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Slatermans Westernkurier 03/2017

Auf ein Wort, Stranger, wenn wir heute über einen Mann namens Jones berichten.

Jones?

Sicher wird sich jetzt manch einer fragen, was um alles in der Welt denn an jemanden mit einem solchen Allerweltsnamen so interessant ist? Jones, Miller, Smith ist in Amerika ungefähr das Gleiche, als wenn man hierzulande über einen Herrn Müller, Meier oder Schmid berichten würde.

Das ist doch langweilig.

Weit gefehlt, denn die Geschichte dieses Mannes steht selbst im Land der unbegrenzten Möglichkeiten einmalig da.

Gus T. Buster Jones, geboren im Juli 1882, opferte sich im Dienst für das Gesetz auf und machte eine Karriere, die weder vor noch nach ihm ein Gesetzesbeamter machen konnte.

Mit 15 Jahren wurde er Private bei den 3rd Texas Volunteers und war mit 16 im spanisch-amerikanischen Krieg der jüngste an Kampfhandlungen beteiligte Soldat.

Nach seinem Ende war er von 1905 bis 1908 erst Assistent Chief of Police in San Angelo, Texas, dann Deputy Sheriff im Tom Green County.

Danach trat er den Texas Rangern bei, machte sich einen Namen, der weit über die Grenzen des Lone-Star-Staates hinaus bekannt wurde und wechselte 1910 zur Border Patrol und zum US-Imigration-Service, wo er undercover in Mexiko so manche Schmugglerbande auffliegen ließ.

Aufgrund der außergewöhnlichen Leistungen und der großen Erfahrungen wurde er 1916 in das Bundesjustizministerium berufen und als einer der ersten FBI-Agenten in El Paso stationiert. Sein erster Job war es, nach einem Überfall des mexikanischen Revolutionärs Pancho Villa in Columbus, New Mexiko, die Ermittlungen zu führen.

Viele weitere Aufgaben folgten, die er mit Bravour meisterte sollte.

Er wirkte beim Urschel-Kidnapping-Fall mit und war dabei, als man Al Capone ins Gefängnis begleitete.

Endgültig zur Legende wurde Buster Jones, als er den in ganz Amerika gesuchten Schwerverbrecher Machine Gun Kelly festnahm.

Als Jones 1944 in den Ruhestand trat, hatte er länger als irgendein anderer FBI-Agent im aktiven Polizeidienst gestanden. Er war einer der profiliertesten Persönlichkeiten im amerikanischen Polizeiwesen. Trotzdem machte er nie viel Aufhebens um seine Person. Nach seiner Pensionierung zog er sich mit seiner Frau nach San Antonio zurück. Dort starb er am 28. September 1963 im Bett.

Genauso unspektakulär, wie er gelebt hatte, genauso gewöhnlich wie sein Name.

Buster Jones ist deshalb nicht umsonst eine Legende in Amerika.

Quellenhinweis:

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