John Tanner – Das Leben eines Jägers 32
John Tanner
Das Leben eines Jägers
oder
John Tanners Denkwürdigkeiten über seinen 30-jährigen Aufenthalt unter den Indianern Nordamerikas
Erstmals erschienen 1830 in New York, übersetzt von Dr. Karl Andree
Zweiundreißigstes Kapitel
Alle Männer, die noch so viele Kräfte hatten, dass sie imstande waren, zugehen, entschlossen sich, die Bisonherden aufzusuchen, welche damals ziemlich weit von uns entfernt sich aufhalten mussten. Ich aber wollte nicht mitgehen, und ein anderer guter Jäger, der gleichfalls meinte, dass die Bisonjagd nicht sehr ergiebig Weiterlesen
Der Freibeuter – Charakterunbeständigkeit
Der Freibeuter
Zweiter Teil
Kapitel 5
Aus dem Städtchen Bergen auf der Insel Rügen schritt eines schönen Herbstabends ein Mann nordwärts jenem Berg zu, der unter dem Namen des Rugard bekannt ist, und einst die Königsburg der Beherrscher des Eilandes auf seinem Gipfel trug. Der einsame Wanderer in der Abendbeleuchtung war jener rätselhafte Fremdling, welcher zuerst als Joseph Flaxmann auftrat, dann sich als vertriebener Jakobit und ehemaliger Major in Diensten der Krone England und endlich als Lord Palmerston enthüllte. Er war sorgfältiger gekleidet als früher. Die grobe Jacke war mit einem kurzen anständigen Rock vertauscht, doch hatte sein kleiner Hut und sein gelocktes braunes Haar immer noch etwas Freies und Ungezwungenes, wie es Leuten seines Standes zu jener Zeit selten eigen zu sein pflegte.
Der bayerische Hiesel – Teil 10
Friedrich Wilhelm Bruckbräu
Der bayerische Hiesel
Wildschützen- und Räuberhauptmann, landesverrufener Erzbösewicht
Der Rächer naht
Es ist eine bekannte Sache, dass selbst wilde Tiere, wenn sie einmal die bändigende Hand des Menschen empfunden haben, zahm und zugetan werden.
So ging es auch mit Tiras, der bald der treueste Anhänger Hiesels wurde und Tag und Nacht nicht von seiner Seite ging. War Hiesel im Wirtshaus, so lag Tiras auf dem Tisch vor ihm und starrte jeden Eintretenden, der nicht zur Bande gehörte, mit funkelnden Augen an. Ein Wink von Hiesel, und der, dem er galt, lag schon am Boden. Es Weiterlesen
John Tanner – Das Leben eines Jägers 31
John Tanner
Das Leben eines Jägers
oder
John Tanners Denkwürdigkeiten über seinen 30-jährigen Aufenthalt unter den Indianern Nordamerikas
Erstmals erschienen 1830 in New York, übersetzt von Dr. Karl Andree
Einundreißigstes Kapitel
Nach Verlauf von zwanzig Tagen ging ich wieder zu meiner Familie nach Pembina, und nachher mit Wa-ge-to-te auf die Prärien, um Bisons zu jagen. Da sagte man mir, dass die meisten Mestizen im Land äußerst erbittert auf mich wären, weil ich Partei gegen die Nordwest Company genommen hätte. Ja, einige Männer versicherten mich, Weiterlesen
Der Freibeuter – Die höchste und letzte Ehre
Der Freibeuter
Zweiter Teil
Kapitel 4
Gegen Abend desselben Tages war es in der Schank- und Barbierstube der Frau Ankarfield voll. Die Wirtin selbst saß in ihrem Lehnstuhl. Der Schrecken der vergangenen Nacht hatte ihrer Gesundheit geschadet. Sie fühlte sich unwohl und war sichtlich verfallen. Vor ihr saß der Schiffschirurgus Habermann und fühlte ihr den Puls mit besorgter Miene. Auf dem Tisch eine Teekanne, eine Schachtel mit Pillen, eine Büchse mit Latwerge, eine Flasche voll Medizin, ein Päckchen Pulver. In einiger Entfernung sah man eine stattliche Klistierspritze, einen Aderlassschnäpper, Schröpfköpfe, Bindezeug und Pflaster. Den übrigen Raum der Stube hatte meist die Schiffsmannschaft des Graf Mörner gefüllt, aus Neugierde, um Näheres über die Vorfälle der verwichenen Nacht zu Weiterlesen
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