, was er nicht möchte, denn das tue ich auch nicht. Dennoch bin ich immer offen für neue Ideen, die es lohnen, ausprobiert zu werden. Und die Stimmen, die sich hier gegen die Wrestling-Artikel melden, nehme ich sehr wohl ernst, denke aber, dass 4 Beiträge im Jahr zum Thema durchaus eine zumutbare Anzahl für unsere Leser sind 😉

        • Raphael Marques sagt:

          Hallo Anke,
          es war nur ein Gefühl, aber wenn du schreibst, dass es nicht stimmt, dann glaube ich dir natürlich. Vielleicht habe ich durch die Diskussion mit Gunter etwas zu sehr verallgemeinert.
          Allerdings kann man im Prinzip jeden kritischen Kommentar, ob nun zu einem Artikel, einem Roman, Comic usw. mit dem Argument, das du soeben wieder erwähnt hast, ganz schnell abtun.
          Vielleicht sollte ich es auch mal mit einem Gleichnis versuchen: Ich bin seit mehr als zehn Jahren Sinclair-Fan, habe viele Höhen und Tiefen miterlebt und bin der Serie dennoch treu geblieben. Das letzte Jahr jedoch war auf JS bezogen insgesamt einfach nur schlecht. Und trotzdem bin ich immer noch dabei. Wenn mir dann aber bei einer kritischen Rezi schreibt “du musst es ja nicht lesen, wenn es dir nicht gefällt”, dann ist einfach nur ärgerlich und eigentlich auch respektlos gegenüber meiner Fantreue. Denn ich WILL die Romane lesen, als Fan.
          Nun ist das letzte Jahr beim Geisterspiegel so ziemlich der Gegensatz zum Sinclair-Jahr 2012, aber was ich damit sagen will ist, dass ich auch seit vielen Jahren ein GS-Fan bin. Und als solcher möchte ich auch sagen, was mir am GS gefällt und was nicht, seien es einzelne Artikel oder ganze Themen.
          Jetzt verstehst du vielleicht eher, was mich an solchen und ähnlichen Aussagen stört.

          • Mohnflatter sagt:

            Hallo Raphael,
            okay, so rum verstehe ich das und es ist meinerseits vielleicht unglücklich ausgedrückt. Ich bin von mir ausgegangen. Und ich halte es einfach so, dass ich nicht konsumiere, was mir nicht gefällt. Comics sind z. B. ein Thema, mit dem ich nichts anfangen kann. Deshalb lehne ich sie als Thema auf dem Geisterspiegel aber nicht ab. Oder Fantasy … was da alles in das Genre reingepresst wurde in den letzten Jahren, damit ergeht es mir wie dir mit Wrestling. Dennoch stehe ich zum und hinter dem Genre genau wie hinter der Homepage. Und ich glaube, das ist der Grund, weshalb auch Gunter seine Kolumne so vehement verteidigt.

  • Jürgen Möhlmann sagt:

    Wieso soll ich mich tiefer in eine Materie stürzen, die mich an infantiles Spiele in Sandkisten erinnert. Sie, Herr Arentzen sind derjenige, der mich überzeugen und für das dargebotene begeistern will. Überzeugen Sie mich oder ist abkanzeln das Programm im Geisterspiegel? Das kann nicht sein. Und daher erlaube ich mir die Frage: Wie also wird schwarze Magie Teil der Show? Und ist Wrestling nicht eher mit TV-Shows wie die zurzeit auf 1festival wiederholte Rudi Carrel Show?

    Zur Definitionsfrage “Thriller”: Da war ein bisschen Ironie im Spiel, aber auch nur ein bisschen. Und das Ergebnis aus dem Duden weist nicht zwangsweise auf ein “Mystery” bzw. Krimi-Geschichte hin. Die Bedeutung des Thrillers in Deutsch ist weit reichender.

    Ob die Beiträge zu Thrillern entfernt werden müssen, ist die Entscheidung von Ihnen und der Herausgebern.

    Aber Ihre Definition von Wrestling ist schon eher exklusiv oder?

