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Im Original Friedrich Wilhelm Bruckbraeu

Der bayerische Hiesel – Teil 27

Der-bayerische-HieselFriedrich Wilhelm Bruckbräu
Der bayerische Hiesel
Wildschützen- und Räuberhauptmann, landesverrufener Erzbösewicht

1770

Dieses Jahr bildet mit Recht einen eigenen Abschnitt im wilden, stürmischen Leben des Hiesel. Es ist das letzte Jahr seiner zügellosen Gewalttaten, die er im Jahr 1766 begonnen hatte. Das letzte Jahr, aber auch das denkwürdigste durch die Zahl und die Schwere der Verbrechen des kühnen Wildschützenhauptmannes.

Wie sehr man auch die blutigen Taten Hiesels hassen muss, so fühlt man doch auch eine innere Wehmut, einen so jungen, kräftigen Mann mit trefflichen Anlagen, die unter anderen Zeiten und Umständen seinen Ruhm begründet Weiterlesen

Der bayerische Hiesel – Teil 26

Der-bayerische-HieselFriedrich Wilhelm Bruckbräu
Der bayerische Hiesel
Wildschützen- und Räuberhauptmann, landesverrufener Erzbösewicht

Noch ein Besuch

Der abgenötigte Rückzug aus dem Wirtshaus, der Gedanke, was wohl der alte Förster von seiner Stärke und von seinem Mut halten werde, da er vor Bauern gleichsam die Flucht ergriffen, beschäftigte die ganze Nacht hindurch Hiesels Phantasie. Als der Tag anbrach, befahl er seiner Bande, ihm nach Deißenhausen zu folgen, wo er noch ein Geschäft zu besorgen habe.

Zu diesem Besuch veranlasste ihn die Meldung eines vertrauten Bauers, schon vor Tagesanbruch, dass an dem Weiterlesen

Der bayerische Hiesel – Teil 25

Der-bayerische-HieselFriedrich Wilhelm Bruckbräu
Der bayerische Hiesel
Wildschützen- und Räuberhauptmann, landesverrufener Erzbösewicht

Hiesel tanzt wieder

Einer von Hiesels Kameraden brachte die Nachricht, wenige Wochen nach dem erzählten Vorfall, dass der Sohn eines reichen Bauers im Wirtshaus zu Deißenhausen Hochzeit halte, wozu ohne Zweifel die Jäger und Förster geladen sein würden.

Das kam unserem Hiesel erwünscht! Er zeigte sich gar zu gerne an öffentlichen Orten und bei Gelegenheiten , wo er vor einer Menge von Menschen Beweise seines Mutes und seiner Geschicklichkeit im Schießen geben konnte. Weiterlesen

Der bayerische Hiesel – Teil 24

Der-bayerische-HieselFriedrich Wilhelm Bruckbräu
Der bayerische Hiesel
Wildschützen- und Räuberhauptmann, landesverrufener Erzbösewicht

Weitere Grausamkeiten

Einige Wochen darauf zog Hiesel mit der Hälfte seiner Bande am Wirtshaus von Ettenbeuren vorbei und schaute durch das Fenster in die Stube, wer sich wohl darin befinden möge.

Er bemerkte einen Mann, der eilig hinter den Ofen schlupfte, aber vergessen hatte, Hut, Gewehr und Jagdtasche, die auf dem Tisch lagen, mit sich zu nehmen.

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Der bayerische Hiesel – Teil 23

Der-bayerische-HieselFriedrich Wilhelm Bruckbräu
Der bayerische Hiesel
Wildschützen- und Räuberhauptmann, landesverrufener Erzbösewicht

Der Wildschütz und der Furierschütz

Der Weg führte Hiesel mit einigen Kameraden in die Gegend von Binswangen, dessen Zollner kürzlich unter Hiesels Händen Todesangst gelitten hatte. Unvermutet kam auf der quer durch den Wald führenden Straße geschritten Johann Michael Brenner, Furierschütz aus Dillingen, den Wildschützen gerade entgegen.

»Das ist der verdammte Hund, der Brenner aus Dillingen, der vor 14 Tagen in einem Wirtshaus daselbst öffentlich gesagt hat, es schmecke ihm kein Trunk Bier und kein Stück Fleisch mehr, solange du nicht auf das Rad geflochten Weiterlesen