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Asterix Nr.1: Asterix der Gallier

In einem kleinen beschaulichen gallischen Dorf leisten dessen Bewohner dem ruhmreichen Cäsar immer noch Widerstand. Um herauszufinden, warum die Gallier so stark sind, entsenden die Römer einen der ihren als Gallier verkleidet ins Dorf. Dessen Tarnung fliegt zwar auf, aber er kann seinem Vorgesetzten von einem Zaubertrank berichten, der den Dorfbewohnern übermenschliche Kräfte verleiht. So einen Trank wollen die Römer natürlich auch, also entführen sie den für den Zaubertrank zuständigen Druiden. Druide Miraculix allerdings denkt nicht daran, den Römern zu helfen. Im Gegenteil, er führt seine Gegner an der Nase herum: Anstatt ihnen den Zaubertrank zu brauen, verabreicht er ihnen ein extrem gut wirkendes Haarwuchsmittel. Um nicht völlig zu verhaaren, drängt der Garnisonskommandant auf ein Gegenmittel. Aber Miraculix und Asterix haben andere Pläne.

Ehapa bringt alle bisherigen Bände der Asterix-Reihe neu koloriert heraus. »In sorgfältiger Detailarbeit wurden alle 34 Alben einheitlich koloriert und die Sprechblasen in der Schrift Albert Uderzos neu gelettert. Die Covergestaltung wurde behutsam modifiziert, einige Cover sogar von Albert Uderzo persönlich neu gezeichnet: Asterix der Gallier, Die goldene Sichel und Asterix bei den Normannen«, schreibt der Verlag zur neuen Veröffentlichung. Nach Durchsicht des mir zugeschickten ersten Albums kann ich zumindest die einheitliche Kolorierung und das neue Lettering bestätigen. Fragwürdig bleibt aber, ob das Ganze wirklich eine Verbesserung darstellt. Mir persönlich fehlt bei der einheitlichen Kolorierung der Charme des alten Heftes: Die neuen Farben sind definitiv blasser, geben den Bildern weniger Tiefe und sind in kalten Farben wie Blau oder Grün gehalten, wo vorher warme Farben wie Gelb, Orange oder Rot vorgeherrscht haben. Diese warmen Farben konnten im Gegensatz zur neuen Gestaltung Sommertage prima zur Geltung bringen und hinterließen beim Leser ein angenehmes Gefühl. Die neue Kolorierung dagegen wirkt eher kalt und vermittelt ein fades Einheitsbrei-Erlebnis. Beim Lettering ist es ähnlich: Das neue Lettering, selbst wenn es Uderzos Schrift sein soll, entspricht zwar heutigen Standards, aber das alte ist definitiv besser zu lesen – gerade ältere Leser dürften sich mit dem ursprünglichen Lettering eher anfreunden.
Allerdings finde ich die neue Cover-Gestaltung des ersten Bandes gelungen: Sie ist sichtbar dynamischer und mit mehr Details versehen als die alte.

Fazit:
Wer es wirklich einheitlich mag, ist mit der neuen Ausgabe sicher gut bedient, da der Verlag professionell gearbeitet hat. Aber Nostalgie-Fans und Fans, die die Entwicklung der Alben auch bzgl. der Farbgebung und des Letterings verfolgen wollen und außerdem eher warme Farben mögen, sollten besser bei der alten bleiben.

Copyright © 2013 by Ulrike Dansauer

 

René Goscinny
Albert Uderzo
Asterix der Gallier
Comic, Softcover
Egmont Ehapa, Berlin
Februar 2013
neu kolorierte und geletterte
Ausgabe
48 Seiten, 6,50 Euro

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