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History

Der Freibeuter – Eine Menschenfalle

Der Freibeuter
Erster Teil
Kapitel 1
Eine Menschenfalle

Vor dem Dammtor in Hamburg in einem jener wüsten Wirtshäuser, welche man im 18. Jahrhundert mit dem Namen Kaffeehäuser beehrte, obgleich sie eigentlich nichts weiter waren, als schmutzige Spelunken und Aufenthaltsorte roher Seeleute, liederlicher Soldaten und anderem nichtswürdigen Volks. In einer solchen Pandorabüchse hockte ein Haufen junger und alter Gesellen um einen Tisch, teils mit behaglichen gemeinen, teils mit abgespannten geistreichen Gesichtern, in welche das Laster mit scharfem Pflug Furchen gezogen und Todessaat gestreut hatte. Man sah bald, dass sie ein damals beliebtes Hazardspiel, Basset, mit all jener Leidenschaft spielten, welche sich nicht allein in wilden Gebärden, giftigen und fröhlichen Blicken und geballten Fäusten, die die Weiterlesen →

Im fernen Westen – Sioux-Kit 3

Sioux -Kit
Kapitel 3

Drei Tage lang hatte Vater Hogg seine Bedeckung bei sich behalten. Da aber nirgends eine Spur von indianischen Kundschaftern zu sehen war, empfahl er sich dem Schutz Gottes, entließ die Dragoner mit bestem Dank und zog allein weiter. Eine Straße durch die Prärie gab es natürlich nicht, sondern die Reisegesellschaft war seither einer deutlich erkennbaren Fährte gefolgt, die wahrscheinlich von einer Gruppe der erschlagenen oder heimgeschickten Yankton herrührte, wie die Überreste von Lagerfeuern, getöteten Pferden und hinterlassenen Gegenständen verrieten, auf welche man von Zeit zu Zeit stieß. Diese Fährte folgte auch Vater Hogg, als er allein in der Überzeugung war, dass sie wohl der kürzeste Weg zur Reservation der Yankton sei. Seine Frau und Tim saßen auf dem Wagen, Luke ging mit der Peitsche neben dem Gespann her, und Vater Hogg, mit der Doppelflinte unter dem Arm und den treuen Hund Mingo zur Seite, lief immer rekognoszierend etwa tausend Schritte voraus, um den Weg Weiterlesen →

John Tanner – Das Leben eines Jägers 5

John Tanner
Das Leben eines Jägers
oder
John Tanners Denkwürdigkeiten über seinen 30-jährigen Aufenthalt unter den Indianern Nordamerikas
Erstmals erschienen 1830 in New York, übersetzt von Dr. Karl Andree

Fünftes Kapitel

Wenige Tage danach ruderten wir alle den Red River hinauf und kamen nach zwei Tagen an die Mündung des Assiniboine River, wo eine große Anzahl Chippewa und Ottawa gelagert hatte. Gleich nach unserer Ankunft traten die Häuptlinge zusammen, um über die Mittel zu beraten, welche dazu dienen könnten, unserem erbärmlichen Zustand abzuhelfen.
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Das Geheimnis des Medizinbeutels – Teil 4

Das Geheimnis des Medizinbeutels – Teil 4
Eine Erzählung von Fr. Daum
Um 1925 erschienen im Verlag von A. Anton & Co. in Leipzig

Bedächtig nahm der das Blatt und hielt es vor die Augen.

»Well, ich will es wenigstens versuchen, obwohl es lange her ist, seit ich mich mit geschriebenen Buchstaben herumschlug.«

James Allan ließ seine Blicke voll gespannter Erwartung auf dem Gesicht des Lesenden ruhen. Auch die anderen, mit Ausnahme der in stoischem Gleichmut verharrenden Indianer, waren neugierig geworden. In den Zügen des verwitterten Alten zeigte sich jedoch keinerlei Veränderung. Als er den Zettel gelesen hatte, sah er schweigend und unbewegt in die leise knisternden Flammen des Feuers. Allan konnte seine Erregung nicht mehr zügeln. Ungeduldig schrie er Weiterlesen →

Im fernen Westen – Sioux-Kit 2

Sioux -Kit
Kapitel 2

Vater Hogg dankte dem lieben Gott aufrichtig, dass er seine Arbeit bis hierher so sichtlich gesegnet hatte. Sein Wahlspruch Mit Gott den Anfang, dann hat’s guten Fortgang bewährte sich. Als die Yankton sahen, wie sauber und manierlich die Kinder Scha-co-opons in der Schule wurden, wie sie sauber gekleidet erschienen in Jacken, Beinkleidern und Röckchen aus gegerbter Hirschhaut, welche Frau Hogg zugeschnitten und zum Teil genäht hatte, wie die Jungen lesen, schreiben, Englisch, die Mädchen dazu noch stricken und häkeln lernten, da kamen auch andere Krieger der Yankton herüber und baten Herrn Hogg, ihre Kinder ebenfalls in die Schule zu nehmen, denn da dies nichts kostete, so glaubte jeder, seine Mittel erlaubten ihm dies ebenfalls. So hatten denn Herr und Frau Hogg bald an die vierzig Kinder von acht bis zwölf Jahren, welche morgens aus dem Dorf über den Choteau herüberkamen und meist einen seltenen Eifer entwickelten, denn diese Rothäute sind sehr eitel und ehrgeizig. Und wenn die Weiterlesen →