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Die Geschichte von Sternenlicht

Die Geschichte von Sternenlicht

Manch einer stellt sich die Frage, wie es dazu kam, eine Hommage an die Kultfernsehserie Raumpatrouille Orion zu veröffentlichen.

Dazu muss ich weit in die Vergangenheit zurückgehen. Es war damals, als mir mein Vater erlaubte, die Serie Raumpatrouille Orion im Fernsehen anzuschauen. Ich rede von der Erstausstrahlung am 17. September 1966. Seitdem war ich Fan der ersten Stunde, wie man so schön sagt. Bereits vorher hatte ich Jules Verne und Donald A. Wolheim gelesen sowie die Heftromane, die ich von einem Freund meines Vaters erhielt. Eine Bunte Mischung aus Terra, Utopia und Perry Rhodan. Die erstgenannten Hefte tauschte ich schnell gegen weitere Perry Rhodan-Hefte. Heute habe ich die Serie von Band 1 bis 2500 in Erstauflage zu Hause stehen.

Ich habe die Serie Raumpatrouille Orion von Anfang an gemocht, fast jede Wiederholung im Fernsehen verfolgt und natürlich die DVD gekauft. Jahrelang war ich Mitglied in Orion-Clubs, um das Gefühl der Serie wieder aufleben zu lassen. Und doch, es dauerte bis zum Jahr 2011, bis ich mich der Serie erneut und auf einem anderen Weg nähern konnte.

Ich gründete den Verlag Saphir im Stahl, mit der Absicht, meine eigenen Werke zu veröffentlichen. Und Werke, die mir gefallen. Dazu gehörte unter anderem auch Raumpatrouille Orion. Bei anderen Büchern erhielt ich leider nicht die Rechte. Ich nahm Kontakt zu Hanns Kneifel auf, um zu fragen, ob ich die von ihm herausgebrachten Taschenbücher neu herausgeben darf. Er war einverstanden und mit dem Kauf der Lizenz von Bavaria konnte ich das Buchprojekt angehen. Hanns Kneifel erklärte sich bereit, weitere leichte Bearbeitungen vorzunehmen.

Eine kleine Anekdote am Rande. Auf dem zweiten Perry-Rhodan-Weltcon in Mannheim hatte mein junger Verlag einen Stand. Am ersten Tag konnte ich selbst nicht vor Ort sein, aber mein Freund Volkmar Kuhnle übernahm dankenswerterweise die Arbeit. Während er am Verlagsstand arbeitete, sprach er Hanns Kneifel an, ohne ihn zu erkennen.

»Wir haben hier die Bücher der brillanten Serie Raumpatrouille Orion. Kennen Sie die?«

Darauf antwortete Hanns Kneifel: »Ich weiß, ich habe sie geschrieben.«

Mit Hanns Kneifel hatte ich einige Gespräche geführt, um Raumpatrouille auf Grund der Serie weiterleben zu lassen, jedoch ohne die bekannte Reihe zu kopieren, sondern viele Jahre später anzusiedeln. Leider blieb es bei der Absicht, denn leider verstarb Hanns.

Viele Jahre später lernte ich Horst Hoffmann kennen. Er war Autor der Orion-Heftroman-Serie. Er schrieb dabei auch zehn Romane, die vor der Fernsehserie angesiedelt waren. Da er selbst im Besitz der Rechte war, konnte ich seine Abenteuer in fünf Büchern mit je zwei Romanen veröffentlichen. Auch er war meiner Idee gegenüber, einer SF-Serie als Hommage an Raumpatrouille Orion zu schreiben, angetan. Aufgrund meiner Ideen entwickelten wir die Serie Sternenlicht. Von Horst Hoffmann erschien der erste Band Insel im Nichts. Der Roman wurde von den Lesern sehr unterschiedlich aufgenommen. Er polarisierte in Gut und Schlecht. In diesem Roman fanden sich, wie auch in den nachfolgenden Romane, viele Anspielungen auf Raumpatrouille Orion.

Nach dem Ausscheiden von Horst Hoffmann aus dem Verlag konnte Johannes Anders als Autor gewonnen werden.

Band zwei der Serie ist Rücksturz nach Tyros; eine Anspielung auf die Aussage in den Filmen Rücksturz nach Terra. Es ging dabei um den Erstkontakt zu zwei Fremdspezies. Dabei geht es teilweise sehr hart zur Sache, fast wie bei einer Military-SF. Dennoch ändert sich dieser Eindruck wieder und der Sense of Wonder, den ich so gern in den Vordergrund stelle, trat wieder ein.

Zum Inhalt:

Admiralin Charlene Armstrong und die Crew des Expeditionsschiffs FERDINAND MAGELLAN sind vom Pech verfolgt. Bei einer missglückten Mission auf dem Planeten Vlock verlieren sie vier Erkundungskreuzer. Und auch die nächste Mission droht schon im Ansatz zu scheitern. Kein Wunder, dass Stimmen immer lauter werden, die den Rücksturz nach Tyros fordern. Aber die Admiralin bleibt unbeugsam.

