Das Geheimnis des Medizinbeutels – Teil 7
Das Geheimnis des Medizinbeutels – Teil 7
Eine Erzählung von Fr. Daum
Um 1925 erschienen im Verlag von A. Anton & Co. in Leipzig
Schreiend und schießend rannten die Assiniboine hinter den Piegan und ihren Mustangs drein. Rifle Ben und seine Gefährten waren zu der Felsspalte geeilt. Da die ungeteilte Aufmerksamkeit der Assiniboine sich auf die Abwehr der Pferdediebe am anderen Ende des Dorfes richtete, hatten sie zunächst keine Störung bei der Befreiung zu befürchten. Als sie vor der dunkel gähnenden Öffnung der schmalen Schlucht ankamen, befahl Rifle Ben: »Baptist, Ihr bleibt hier am Eingang stehen und beobachtet die nächste Umgebung. Sobald sich etwas Verdächtiges zeigt, habt Ihr es zu melden.«
Die anderen waren schon in die Felsenge eingedrungen und suchten nach dem Gefängnis des Deutschen. Die Weißen liefen Weiterlesen
Der Freibeuter – Der dänische Rekrut
Der Freibeuter
Erster Teil
Kapitel 3
Der dänische Rekrut
Der in die Schlingen des Werbers gefallene junge Mann folgte mit entschlossenem Schritt der dänischen Fahne, die ihn nach Altona führte. In seinen Zügen hatte die frühere Verzweiflung über den Verlust seines Geldes dem Trotz Platz gemacht, der ein widriges Verhängnis herausfordert.
Die neuen Kameraden versuchten vergeblich, ihm ihre Herzstärkung aufzudringen, er wies die funkelnden Flaschen zurück und schien zur Erlangung eines festen Mutes nicht solcher Mittel zu bedürfen. Auch ließ er sich nicht auf ihre zudringlichen Fragen ein, sondern ging still vor sich hin, nur dann und wann, von den anderen unbemerkt, das große Auge Weiterlesen
Im Goldlande Kalifornien 1
Sophie Wörishöffer
Im Goldlande Kalifornien
Fahrten und Schicksale Gold suchender Auswanderer
Zeitgemäß gekürzt von A. Flügel um 1930
Kapitel 1 – Teil 1
Es war in den vierziger Jahren des vorletzten Jahrhunderts.
Der Herbstwind wehte durch die Buchenkronen eines polnischen Waldes. In einer versteckten Lichtung desselben saßen mehrere halb erwachsene Knaben um ein Holzfeuer versammelt. Die Burschen trugen hohe Mützen aus Schafpelz, ebensolche schlotternde Röcke und an den Füßen plumpe Holzschuhe, aus denen Stroh spitz und stachelig hervor sah. Sämtliche Knaben rauchten kurze Tonpfeifen.
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Im fernen Westen – Sioux-Kit 5
Die Zeit verging und Kit blieb bei den Hoggs, war seinen Versprechungen treu und wetteiferte mit Luke und Tim in Gehorsam, Fleiß und Dienstfertigkeit. Was ihm aber noch besonders die Liebe seiner Pflegeeltern gewann, das war neben all diesen Eigenschaften noch die Zärtlichkeit, welche Kit für den kleinen Theodor von dessen Geburt an bezeugte. Er hegte und pflegte den Kleinen von der Zeit an, wo dieser die ersten Worte stammelte und die ersten Versuche im Gehen machte, mit der liebreichen Sorgfalt einer Kinderwärterin. Es schien für Kit ein eigener Reiz darin zu liegen, das geistige Erwachen und die Entwickelung eines weißen Kindes zu beobachten und im Stillen mit denen einer jungen Rothaut zu vergleichen. Dieser vertraute Verkehr gewann noch an Innigkeit, als Luke und Tim, etwa zwei Jahre nach Kits Aufnahme in die Familie, das Elternhaus verließen, um in ein Methodistencollege in den Oststaaten aufgenommen zu werden und dort ihre Ausbildung zu vollenden. Luke hatte Kit empfohlen, ihre Stelle bei den Eltern Weiterlesen
John Tanner – Das Leben eines Jägers 7
John Tanner
Das Leben eines Jägers
oder
John Tanners Denkwürdigkeiten über seinen 30-jährigen Aufenthalt unter den Indianern Nordamerikas
Erstmals erschienen 1830 in New York, übersetzt von Dr. Karl Andree
Siebtes Kapitel
Am Ufer des Assiniboine, höchstens ein paar Tagereisen über den Tragplatz der Prärie hinaus, liegt eine Stelle, die Ke-new-kau-nesche-way-boant heißt (d. h. der Ort, wo man den grauen Adler schießt). Dort machen die Indianer häufig Halt. Als wir vorüberkamen, bemerkten wir kleine, in die Erde gesteckte Pfähle, an denen wir Stückchen von Birkenrinde fanden. Auf zwei dieser Stücke waren die Gestalten von Bären abgebildet, und auf den übrigen Figuren, welche andere Weiterlesen

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