    • Gunter Arentzen sagt:

      Herr Möhlmann,
      ich möchte niemanden überzeugen. Wer sich für das Thema interessiert, der liest es. Wer sich nicht dafür interessiert, der lässt es. Kein User wird JEDEN Beitrag eines Online-Magazins lesen. Daher versuche ich nicht, Sie oder sonst jemanden zu überzeugen, denn das brauche ich gar nicht. Mir ist völlig egal, ob Sie den Artikel lesen, ihn mögen oder ignorieren. Denn tatsächlich brauche ich mich nicht vor Ihnen zu rechtfertigen; weder für meine Meinung noch für etwas, das außerhalb meines EInflusses liegt – wie etwa das Gimmick (die Story) eines Wrestlers aus den USA.
      Wenn dieser Kraft seiner Gedanken einen Eimer in Flammen aufgehen lassen kann, können Sie das lächerlich, kindisch oder dumm finden. Ich finde es spannend, denn es passt zu der Story. Wobei Sie es vermutlich nicht lächerlich finden würden, wäre es keine Live-Show, sondern eine TV-Serie. Wir sprechen also über den Unterschied im Format, nicht aber in der Handlung.
      Es gibt sicherlich auch Leute, die es lächerlich finden, wenn einem jungen Mann plötzlich nach einem Spinnenbiss Superkräfte erwachsen. Oder wenn ein alter Vampir als Schüler einer Highschool auftaucht. Wir bewegen uns im phantastischen Umfeld, dort wirkt vieles lächerlich, sofern man kein Freund der entsprechenden Handlung ist.

      Ob meine Definition exklusiv ist oder nicht, vermag ich nicht zu sagen. Sie haben mich gefragt und ich habe Ihnen geantwortet. Wenn Ihnen meine Antwort nicht gefällt, mag das so sein, aber das ändert nichts daran, dass wir es bei Wrestling mit Geschichten zu tun haben, die erzählt werden. Und diese enthalten einen hohen Anteil von “Krimi”-Elemtenten und auch Horror.
      Am Montag zum Beispiel ging es um einen Plot, der genau so auch in jeder Krimi-Serie hätte auftauchen können. Nun ja, und schon aufgetaucht ist …

  • Jürgen Möhlmann sagt:

    Nur noch eine Frage: Wenns Dir egal ist, wer es und ob es einer liest, warum schreibst Du den Unsinn dann?

    Mehr möchte ich nicht sagen, außer dass der Umgang mit Usern ziemlich befremdlich ist. Ein bisschen mehr Höflichkeit ist angezeigt.

    • Gunter Arentzen sagt:

      Herr Möhlmann,
      ich habe den Artikel für all jene geschrieben, die es interessiert. Würde ich mir jedesmal die Frage stellen, ob ein Artikel wirklich ALLE User interessiert, dann würde hier kein einziger erscheinen. Denn Western, Horror, Thriller, KRIMIS oder Fantasy – all diese Themen sind so beschaffen, dass nicht JEDER User ALLE Themen mag. Wir haben Western-Fans, die vermutlich bei Fantasy die Nase rümpfen und wir haben Horror-Fans, die sich nicht für Western interessieren.

      Zudem kann ich nicht sagen, dass hier jemand unhöflich gewesen wäre.

  • Hallo,

    ich teile eher die Meinung von Herrn Wallon. So interessant die WWE auch ist (ich schaue mir die Sachen seit über 25 Jahren an), gehört sie nicht in den Geisterspiegel.
    Themen wie Literatur, Hörspiele/Hörbücher, Rezensionen, Filme, Interviews, sowie diverse TV-Sendungen machen den Geisterspiegel erst lesenswert.
    Und ganz wichtig: Bietet dieses Online-Magazin talentierten Newcomern die Möglichkeit, ihre Geschichten zu publizieren. Dies ist für mich das wichtigste Standbein/die Seele des Geisterspiegels. Und dies macht ihn auch so einzigartig.
    Webseiten über die WWE gibt es genug im Netz. Es genügt eventuell einen Link zur WWE einzubinden. Aber ganze Themen/Rubriken über die WWE zu eröffnen, halte ich persönlich für nicht angebracht.
    Aber dies ist nur meine bescheidene Meinung.

    Liebe Grüße
    Benny Cook

  • Myxin der Magier sagt:

    Ich schmunzel viel eher darüber, dass es doch noch Leute gibt, die sich jenseits des Teenageralters so etwas anschauen. 😉

    Thematisch finde ich die WWE, nach dem ich es als Kind gerne gesehen habe, so langweilig wie nur was. Als ich noch nicht wusste, dass es nicht echt ist, habe ich mitgefiebert. Aber das ist (leider) lange vorbei.