Die Anspielungen im Roman sind, wie Johannes Anders schreibt, »eine Hommage an die Inner-Space-Romane von Philipp K. Dick, in denen der Held oft eine alternative Wirklichkeit entdeckt, zum Beispiel wie in Eine andere Welt. Die Rituale der Scram sind identisch mit den Regeln der Projektmanagementtechnik SCRUM. Jeder Projektmanager, der den Roman liest, wird sich kringelig lachen.« So Johannes Anders.

Geplant hatte ich, halbjährlich Jahr einen Roman zu veröffentlichen. Allerdings dauerte es ein Jahr, bis Band zwei erschien. Doch Johannes war sehr aktiv. Und während der zweite Band unter dem Titel Storm von ihm geschrieben und kurz danach von mir veröffentlicht wurde, lernte ich Joachim Stahl und Peter R. Krüger kennen.

Zum Inhalt von Band 3:

Admiralin Charlene Armstrong und die Crew des Expeditionsschiffs FERDINAND MAGELLAN sind vom Pech verfolgt. Bei einer missglückten Mission auf dem Planeten Vlock verlieren sie vier Erkundungskreuzer. Und auch die nächste Mission droht schon im Ansatz zu scheitern. Kein Wunder, dass Stimmen immer lauter werden, die den Rücksturz nach Tyros fordern. Aber die Admiralin bleibt unbeugsam.

Storm ist eine direkte Fortsetzung von Rücksturz nach Tyros. Dennoch sind beide Romane eigenständig zu lesen. Natürlich gibt es auch hier Anspielungen an Raumpatrouille Orion, ebenso wie ein paar Anspielungen auf andere Serien und SF-Literatur. Johannes meint dazu: »Der Roman ist inspiriert von Quentin Tarantinos Film Kill Bill. Die Kapitel sind nach Personen benannt, die am Ende meistens sterben oder nur knapp überleben. Die Piraten im ersten Kapitel sind echten Piraten nachempfunden: Mari Ried ist Mary Read, Jet Rockheim ist Jack Rockham.«

Peter R. Krüger, der das Sachbuch Es lebe Raumpatrouille Orion schrieb, war schnell zu begeistern. Kaum hatte er meine Zustimmung und begann zu schreiben. Die Romane wurden schneller fertig, als der Veröffentlichungszeitraum geplant war.  Aus diesem Grund wurde die Erscheinungsweise kurzerhand auf quartalsweise gesetzt. Und so erschien Der Fehler im System auch sehr schnell.

Das Buch:

Die Besatzung des Erzfrachters ALBATROS III fürchtet um ihr Leben, als sie während des Fluges zwischen den Planeten K-85 und Tyros von einem unbekannten Schiff unter Beschuss genommen wird. In der Hoffnung auf Hilfe wird ein Notruf abgesetzt, der von der JAGELLOVSK, einem Kreuzer des Sternenlicht-Sicherheitsdienstes unter dem Befehl vom Commander P.M. Walt Kargon, aufgefangen wird. Sofort eilt die JAGELLOVSK zu Hilfe und kann die Angreifer zurückschlagen. Doch ist die Gefahr längst noch nicht gebannt, denn es steht zu befürchten, dass die Angreifer zurückkehren werden, um ihr Werk zu vollenden.

Die Anspielungen:

In Der Fehler im System habe ich eine Anspielung auf Star Trek Der Film. Bei mir wird das Wrack der ENVOR gefunden, aber durch die Lücken zwischen den Buchstaben stellt Walt fest, dass es sich um die ENDEAVOUR handelt = V’Ger/Voyager 6.

Mein Arzt, Doktor Smith, soll in jedem Buch mindestens einmal sagen, dass er Arzt sei und kein (was auch immer). Ebenfalls eine Anspielung auf Star Trek (Dr. McCoy).

Ich habe in Der Fehler im System die eYeBoTs eingesetzt. Hier verbirgt sich eine kleine Anspielung an meine Lieblingsband Queen. Die haben nämlich in den 1990er Jahren ein Computerspiel auf den Markt geworfen, das den Namen The eYe trägt.

Joachim Stahl ist der Autor von Parsifal, dem fünften Band der Reihe.

Als der Sohn eines moranischen Großunternehmers im All entführt wird, erhält Admiral Hoffmann den Auftrag, den jungen Mann aus der Gewalt der Raumpiraten zu befreien. Niemand ahnt, welche Gefahren damit verbunden sind. Auch die Besatzung des Raumkreuzers GB-I (GIORDANO BRUNO) unter dem Kommando von Major Taunsend wird bis an die Grenzen ihrer Belastbarkeit geprüft.

