Der bayerische Hiesel – Teil 28
Friedrich Wilhelm Bruckbräu
Der bayerische Hiesel
Wildschützen- und Räuberhauptmann, landesverrufener Erzbösewicht
Die Befreite
Nach einem langen und glücklichen Jagdzug lagerte Hiesel mit seinen Kameraden an der Spitze eines Waldes, neben dem die Landstraße vorüberführte. Jeder langte aus seiner Jagdtasche an Proviant heraus, was er eben zufällig bei sich trug, und ließ sich’s weidlich schmecken.
Manche neue Unternehmung wurde besprochen, mancher Racheplan gegen Jäger beraten, die teils gegen Hiesel gestreift hatten oder als solche bezeichnet waren, die mit feindlichen Gesinnungen gegen ihn guten Rat zu seinem Weiterlesen
Der Freibeuter – Die beiden Kameraden
Der Freibeuter
Zweiter Teil
Kapitel 13
Des Sommers grünes Haar färbte sich herbstlich bunt, als aus dem Göthaborger Hafen täglich eine Schaluppe auslief, westlich herüber um die äußerste Spitze von Jütland herum und dann mehrere Meilen weit in die Nordsee hinabging , aber abends wieder in den Hafen einlief, ohne dass man wissen konnte, weshalb sie diesen vergeblichen Weg so oft wiederholte. Der Befehlshaber dieses Bootes war Lord Palmerston, der die Kleidung eines schwedischen Seeoffiziers trug. Mit düsterem Verlangen streifte sein Auge über die Fläche des Meeres südwärts, und sobald es ein Segel erblickte, zuckte ein wenig Leben in seinem sonst toten Gesicht. Er griff nach einem Fernrohr und spähte, bis er sich getäuscht sah. Dann schwebte wohl auch sein trüb gewordener Blick nach der Weiterlesen
Der bayerische Hiesel – Teil 27
Friedrich Wilhelm Bruckbräu
Der bayerische Hiesel
Wildschützen- und Räuberhauptmann, landesverrufener Erzbösewicht
1770
Dieses Jahr bildet mit Recht einen eigenen Abschnitt im wilden, stürmischen Leben des Hiesel. Es ist das letzte Jahr seiner zügellosen Gewalttaten, die er im Jahr 1766 begonnen hatte. Das letzte Jahr, aber auch das denkwürdigste durch die Zahl und die Schwere der Verbrechen des kühnen Wildschützenhauptmannes.
Wie sehr man auch die blutigen Taten Hiesels hassen muss, so fühlt man doch auch eine innere Wehmut, einen so jungen, kräftigen Mann mit trefflichen Anlagen, die unter anderen Zeiten und Umständen seinen Ruhm begründet Weiterlesen
Der bayerische Hiesel – Teil 26
Friedrich Wilhelm Bruckbräu
Der bayerische Hiesel
Wildschützen- und Räuberhauptmann, landesverrufener Erzbösewicht
Noch ein Besuch
Der abgenötigte Rückzug aus dem Wirtshaus, der Gedanke, was wohl der alte Förster von seiner Stärke und von seinem Mut halten werde, da er vor Bauern gleichsam die Flucht ergriffen, beschäftigte die ganze Nacht hindurch Hiesels Phantasie. Als der Tag anbrach, befahl er seiner Bande, ihm nach Deißenhausen zu folgen, wo er noch ein Geschäft zu besorgen habe.
Zu diesem Besuch veranlasste ihn die Meldung eines vertrauten Bauers, schon vor Tagesanbruch, dass an dem Weiterlesen
Der Freibeuter – Die Flucht
Der Freibeuter
Zweiter Teil
Kapitel 12
Zum Erstaunen der beiden Damen stieg er, frei von Schwäche, aus der Sänfte und ging in das Haus. Er schien die beiden Freundinnen nicht zu bemerken, aber seine dunklen Augen glänzte von unheimlicher Glut. Christine wollte ihm Trostworte sagen, aber er unterbrach sie mit Heftigkeit: »Kein Wort von dieser Sache, wenn ich Sie bitten darf, teure Christine! Es wird, es muss sich ausgleichen. Sei es, wie Gott will. Es wird sich finden.«
Christine erschrak vor diesen Worten.
Friederike aber rief: »Palmerston, Sie sind in dieser Stunde zum Manne gereift. Jetzt handeln Sie und vertrauen Weiterlesen
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