  • Gunter Arentzen sagt:

    Vielen Dank für all die Beiträge und die Meinungsäußerungen. Umstimmen konnten sie mich jedoch nicht 🙂

    Myxin: Ich hoffe, du glaubst nicht, dass es John Sinclair wirklich gibt und es sich dabei um Tatsachenberichte handelt. Wenn doch, dann habe ich eine schlechte Nachricht für dich … Oh, und was den Osterhasen anbelangt … 😉

    Nein, mal im Ernst – natürlich weißt du, dass dem nicht so ist und natürlich weiß auch ich, dass es sich bei Wrestling um fiktionale Geschichten handelt. Aber das bedeutet ja nicht, dass man deshalb nicht mit den Protagonisten mitfiebern darf. Man weiß ja nicht, was sich die Autoren – beim Wrestling Booker genannt – ausgedacht haben.
    Es werden Geschichten erzählt, genau wie in jedem anderem Medium auch. Und der Verlauf dieser Geschichten ist durchaus dazu geeigner, den Zuschauer mitzittern zu lassen. So wie Fans von John Sinclair mitfiebern, wenn er gegen einen Gegner antritt, oder Fans von Spiderman mit dem Helden mitfiebern, wenn dieser gegen einen Bösewicht vorgeht.
    Jede TV-Serie ist darauf ausgelegt, dass die Geschichten die Zuschauer spannend unterhalten. Obwohl jeder Zuschauer weiß, dass es sich um erfundene Geschichten handelt und die Erschossenen oder Verletzten am Ende des Drehtages nach Hause gehen und bei einem Bier relaxen.
    Würde man zugrunde legen, dass man bei fiktionalen Dingen nicht mit den Figuren mitfiebern kann, soll oder darf, gäbe es keine Heftromane, keine Hörspiele, keine TV-Serien … Und es gäbe keinen Geisterspiegel.

    Wenn man Wrestling als Sport sehen würde, bei dem es um Erfolge geht, wäre ich ebenfalls der Meinung, dass wir hier bei Geisterspiegel nicht darüber berichten sollten. Wir berichten nicht über die Formel 1, die Bundesliga oder Boxen.

    Aber Wrestling ist Sports Entertainment. Und Entertainment, also Unterhaltung, hat hier durchaus einen Platz, wenn es thematisch passt. Denn nichts anderes tun wir hier. Wir berichten über erfundene Geschichten.
    Finden diese in einer TV-Serie statt, würde niemand daran zweifeln, dass sie ihren Platz auf geisterspiegel.de verdient haben.
    Finden sie in Büchern statt, würde niemand daran zweifeln.
    Finden sie auf der Bühne – Theater, Musical – statt, wird auch niemand daran zweifeln.
    Finden sie auf der großen Leinwand statt, zweifelt niemand.
    Finden sie auf CDs statt, in Form von Hörspielen, zweifelt niemand.
    Finden sie aber in einer WWE-Arena statt, zweifelt man plötzlich?
    Obwohl es die gleichen Geschichten sind, wie man sie in all den anderen Medien findet? Mit welcher Begründung?

    Oh, und Myxin: Unzählige Erwachsene werden darüber schmunzeln, dass man sich auch im Erwachsenenalter noch Hörspiele anhört … Manche Erwachsene hören sogar noch immer Benjamin Blümchen und Bibi Bloxberg … 😉

    So, dass sollte nun noch einmal den Standpunkt verdeutlicht haben. Ich hatte vier Artikel 2013 geplant, denn es gibt vier große Veranstaltungen, die für die Geschichten wegweisend sind; vergleichbar den Staffel-Enden und Staffel-Anfängen bei TV-Serien.
    Vier Artikel werden erscheinen … Einer ist online, drei stehen noch aus. Der nächste wird im April kommen, wenn WrestleMania 29 über die Bühne geht. Dann einer im Sommer und einer im Herbst.

    Vielen Dank!

  • Die grauenhafte Komik kommt halt durch die Moderation die eben doch so tut, als wäre es echt. 😉

  • Gunter Arentzen sagt:

    Hallo Myxin,

    ah – die grauenhafte Komik, die man auch dem Sprecher eines Hörspiels abgewinnen könnte, wenn dieser mit Grabesstimme berichtet, was gerade geschieht?

