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Wolfgang Brandt

Die MetropolCon 2026 in Berlin – Ein Interview mit Con Chair Claudia

Interview anlässlich der bevorstehenden MetropolCon 2026 in Berlin

Vom 2. bis 5. Juli 2026 wird Berlin zum Treffpunkt für Science-Fiction-, Fantasy- und Horror-Fans aus ganz Europa. Die MetropolCon 2026 im silent green Kulturquartier verbindet als diesjährige Eurocon Literatur, Wissenschaft und Kunst auf internationalem Niveau. Kurz vor dem Start des viertägigen Event-Marathons stand uns Con Chair Claudia Rede und Antwort.
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Der Mythos Tempelritter – Teil 3.20

Mythos-Tempelritter

Einst waren sie im Hochmittelalter die mächtigste Organisation auf Gottes Erden. Sie waren führend im Bankwesen, sie besaßen die größte Flotte des Abendlandes. Zeugen ihrer schier übermächtigen Größe und ihres Reichtums findet man noch heute: Der Newport Tower in Newport, Rhode Island, der als Leuchtturm der Templer gilt; Santa Mariá de Eunate in Spanien, welche die Templer nach dem Vorbild der Grabeskirche in Jerusalem erbauten; Temple Church in London, die den Templern als englisches Hauptquartier diente; die Klagemauer sowie der Tempelberg in Jerusalem, wobei aufgrund der derzeitigen religiösen und politischen Auseinandersetzungen zwischen Israel und Palästina es dort unmöglich erscheint, umfangreiche Ausgrabungen Weiterlesen

Mosaik Band 3

Hannes Hegen
Mosaik Band 3
Die Bimmel-Bummelbahn

Abenteuer, Comic, Verlag Neues Leben, Berlin, März 1956, 32 Seiten, Texte: Hannes Hegen, Hans Oesterreicher, Zeichnungen: Hannes Hegen, Kolorierung und Tusche: Jochen Arfert, Heinz Handschick

Mit dem dritten Heft der legendären Comic-Bilderzeitschrift Mosaik festigte Schöpfer Hannes Hegen (Johannes Hegenbarth) das Fundament für den langanhaltenden Erfolg seiner Publikation in der DDR. Nach den ersten beiden Heften, die die Digedags – Dig, Dag und Digedag – auf einer abenteuerlichen Orientreise einführten, verlagert Heft 3 das Geschehen in eine dynamische, von Technikbegeisterung und humorvollem Chaos geprägte Reisewelt. Die Erzählung nutzt das Motiv der Eisenbahnfahrt als klassisches literarisches und grafisches Vehikel, um menschliche Schwächen, technischen Pioniergeist und gesellschaftliche Interaktion auf engstem Raum zu parodieren.

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Metamorphose des Phantoms in der Belle Époque

Vom Logenbesetzer zum Weltverschwörer
Die Metamorphose des Phantoms in der Belle Époque

Eine vergleichende Untersuchung zur literarischen Kontinuität von Gaston Lerouxs Le Fantôme de l’Opéra und Souvestre/Allains Fantômas

Die französische Kriminalliteratur und der Fortsetzungsroman der Belle Époque brachten zwei überlebensgroße Gestalten hervor, die das kollektive Imaginäre des 20. Jahrhunderts tief geprägt haben: Erik, das tragische, orgelspielende Phantom der Oper (Gaston Leroux, 1910), und Fantômas, den Meister des Schreckens (Pierre Souvestre und Marcel Allain, 1911).

Auf den ersten Blick trennen diese beiden Figuren Welten – auf der einen Seite das spätromantische Gothic-Melodram, auf der anderen der nihilistische, moderne Action-Thriller. Betrachtet man sie jedoch durch die Prismen der Wissenschaft und Lehre von der Dichtkunst, der Psychoanalyse, der Raumsemantik und der Medienarchäologie, offenbaren sich verblüffende Analogien.

Es lässt sich die These aufstellen, dass Fantômas die folgerichtig modernisierte Emanzipation des Phantoms der Oper ist – Weiterlesen

Zwanzig Jahre zwischen den Welten

Zwanzig Jahre zwischen den Welten

Es gibt Daten, die zunächst unscheinbar wirken. Der 5. Juni 2006 war so ein Tag. Kein Feiertag, kein Paukenschlag in den Abendnachrichten. Und doch wurde an diesem Tag ein digitales Fenster geöffnet, durch das seit nunmehr zwanzig Jahren Gespenster flüstern, Helden stolpern, Schatten lachen und Geschichten atmen: Geisterspiegel ging online.

Was damals begann, war mehr als der Start einer weiteren Website. Es war ein Versprechen – vielleicht kein bewusst formuliertes –, das sich bis heute einlöst: Geschichten eine Bühne zu geben, unabhängig von Marktlogik, Verkaufszahlen oder kurzlebigen Moden. In einer Zeit, in der das Internet noch in den Kinderschuhen steckte, Blogs boomten und soziale Netzwerke ihre ersten Schritte machten, setzte Geisterspiegel auf Inhalte statt Effekte. Auf Worte statt Werbebanner. Auf Atmosphäre statt Aufmerksamkeitsökonomie.

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