Joachim erzählt von seinen Anspielungen:

Erwähnt wird der Wissenschaftler Valens, der aus der Fernsehserie übernommen wurde; ein Offizier auf Moran heißt Schönherr, der Vorname wird nicht genannt, womöglich Dietmar. Der Ortungsoffizier der GIORDANO BRUNO namens Ronaldo Gallo ist eine Inkarnation von Ronald M. Hahn, der meinen Roman freundlicherweise auch Probe gelesen hat. Ansonsten gibt es in meinem Roman etliche musikalische Anspielungen: Die Raumschiffbesatzung besteht etwa größtenteils aus der englischen Rockband The Who, die vor etwa 50 Jahren, also recht kurz nach der Erstausstrahlung der Fernsehserie, zwei Rockopern veröffentlicht hat. Die Namen der Bandmitglieder sind nur leicht verfremdet und das Geschlecht wie heutzutage üblich teilweise umgewandelt. Ihr Stück Love Reign O’er Me aus der Rockoper Quadrophenia hören Parsifal und seine Piratenbraut ganz am Ende. Viele Personen haben Namen, die aus klassischen Opern stammen. Ich hoffe, durch das Weglassen der von mir vorgeschlagenen Unterzeile Eine Weltraumoper auf Cover und Schmutztitel der Druckversion fragen sich die Leser nun nicht, warum der Roman eine Ouvertüre hat und in Akte statt Kapitel gegliedert ist.

Funkoffizierin der GIORDANO BRUNO ist eine gewisse Uhura, ihre Borduniform wird allerdings im Gegensatz zur gleichnamigen dunkelhäutigen Dame der Fernsehserie Raumschiff Enterprise nicht als minirockförmig beschrieben. Auch weibliche Moraner tragen an Bord lange Hosen.

Ich persönlich bin dafür, dass Anspielungen an andere Serien, Filme, Autoren oder reale Personen innerhalb der Romane auftauchen. Es kann ein Sport der Leser werden, die ganzen Anspielungen in den Romanen zu finden.

Band 6  Wanderer stammt von mir.

Das Forschungsraumschiff VASCO DA GAMA ist unterwegs, um ein Schwarzes Loch zu untersuchen. Gleichzeitig werden die schnellen Erkundungskreuzer ausgesandt, die Funkbojenbrücke in das Heimatsystem aufrecht zu erhalten. Dabei stößt die Besatzung der CHARON auf eine künstliche Station, die scheinbar ziellos durchs All treibt. Diese Station ist nicht mehr bewohnt. Die ehemalige Besatzung floh. Die Station hat einen Durchmesser von 50 km, eine Dicke von 7 km und eine Biosphärenkuppel, unter der sich ein Wald und ein Fluss befinden. Hier erlebt die Besatzung der CHARON diverse Abenteuer.

Anspielungen:

Seth Shostak ist ein amerikanischer Astronom, dessen Spezialgebiet die Erforschung außerirdischer Intelligenz ist. Die Station wird von der Besatzung WANDERER getauft. Die Anspielungen dürften schnell gefunden sein. 1) Lautlos im Weltraum  Spielfilm 1a) Huey, Dewey und Louie, schon im Film die Anspielung an Donald Ducks Neffen Tick, Trick und Track und 2) Perry Rhodan Serie, Halbplanet der Superintelligenz ES. Nur kurz erwähnt wird der Titel eines Buches von Ursula K. Le Guin Das Wort für Welt ist Wald. Vurguzz aus der Perry Rhodan Serie, Admiral Garibaldi = Garibaldi aus Babylon 5, Hans Oloo = Star Wars Han Solo.

Die Serie Sternenlicht, nach der Sternenlichtvereinigung, hat zwölf Forschungsraumschiffe ausgesandt, um das umgebende Weltall zu erkunden. Der offizielle Einleitungstext lautet: »Man schreibt das Jahr 3166. Seit den verhängnisvollen Kriegen gegen die Frogs sind über hundert Jahre vergangen. Das Staatsgebilde der Menschheit, die von kühnen Raumpionieren erschlossene Raumkugel, ist in eine Vielzahl von kleineren Reichen zerfallen oder wird von Hasardeuren und Piraten beherrscht. Eines der aufstrebenden neuen Reiche ist die Sternenlicht-Vereinigung mit der Hauptwelt Tyros. Die Vereinigung sieht sich in der politischen und kulturellen Nachfolge der Menschheit vor dem Erscheinen der Frogs, die ebenso plötzlich und geheimnisvoll wieder von der kosmischen Bildfläche verschwunden sind, wie sie kamen.«

Mit diesem Hintergrund könnten 12 Autoren an der Serie mitschreiben, jeder führt sein eigenes Forschungsraumschiff mit vier bis sechs schnellen Erkundungskreuzern der Orionklasse. Hier wird schnell deutlich, warum die Kreuzer der Orion ähnlich sehen.

Dennoch versteht sich die Serie nicht als ein Abklatsch der Fernsehserie. Sie will etwas Eigenständiges sein, mit Anspielungen auf die Fernsehserie.

(es)

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