John Tanner – Das Leben eines Jägers 4
John Tanner
Das Leben eines Jägers
oder
John Tanners Denkwürdigkeiten über seinen 30-jährigen Aufenthalt unter den Indianern Nordamerikas
Erstmals erschienen 1830 in New York, übersetzt von Dr. Karl Andree
Viertes Kapitel
Der Winter wurde sehr streng, und wir fingen an, unsere Armut zu fühlen. Es war mir und Wa-me-gon-a-biew nicht möglich, so viel Wild zu schießen, wie zu unserem Unterhalt nötig war. Er war siebenzehn, ich dreizehn Jahre alt, und es ließen sich nur selten Tiere blicken.
Die Kälte wurde täglich heftiger, und wir verlegten unsere Hütte in den Wald, um besser Holz holen und Feuer unterhalten zu Weiterlesen
Das Geheimnis des Medizinbeutels – Teil 3
Das Geheimnis des Medizinbeutels – Teil 3
Eine Erzählung von Fr. Daum
Um 1925 erschienen im Verlag von A. Anton & Co. in Leipzig
»Hallo! Die haben ihren Teil! Habt Dank, ihr Männer! Ohne eure Hilfe wäre es uns schwer geworden, uns unsere Skalpe zu erhalten«, sagte Mister Scott, der erleichtert aufatmete, als die Gefahr vorüber war.
»Nichts von Dank, Sir, wir taten nur unsere Pflicht, indem wir euch beistanden gegen diese mörderischen Unholde«, antwortete Doktor Allan und fetzte besorgt hinzu: »Wir wollen hoffen, dass Freund Rifle Ben ihren Tücken entgeht.«
»Um den listigen Alten brauchen Sie sich nicht zu ängstigen, Monsieur«, meinte Baptist, »der kennt die Schliche dieser roten Schufte und ist ihnen gefährlicher als sie ihm.«
Weiterlesen
Im fernen Westen – Sioux-Kit 1
Es sind mehr als dreißig Jahre her und es war noch vor der Zeit, in welcher jenes weite Gebiet des fernen Westens, welches heutzutage das Dakota-Territorium genannt wird, sich 1861 als ein solches organisiert hatte. Da lebte in der sogenannten Yankton-Reservation ein Methodistenprediger namens Joel Hogg mit seiner Gattin und zwei Söhnen, um dem Stamm der Yankton das Wort Gottes zu predigen und diese Wilden mit dem Ackerbau und den Segnungen der Zivilisation bekannt zu machen. Diese Yankton oder Yanktonwan sind ein versprengter Stamm der rothäutigen Ureinwohner des fernen Westens, welche früher in dem heutigen Staat Iowa gelebt hatten, aber durch die Ansiedelungen der Weißen aus ihren Wohnsitzen und von ihren Jagdgründen vertrieben worden waren. Die Regierung der Vereinigten Staaten hatte den Yankton nun einen anderen Bezirk auf dem linken Ufer des Missouri am Choteau zum Wohnsitz angewiesen und ihnen jährliche Unterstützungen an Lebensmitteln, Kleidern, Geld Weiterlesen
John Tanner – Das Leben eines Jägers 3
John Tanner
Das Leben eines Jägers
oder
John Tanners Denkwürdigkeiten über seinen 30-jährigen Aufenthalt unter den Indianern Nordamerikas
Erstmals erschienen 1830 in New York, übersetzt von Dr. Karl Andree
Drittes Kapitel
Am Frühlingsanfang machte sich Net-no-kwa mit ihrem Mann und ihren Kindern auf den Weg nach Mackinack. An der St. Ignatiusspitze wurde ich wie im vorigen Jahr versteckt gehalten, denn sie fürchteten mich zu verlieren, wenn die Weißen mich gesehen hätten. Auf der Rückreise hatten wir widrigen Wind und mussten, als wir etwa 25 bis 30 Meilen zurückgelegt hatten, am Ufer des Sees bei einer Landspitze, Me-nau-ko-king genannt, liegen bleiben. Es hielten sich Weiterlesen
Das Geheimnis des Medizinbeutels – Teil 2
Das Geheimnis des Medizinbeutels – Teil 2
Eine Erzählung von Fr. Daum
Um 1925 erschienen im Verlag von A. Anton & Co. in Leipzig
Eine Stunde nach Mitternacht kehrte der junge Mandan von einer Streife durch die Prärie zurück und flüsterte dem Trapper leise die Worte zu: »Feinde kommen. Ompa sä sie hören.«
Rifle Ben legte sich nieder und drückte das Ohr an die Erde. Sofort vernahm auch er ein dumpfes, pochendes Geräusch, das vom Erdboden weitergeleitet wurde. Regungslos lauschten die beiden Späher. Obwohl der Alte nach einiger Zeit am Klang der Hufschläge die Richtung erkannte, in der er die feindlichen Rothäute zu suchen hatte, überließ er doch seinem jugendlichen Begleiter die Freude, diese Entdeckung gemacht zu haben. Roter Elk deutete nach links und flüsterte: »Dort Feinde.«
Weiterlesen

Neueste Kommentare