    Dir ist klar, dass die Kommentatoren Teil der Show sind, Teil der Story? Mehr noch – sie nehmen eine der urtypischsten Rollen überhaupt ein – die des auktorialen Erzählers.
    Der auktoriale Erzähler ist die wohl am meisten verbreitete Erzählform. Man nennt sie auch den “Allwissenden Erzähler” – obwohl der Erzähler durchaus vorgeben kann, nicht mehr zu wissen, als der Leser/ Hörer/ Zuschauer; er also nicht tatsächlich “allwissend” sein muss.
    Die meisten Werke aller Art dürften dieser Form entsprechen.
    Wenn also die Kommentatoren “so tun, als wäre es echt”, dann kommt das lediglich daher, dass sie selbst Darsteller sind und ihre Rolle spielen. Sie sind die Erzähler, die in der Geschcihte vor- und zurückspringen, die Zusammenhänge herstellen und dem Zuschauer Informationen geben.
    Und das entspricht exakt der Beschreibung des auktorialen Erzählers.

    • Mohnflatter sagt:

      Wenn ich damals gewusst hätte, dass das wirklich alles nur Show ist, dann hätte ich wahrscheinlich nie Wrestling geschaut. Ich hab in den 90er Jahren immer fleißig mitgefiebert. Und die 2 Moderatoren (ich glaube, es sind immer noch die gleichen wie früher, oder? Hören sich jedenfalls so an) spielen ihre Rolle wirklich perfekt. Naja, ich jedenfalls bin auf die Art von Komik so richtig schön reingefallen und fand es gut.

  • Für mich ist das nur peinlich. Das ist dann ungefähr von dem Echtheitsformat wie eine Doku auf RTL II. 😉 Das kann ich mir einfach nicht mehr geben.

    • Mohnflatter sagt:

      Ach du, so manchmal brauche ich das. Nach einem langen Arbeitstag einfach mal das Gehirn ausschalten hat was. Und wenn ich sehe, wie blöd sich manche Leute in so einer Doku geben, dann weiß, wie gut es mir geht. 😉 Folgeschäden brauche ich auch nicht fürchten, dafür schaue ich dann viel zu wenig fern 🙂

  • Gunter Arentzen sagt:

    Das Problem ist, dass RTL behauptet, ihre Dokus seien echt. Das tut die WWE nicht. Daher kann es auch kein “Echtheitsformat” sein.
    Offenbar scheint es schwer zu verstehen zu sein, dass alles, bis hin zu den Sprechern, eine einzige, große Show ist. Und ehrlich gesagt sind die Sprecher sehr gut. Das sind bessere Schauspieler und Sprecher als das, was man in Deutschland oftmals findet.

  • Mag sein, dass die WWE das nicht tut. Ich vermute aber mal aus dem Grund, weil es nicht nötig ist und schätze, dass ein Großteil des Publikums es von sich aus glaubt.

  • Gunter Arentzen sagt:

    Lieber Myxin,
    ich kopiere hier mal ein Zitat von der offiziellen WWE-Seite:

    “[…] WWE-Inhalte werden wie andere Actionfilme oder Fernsehkrimis von entsprechend ausgebildeten Profis geschrieben und gespielt. Wir empfehlen allen Eltern, mit ihren Kindern zusammen geeignete Unterhaltungssendungen auszusuchen und ihnen den Unterschied zwischen Fantasie/Fernsehen und Wirklichkeit zu erklären. […]

    Die WWE tut nicht so, als sei es echt, sie hoffen nicht drauf, das es die Leute auch so glauben – sie sagen deutlich, dass es sich um Fiktion handelt.

  • Ich schätze mal, dass das durchschnittliche Publikum dieser Veranstaltungen vor dem Fernseher entweder die Generation mindestens meines Alters sind, die es noch von früher her kennen und darum entweder hin und wieder oder eben immer noch zu schauen und zu der Zeit als ich es mir angesehen habe, hatte noch kaum jemand Internet.
    Und die andere Hälfte werden durchweg zwar internetaffine Jugendliche sein, aber die wird es nicht interessieren was auf der Seite der WWE steht.
    Das ist genau wie der Aufdruck “Nach einer wahren Begebenheit” auf einer DVD selbst wenn nur ein Name original ist und sonst nichts. Wichtig ist, was man glauben will.

  • Paule sagt:

    Ich besitzte seit über 20 Jahren kein TV Gerät und keinen DVD Player und benötige kein Funktelefon, bin Jahrgang 1956. Vermisse auch keines der oben genannten Medien.

  • Gunter Arentzen sagt:

    Myxin:
    Das ist Quatsch. Aber wie dem auch sei – lassen wir es dabei. Es ist ohnehin alles gesagt 🙂

  • Du sagst es. Einer Meinung werden wir, wie fast immer, nicht 😉

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