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Fischmund

Uwe Voehl, Malte S. Sembten
Fischmund
Ein Lovecraft’scher Roman, gebunden mit Goldprägung auf dem Buchrücken, Schutzumschlag und Lesebändchen, Edition CL Eric Hantsch, Neustadt/Sachsen, Mai 2017, 157 Seiten, 25,00 Euro, keine ISBN, limitiert auf 150 Exemplare, Illustrationen von Jörg Neidhardt, signiert von Autor und Illustrator
cthulhulibria.wordpress.com

Eric Hantsch, Herausgeber und Macher von Cthulhu Libria, drückte mir dieses Buch in die Hand, ich möchte es doch mal im Phantastischen Bücherbrief vorstellen. Leider verschob sich diese Vorstellung, was ich eigentlich bedauere. Denn erstens sind mir deutsche Beiträge sehr lieb, zweitens ist das Buch in einer hervorragenden Qualität erstellt – mit Lesebändchen und Schutzumschlag. Zu guter Letzt drittens: der Inhalt des Buches, geschrieben von Uwe Voehl und Malte S. Sembten.

Das Buch Fischmund ist ein lesenswertes Werk über einen Ort gleichen Namens. Ein Buch mit so einem Titel wirkt leicht befremdlich, auch ein Dorf mit gleichem Namen ist nicht das Nonplusultra einer aufstrebenden Metropole.

Es beginnt mit einer Abiturfeier, einem Mädchenschwarm namens Frans Teufel, dem Protagonisten und seiner unsterblichen Liebe Johanna. Johanna hat aber jemand anderes im Sinn, nicht den Protagonisten. Klar, dass unser Held nicht mithält. Aber dann wird es spannend. Frans’ Porsche geht zweimal in Flammen auf, wobei er beim zweiten Mal das Zeitliche segnet.

Fünfzehn Jahre später geht es weiter. Peter, Johannas Bruder, hat den Helden eingeladen, sich ein Haus anzusehen. Und damit nimmt die Geschichte an Fahrt auf. Der Icherzähler stößt auf Geheimnisse in und um Fischmund. Das Schöne daran ist, dass nicht jedes Geheimnis ein solches ist, nicht jedes wird bis zum Buchende gelöst. Die Spannung steigt langsam an, der Protagonist gerät in schwierige Situationen und …

Das Buch ist von der Kunstfertigkeit eines Buches, was ein Lesegerät nie anbieten kann, bis hin zur spannenden Geschichte gelungen. Die Erzählung nimmt mich als Leser gleich gefangen. Dass Malte bereits mehr als ein Jahr tot ist, finde ich schade, weil von ihm keine neuen Erzählungen kommen können. Von Uwe Voehl hingegen können wir sicherlich noch einiges erwarten. Und dazu kann ich nur sagen, mach mal, Uwe. Mach mal!

(es)