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Sagen der mittleren Werra 78

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Die weiße Frau vom alten Liebenstein

Alle sieben Jahre steigt die weiße Frau von der alten Burg Liebenstein zu dem am Promenadenweg nach Glücksbrunn gelegenen Auborn herab, füllt hier einen mitgebrachten steinernen Krug und badet sich dann in dem Quell.

Hierauf begibt sie sich wieder zur Burg hinauf, um das dort vor Zeiten eingemauerte und noch immer wimmernde Kind zu laben. Andere wollen wissen, dass sich die weiße Frau zuweilen auch in dem Glücksbrunner Teich bade. An ihrem Gürtel hat sie die Schlüssel zu den verwünschten Schätzen droben auf der alten Burg und dem Hohlenstein.

Von der weißen Frau im Schloss zu Bad Liebenstein

In dem früher der Familie von Fischern zugehörigen Schloss, dem jetzigen Kurhaus zu Liebenstein, soll sich vor jedem in der erwähnten Familie vorgekommenen Todesfall eine weißverschleierte Frau gezeigt haben. Seit dem Umbau jedoch will man die Erscheinung nicht wieder bemerkt haben.

Vom Goldborn, früher Hollaborn, oberhalb Bairoda

Wenn man vor Bairoda dem Fußpfad nach der Klinge und Brotterode folgt, links über die Kuckuckswiesen am Saum des Waldes hin, an dem Heffenspittel und dem Martinibrunnen vorübergeht, so hat man auch bald einen dicht am Weg reichsprudelnden Quell, den Goldborn, erreicht.

Von ihm erzählt die Sage, dass er einst stark von Venedigern besucht worden sei, welche die dort von dem Quell ausgeworfenen Goldkörner eingesammelt hätten. Doch wäre später der Born, als die Bairöder hinter den Schatz gekommen und ihn ebenfalls ausbeuteten, von den Wälschen mithilfe ihrer geheimen Künste in der Weise umgestaltet worden, dass nicht ein einziges jener Körner mehr zu Tage gefördert worden sei.

Dafür hätte sich das Gold im Inneren angesammelt und sei dann von den Venedigern in Masse herausgeschafft worden.