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Storys

Die Plauderstube – Das alte Schloss

Die Plauderstube

Das alte Schloss

Eines Abends hatte sich eine zahlreiche Gesellschaft in dem gemütlichen Landhaus meines Vaters versammelt, um die Weihnachtsfeier mit uns zu begehen. Mein Onkel, welcher sich gerade in sehr heiterer Stimmung befand, erzählte viel von seinen Feldzügen in Spanien und sagte, nachdem er längere Zeit gesprochen, dass er uns eine Geistergeschichte zum Besten geben wolle, wie wir gewiss noch nie eine gehört hätten. Wir alle nahmen daraufhin Platz an dem großen Kamin, der von einer so hellen Flamme beleuchtet wurde, dass wir mit einem Gefühl der Sicherheit in die dunklen Ecken des Gemaches blicken Weiterlesen →

Das Phantom

Hanno Berg
Das Phantom
Eine Krimi-Kurzgeschichte

I

Der Boss hatte Luigi zu sich bestellt. Luigi war deshalb zu seiner Villa am Rande der Stadt gefahren und hatte sich vom Butler zum Arbeitszimmer des Bosses bringen lassen. Der Butler meldete Luigi an und winkte ihm dann durch die geöffnete Tür zu, den Raum zu betreten, während er selbst das Zimmer wieder verließ.

Der Boss stand auf, als Luigi vor seinem Schreibtisch stand, und umarmte ihn. Dann gab er ihm einen Kuss auf jede Wange und sagte: »Schön, dass du Zeit hast, Luigi! Ich habe einen Job für dich.«
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Das Seegespenst

Das Seegespenst
Eine Erzählung von Robert Kraft
Aus: Das Buch für alle. Illustrierte Familienzeitung. Chronik der Gegenwart. 45.Jahrgang. 1910

Ich kam von langer Reise, die ich als Zweiter Steuermann gemacht hatte, nach Hamburg zurück. Das ganze Schiff wurde abgemustert. Ich ließ mich auf dem Seemannsamt als heuersuchender Offizier einschreiben und fuhr inzwischen in die ferne Heimat. Freilich hatte ich wenig Aussicht, auf diese Weise eine neue Heuer zu bekommen.

Schon nach wenigen Tagen aber erhielt ich ein Telegramm, das mich nicht wenig in Erstaunen versetzte: »Willst du als Erster bei mir fahren? Sofort her! Paul Müller, Kapitän der Portland, Weiterlesen →

Der Müller und der Teufel

George C. Taylor
Der Müller und der Teufel

Es war einmal ein Müller, der Mais für reiche Bauern, einfache Bauern und Bauern, die kaum genug zum Essen verdienten, mahlte.

Während er den Mais mahlte, führte der Müller immer ein Gespräch mit dem Teufel, der hinter seinem Rücken stand, darüber, ob er gegenüber seinen Kunden gerecht sein sollte oder nicht.

Eines Tages, kurz vor Mittag, fuhr ein sehr reicher Landwirt mit fünfzig Wagenladungen Mais zur Mühle hinauf. Der Müller begann zu mahlen.

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Das Gastmahl des Doktor Bertrand

Charles Collins
Das Gastmahl des Doktor Bertrand
Kleines Roman-Magazin. Berlin,1867-4.

Aus den frühesten Tagen meiner Kindheit, so weit nur die Erinnerungen zurückreichen bis zu jener Grenze des Bewusstseins und der Dämmerung des traumartigen Pflanzenlebens, entsinne ich mich eines vergilbten Manuskripts, das mein Vater sorgfältig aufbewahrte und in das er mir niemals einen Blick gestattete. Nur so viel teilte er mir mit, dass es ihm einige Jahre vor meiner Geburt von einem französischen Emigranten übergeben worden war und dass es den authentischen Bericht einer Begebenheit enthalte, die sich wenige Jahre vor der französischen Revolution zugetragen habe und die man ohne genaue Kenntnis und Erwägung der in Frankreich zu jener Zeit herrschenden Sittenverderbnis in das Reich der Fabel zu verweisen geneigt sei.
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