Die wunderbare und merkwürdige Geschichte vom Zauberer Virgilius … Teil 12
Oskar Ludwig Bernhard Wolff
Die wunderbare und merkwürdige Geschichte vom Zauberer Virgilius,
seinem Leben, seinen Taten und seinem Ende
Volksbücher Nr.46, Verlag Otto Wigand, Leipzig
Wie Virgilius seine Kurzweil hatte mit des Sultans Tochter
Virgilius hatte so oft die Schönheit… Weiterlesen
Der lustige Kirmesbruder – Teil 6
Oskar Ludwig Bernhard Wolff
Der lustige Kirmesbruder
welcher durch listige Ränke auf den Kirmessen die Bauern und andere Personen unterhalten und vergnügt gemacht hat
Fünfte Kirmes
Wie der lustige Kirmesbruder mit einem Dichter bekannt wird und Verse machen lernt
In Hammeldorf wurde ich von ungefähr mit einem reichen Pächter bekannt, und dieser lud mich dann zu seiner Kirmes ein. Wie ich nun überhaupt nicht gern eine Gelegenheit versäumte, wo es etwas zu essen und zu trinken setzte, sintemal der Mensch von diesen Dingen lebt, so ging ich denn auch zu diesem Pächter. Er hatte viele Gäste aus der Stadt eingeladen, unter welchen sich auch ein Dichter befand, der sehr aufgeheitert war und auf alle möglichen Dinge sofort Verse machen konnte. Da die Gesellschaft durch seine sehr lustigen Reime sehr aufgeräumt wurde, so wünschte ich auch diese Kunst zu verstehen und hörte ihm deswegen mit großer Aufmerksamkeit zu. Vor allen Dingen nun machte er Verse auf die Speisen und Getränke, welche aufgetragen wurden. Weiterlesen
Der Märkische Eulenspiegel 21
Der Märkische Eulenspiegel
Seltsame und kurzweilige Geschichten von Hans Clauert in Trebbin
Niedergeschrieben von Oskar Ludwig Bernhard Wolff
Leipzig, 1847
Überarbeitete Ausgabe
Hans Clauert, Schlosser aus Trebbin
Wie Clauerts Knecht die fallende Sucht ankam
In allen Dörfern, die um Trebbin herum liegen, war Clauert sehr gut bekannt; daher verschlief er auch ihre Gastereien und Kirchweihfeste nicht, wofern er nur frisch und gesund war. So war er denn auch einmal zum Schulzen nach Tremedorf zum Kirchweihfest gefahren und hatte dahin auch seine Margaretha mit sich genommen. Diese trieb ihn des anderen Tages fortwährend an, er solle mit ihr nach Hause fahren. Sie ließ auch die Pferde anspannen und setzte sich auf den Wagen, wo sie dann auf ihren Mann Weiterlesen
Die wunderbare und merkwürdige Geschichte vom Zauberer Virgilius … Teil 11
Oskar Ludwig Bernhard Wolff
Die wunderbare und merkwürdige Geschichte vom Zauberer Virgilius,
seinem Leben, seinen Taten und seinem Ende
Volksbücher Nr.46, Verlag Otto Wigand, Leipzig
Wie Virgilius eine Bildsäule für seine Gattin machte
Hoch in der Luft machte Virgilius eine Bildsäule, die nicht herabfiel, und die Leute zu Rom konnten nirgends weder Fenster noch Tür öffnen, sie mussten sie sehen. Diese Bildsäule aber hatte die Eigenschaft, dass jeder Frau, so sie gesehen, alle bösen Gedanken vergingen. Das verdross aber die Frauen zu Rom sehr. Sie klagten es der Gattin des Virgilius und baten sie, die Bildsäule zu zerstören. Des Virgilius’ Gemahlin wartete nun ihre Zeit ab, ging auf die Luftbrücke und warf die Bildsäule hinunter. Von nun an hatten die Frauen nach Herzenslust wieder böse Gedanken. Als nun Virgilius kam und das Bild hinabgeworfen sah, zürnte er sehr und sagte, es solle ihnen nichts helfen, und schwor, er werde es schon erfahren, wer das getan hatte. Dann stellte er die Bildsäule wieder hoch in der Luft auf und fragte seine Eheliebste, ob sie dieselbe hinuntergeworfen habe.
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Der Märkische Eulenspiegel 20
Der Märkische Eulenspiegel
Seltsame und kurzweilige Geschichten von Hans Clauert in Trebbin
Niedergeschrieben von Oskar Ludwig Bernhard Wolff
Leipzig, 1847
Überarbeitete Ausgabe
Hans Clauert, Schlosser aus Trebbin
Wie Clauert Herr und Narr im Haus wurde
Wenn Hans Clauert gefragt wurde, wer zu Trebbin ein böses Weib hätte, so pflegte er zu sagen, er wisse sonst keinen, als nur einen Einzigen, der dort Bürger geworden wäre, und der ein sehr böses Weib hätte; derselbe hieße Jedermann und unter diesen Orden rechne er auch sich selbst mit, da er ein sehr herbes Kraut im Hause hätte. Weil aber Clauert sehr kurzweilig und scherzhaft war, wie auch aus seinen Geschichten wohl zu sehen ist, so hatte ihn ein jeder gern bei sich, ungeachtet sie für ihn stets bezahlen mussten.
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