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Vergessene Werke

Frederick Marryat – Die Sendung – Kapitel 6

Kapitän Frederick Marryat
Die Sendung
Umschlagzeichnung nach Originalentwürfen von Professor Honegger
Neue deutsche Ausgabe. Magdeburger Verlagsanstalt. 1915
Kapitel 6

Am nächsten Mittag wurde uns die Annäherung des Xhosakönigs durch lautes Geschrei tanzender Männer angekündigt. Diese waren eine Art Herolde, die bei jedem Zeremonienbesuch vor ihrem Herrn einhergingen. Dann kam eine Abteilung von Kriegern, die mit Assagaie und Schilden bewaffnet war, und hinter ihnen kam Hinza, der von fünfzig Häuptlingen begleitet wurde. Sie waren alle nackt und mit Fett und rotem Ocker beschmiert. Als sie vor dem Missionshaus anlangten, setzten sie sich zu beiden Seiten des Xhosakönigs nieder, der von allen, namentlich Weiterlesen →

Die Totenhand – Teil 5

Die-TotenhandDumas-Le Prince
Die Totenhand
Fortsetzung von Der Graf von Monte Christo von Alexander Dumas
Erster Band
Kapitel 5 – Das Grabgewölbe

Sobald Benedetto auf die Straße hinaustrat, verließen ihn die Ruhe und die Zuversicht, mit der er seinen Fluchtplan ausgedacht hatte. Eine Wolke verdunkelte seine Augen, sein Herz klopfte gewaltsam, und das Blut stürmte ihm durch die Adern. Ihm war, als trüge der Wind ihm das Todesröcheln des Schließers zu. Gleich Kain unter dem Fluch Gottes fliehend, zitterte er vor seinem eigenen Schatten, außer sich vor Entsetzen und Schrecken und stürzte wie ein Wahnsinniger fort. So lief er, lief er immer weiter, als ob alle Soldaten der Wache von La Force ihm auf den Weiterlesen →

Fritz Wildaus Abenteuer zu Wasser und zu Lande 6

Friedrich Gerstäcker
Fritz Wildaus Abenteuer zu Wasser und zu Lande
Kapitel 6

Auf welche Art Cäsar seine schwarzen Brüder überredet und die Turteltaube mit voller Ladung in See geht

Der Leser muss mir einmal auf die nächste Plantage, und zwar in die eine der Hütten folgen, die unweit vom Herrenhaus in einem dichten Gebüsch von Bananen und Orangen, von einem kleinen Gemüsegärtchen umgeben, lag und wo eine ungewöhnliche Anzahl von Schwarzen bei dem matten ungewissen Schein einer einzigen Kokosnussölampe versammelt war. Cäsar, der Koch der Turteltaube, befand sich mitten zwischen ihnen und schien überhaupt eine keineswegs unbedeutende Rolle hier zu spielen, da alle in größter Spannung und Aufmerksamkeit Weiterlesen →

Das Harzmärchenbuch von August Ey Teil 7

Sagen und Märchen aus dem Oberharz
Gesammelt und herausgegeben von August Ey im Jahre 1862

Der Totentanz

In Clausthal trägt ein Schusterjunge eine Suppe weg, der Meisterin Schwester hat in Wochen gelegen und der soll er die Wochensuppe hinbringen. Er geht über den Gottesacker, es ist ein hübscher Abend gewesen. Aber der Mond hat nicht geschienen. Als er zu der Gottesackerkirche kommt, so sieht er vom Weg links ab vor der hinteren Kirchentür, die auf dieser Seite Weiterlesen →

Der Marone – Der Flüchtling

Thomas Mayne Reid
Der Marone – Erstes Buch
Kapitel 30

Der Flüchtling

Bis jetzt hatte der junge Engländer nichts getan, um seine Gegenwart zu erkennen zu geben. Nun war er im Begriff, hinabzusteigen und dem Jäger zu seiner Tat, die ihn mit Bewunderung erfüllt, Glück zu wünschen. Indes bestimmte ihn eine gewisse Neugierde, da, wo er sich befand, noch länger zu verweilen, und so beobachtete er den glücklichen Jäger am Fuß des Baumes noch länger.

Um das Mindeste zu sagen, war die Erscheinung des Jägers jedenfalls malerisch, vor allem in den Augen des mit Weiterlesen →