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Deutsche Märchen und Sagen 48

Johannes Wilhelm Wolf
Deutsche Märchen und Sagen
Leipzig, F. A. Brockhaus, 1845

48. Die versunkene Templerkirche zu Aachen

In der Nacht, welche dem Tag vorherging, an dem die hab- und ränkesüchtigen Papst Clemens und König Philipp von Frankreich die Häupter und viele der Ritter des Templerordens in Paris auf dem Scheiterhaufen verbrennen ließen, versank die Kirche der Tempelherren zu Aachen und Wasser deckte die Stelle, wo sie gestanden hatte. Wenn man an hellen Lenztagen das Ohr an dem Ort auf den Boden legt, dann vernimmt man ein fernes, unterirdisches Läuten von Glocken. Auch sieht man in der Nacht nach dem Tag, an welchem die Templer einst die Märtyrerkrone empfingen, noch jährlich um zwölf drei Ritter in dem weißen Ordensmantel mit rotem Kreuz über den nun von ihnen genannten Templergraben schreiten und seufzend um die Stelle wandeln, wo ehedem ihre Kirche stand. Sie verschwinden erst mit dem Schlag eins.

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