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Im Gespräch mit Stephanie März

Stephanie März wurde 1974 in Dortmund geboren und lebt heute mit ihrer Familie im Emsland. Ende Februar 2011 ist im Verlag Torsten Low ihr Debütroman Gefangen in der Ewigkeit erschienen, der erste Band einer geplanten Romantasytrilogie mit dem Titel Blutiger Kuss. Darin verliebt sich der seiner Unsterblichkeit müde Vampir Matthew in die Vampirjägerin Melody, die einen Weg weiß, wie der Vampir wieder zum Menschen werden könnte. Doch ehe der mehr erfahren kann, führt ihn eine Reise nach Paris – und bringt ihn zur Konfrontation mit einem gefährlichen Bekannten aus vergangener Zeit.


Geisterspiegel: Guten Tag, Frau März. Vielen Dank zunächst, dass Sie sich bereit erklärt haben, dieses Interview zu führen.

Stephanie März: Ich möchte mich an dieser Stelle recht herzlich bedanken, dass Sie dieses Interview mit mir führen möchten.

Geisterspiegel: Stellen Sie sich unseren Lesern doch einmal kurz vor.

Stephanie März: Gerne! Mein Name ist Stephanie März und ich bin 36 Jahre alt. Seit 14 Jahren bin ich mit meinem Mann verheiratet und habe drei Kinder. Seit 13 Jahren lebe im Emsland in Niedersachsen, aufgewachsen bin ich allerdings in Dortmund.

Geisterspiegel: Vor Kurzem ist ihr Debütroman Gefangen in der Ewigkeit im Verlag Torsten Low erschienen. Wie kamen Sie auf die Geschichte und wie kam es zur Zusammenarbeit mit dem Verlag?

Stephanie März: Zu der Geschichte bin ich durch meine Tochter Lisa-Marie gekommen. Sie hat damals die Twilight-Bücher nur so verschlungen und ich habe mich dann eines Tages dazu entschieden, ihr etwas Besonderes mit auf Ihren Weg zu geben und ihr eine kleine Geschichte zu schreiben, die dann allerdings mehr und mehr gewachsen ist und nun zu einem Projekt geworden ist, das ich mir niemals hätte vorstellen können.

Auf den Verlag Torsten Low bin ich durch ein Internetforum aufmerksam geworden, in dem ich damals angemeldet war und heute noch bin. Zuerst haben wir eigentlich nur über Belangloses geschrieben, bis ich ihm mal ein Exposé und die ersten Kapitel des Manuskriptes zuschicken durfte.

Geisterspiegel: Der Verlagsinfo ist zu entnehmen, dass sie Werte und Weisheiten in ihre Geschichte verpacken wollten. Weshalb haben sie dafür diesen Weg gewählt? Worin sehen Sie die Vorteile?

Stephanie März: Diesen Weg habe ich gewählt, um sie meiner Tochter interessant zu verpacken. Sie liebt Vampirgeschichten wie fast jeder Teenager in ihrem Alter und was kann verkehrt daran sein, einem Kind etwas an Weisheiten in einer eigenen Geschichte mitzugeben? Ich denke, sie wird sich an vielen Stellen im Buch wiedergefunden haben und das freut mich, vor allem kann sie diese immer wieder nachlesen, auch wenn ich mal nicht mehr sein sollte.

Geisterspiegel: Romantasy und Vampire sind gerade – gelinde gesagt – in. Warum haben auch Sie sich gerade für diese Kombination entschieden?

Stephanie März: Ich denke, dass gerade dieses Genre ganz viel Potenzial besitzt, um an Jugendliche und junge Menschen heranzukommen. Heute geht meiner Meinung nach viel Fantasie verloren, weil die Realität einem einfach die Kraft nimmt, an das Leben zu glauben.

Geisterspiegel: Woher haben Sie Ihre Inspiration für den Roman genommen? Haben einige der Charaktere reale oder mediale Vorbilder?

Stephanie März: Wenn ich Ihnen nun sage, dass ich einfach drauf los geschrieben habe und absolut keinen Plan hatte, wo dies endet, was würden Sie dazu sagen?

Genauso ist es aber passiert. Ich wusste zu Beginn nur, dass es einen Vampir geben sollte, der so eine Art Tagebuch schreibt, aber dieses Buch ist Seite für Seite entstanden. Teilweise war ich beim Schreiben so neugierig darauf zu erfahren, wie es weiterging, dass ich gar nicht aufhören konnte.

Meine Charaktere bestehen hauptsächlich aus realen Personen meines Lebens. Ich denke, die Menschen, die mich besser kennen, werden sie auch ganz gut zuordnen können oder sich sogar wiederfinden.

Geisterspiegel: Der Vampir Matthew agiert in Ihrem Roman in den Städten New York und Paris. Warum gerade diese beiden Städte?

Stephanie März: Wahrscheinlich liegt es daran, dass es die beiden Städte sind, in denen diese Geschichte einfach spielen konnte. Genaue Gründe kann ich dazu nicht liefern, weil beide Städte mir gänzlich unbekannt sind. Allerdings von jeher eine Art Faszination für mich dargestellt haben.

Geisterspiegel: [Spoilerwarnung] Matthew entpuppt sich schließlich als niemand Geringeres als der Künstler William Turner. Ein gelungener Clou. Wie kamen Sie ausgerechnet auf diese Person?

Stephanie März: 🙂 Ich wusste nur, zu welcher Zeit er ungefähr gelebt haben musste, und habe mich dann im Internet über das Leben damals informiert. Irgendwie musste ich ja eine Beziehung zwischen ihm und seiner Vergangenheit herstellen und so wurde er zu William Turner.

Geisterspiegel: Wie steht es um die Fortsetzung des als Trilogie ausgelegten Romans? Und können wir auf noch weitere Romane von Ihnen in Zukunft hoffen?

Stephanie März: Was die Trilogie betrifft, muss ich das verneinen, es wird definitiv keine Fortsetzung geben, was aber auch nach dem Ende nicht möglich sein wird. Was andere Projekte betrifft, kann ich dazu auch noch nicht viel sagen. Ich liebäugele zwar mit einer Geschichte aus dem Hexenbereich, aber es ist noch viel zu früh, um darüber etwas zu sagen bzw. zu schreiben. Also nichts ist ausgeschlossen, bis auf weitere Fortsetzung von Blutiger Kuss.

Geisterspiegel: Lesen Sie eigentlich auch privat phantastische Romane von Kollegen?

Stephanie März: Ja, eigentlich viel zu gerne, da ich vieles um das Lesen herum vergesse und liegen lasse. Cornelia Funke, J.K Rowling, Stephenie Meyer und auch verlagsinterne Autoren haben es mir sehr angetan.

Geisterspiegel: Gibt es noch etwas, das Sie Ihren Lesern gerne noch mitgeben würden?

Stephanie März: Erst einmal möchte ich mich an dieser Stelle bei jedem einzelnen Leser dafür bedanken, dass er mir und meiner Geschichte eine Chance gegeben hat.

Ich hoffe auch Einige für die Folgeteile begeistern zu können.

Vielleicht sollte man das Buch mit offenen Augen lesen, ich denke, jeder hat die Möglichkeit, sich an ein paar Stellen wiederzufinden, auch wenn er mich persönlich gar nicht kennt.

Geisterspiegel: Vielen Dank für das Interview.

Stephanie März: Danke, dass ich es mit Ihnen führen durfte.


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