Jackson – Teil 45
Es mussten Hunderte sein, pelzige augenlose Wesen, die nur aus zwei Fühlern und einem Maul voller Zähne zu bestehen schienen.
Sie umgaben uns wie ein lebender Teppich. Mit ihren beiden Füßen, die bis auf einen kurzen, knochigen Wust direkt am Körper saßen, waren sie zwar nicht besonders schnell, aber ihre unendliche Zahl machte diesen Umstand mehr als wett.
Es war ein geradezu groteskes Bild.
Dieser lebende Teppich bedeckte fast das gesamte Innere der Hütte, den Boden, die Wände, die Möbel, sogar Teile der Decke. Er teilte sich nur an den Stellen, an denen wir uns befanden, um sich in einem Umkreis von etwa zwei Yards um Weiterlesen
Jackson – Teil 44
Ich stellte die Beine breit, knickte etwas ein und hob die Waffe in beidhändigem Anschlag.
Meine Nerven waren bis zum Zerreißen gespannt.
Ich legte meinen Zeigefinger um den Abzug der Pistole und schwenkte den Lauf hin und her.
Neben mir war Yalla unvermittelt in die Knie gegangen.
»Was machst du da?«, fragte ich hektisch.
»Ich suche nach Landiswurzeln.« Sie sagte es so beiläufig, als würde sie mir gerade mitteilen, dass es heute Kartoffeln zum Essen gab.
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Jackson – Teil 43
Ich fühlte mich wie ein Boxer, der zum zehnten Mal auf die Bretter geschickt wurde. Mein Kopf dröhnte wie eine Kesselpauke und das Blut rauschte in meinen Ohren. Die ganze Welt schien sich um mich zu drehen.
Wenn ich auch einiges von dem, was mir Yalla da erzählte, nicht wirklich kapierte, war alles andere trotzdem so grauenhaft und unvorstellbar, dass es mir beinahe die Luft zum Atmen nahm.
Ihre Worte und das, was ich im Einzelnen noch aus den Unterhaltungen der vergangenen Tage und Wochen mit Linda, dem Franzosen und anderen Mitarbeitern dieses unseligen Projekts aufgeschnappt hatte, ergaben für mich ein Szenarium, welches ich eher in einem Horrorroman erwartet hätte als im realen Leben.
»Habe ich das richtig verstanden?«, fragte ich sie, während ich nach Worten suchte. »Es gibt diese Vereinigung steinreicher Weiterlesen
Jackson – Teil 42
Ich verharrte mitten in der Bewegung, als wäre ich gegen eine unsichtbare Wand gelaufen.
Yalla erging es nicht anders.
Wie auf ein geheimes Kommando hin drehten wir unsere Köpfe beinahe gleichzeitig nach hinten und starrten mit weit aufgerissenen Augen auf die Tür, die langsam nach innen schwang.
Ein Mann mit einem weißen Arztkittel betrat den Raum. In seiner Rechten klirrte ein Schlüsselbund.
Nachdem er die Tür mit der anderen Hand hinter sich ins Schloss gezogen hatte, drehte er sich um und verschloss sie wieder. Dabei pfiff er die ganze Zeit einen alten Beatlessong vor sich hin.
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Jackson – Teil 41
Sie stieg aus dem Kleid und stieß den Stoff mit dem Fuß beiseite.
Ich blieb wie gebannt stehen und starrte sie an. Mein Herz klopfte wild und in meinem Kopf hämmerte es.
Sie war nackt!
Nackt …
Tausend Gedanken wirbelten durch meinen Schädel.
Da war der Albino, den ich gerade eben erschossen hatte, die Verfolger, unsere Flucht in diesen seltsamen, kleinen, halbdunklen Raum und Yalla, die jetzt splitterfasernackt vor mir stand, obwohl uns nur noch eine schalldichte Tür vor dem Weiterlesen

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