Ausschreibung

Dark End

Story-Tipps

Gator, der Söldner

Download-Tipps

Marshal Crown Band 36

Archive

Folgt uns auch auf

Phänomene und Legenden

Schinderhannes – Sechstes Kapitel

Leben und Taten des berüchtigten Johann Bückler, genannt Schinderhannes
Für Jung und Alt zur Lehre und Warnung aufs Neue geschrieben von W. Fr. Wüst, Reutlingen 1870
Druck und Verlag von Fleischhauer & Spohn

Sechstes Kapitel

Schinderhannes geht auf das rechte Rheinufer und wird Krämer.

Schinderhannes war nun 20 Jahre alt und hatte sich durch seine Räubereien so viel erworben, dass er ruhig und sorgenlos leben konnte. Auf dem linken Rheinufer kannte man ihn überall, da war es also nichts für ihn. Deshalb ließ er sich bei Bingen über den Rhein setzen. Sobald er sich auf dem rechten Rheinufer befand, war er ein ganz anderer Mann. Um in Städten und Dörfern öffentlich erscheinen und mit ehrlichen Leuten in Verbindung treten zu Weiterlesen

Sammlung bergmännischer Sagen Teil 45

Das arme Bergmannsleben ist wunderbar reich an Poesie. Seine Sagen und Lieder, seine Sprache, seine Weistümer reichen in die älteste Zeit zurück. Die Lieder, die wohlbekannten Bergreihen, die Sprachüberreste, die Weistümer sind teilweise gesammelt. Die Sagen erscheinen hier zum ersten Mal von kundiger Hand ausgewählt und im ganzen Zauber der bergmännischen Sprache wiedergegeben. Das vermag nur zu bieten, wer ein warmes Herz für Land und Leute mitbringt, wo diese uralten Schätze zu heben sind; wer Verständnis für unser altdeutsches religiöses Leben hat, wer – es sei gerade herausgesagt – selbst poetisch angehaucht ist. Was vom Herzen kommt, geht wieder zum Herzen, ist eine alte und ewig neue Wahrheit. Hat der Verfasser auch nur aus der Literatur der Bergmannssagen uns bekannte Gebiete Weiterlesen

Elbsagen 14

Elbsagen
Die schönsten Sagen von der Elbe und den anliegenden Landschaften und Städten
Für die Jugend ausgewählt von Prof. Dr. Oskar Ebermann
Verlag Hegel & Schade, Leipzig

14. Das verwunschene Schloss

In alter Zeit, als Tetschen noch mit einer Stadtmauer umgeben war und jedes Handwerk noch große Rechte hatte, gab es in Tetschen auch einen Schneider, dem es sonst recht gut ging, sodass er zu den hohen Festtagen viele Bestellungen aus der ganzen Umgebung entgegenzunehmen hatte. So war wieder einmal Palmsonntag herangekommen, und wie die Natur sich herrlich zu schmücken begann, so wollten auch viele Leute im Land ihren Weiterlesen

Oberhessisches Sagenbuch Teil 24

Oberhessisches Sagenbuch
Aus dem Volksmund gesammelt von Theodor Bindewald
Verlag von Heyder und Zimmer, Frankfurt a. M., 1873

Der Liebchesborn bei Odenhausen

Auf der Rabenau zwischen Kesselbach und Odenhausen springt ein weithin bekannter und berühmter Born, der Liebchesborn. Aus seinem feinen süßen Wasser langt die Born-Eller allemal den Weibsleuten die Kinder, die sich in der Tiefe bei einer wunderschönen weißen Jungfrau befinden, die darin wohnen soll. Jedermann aus der Umgegend wusste sonst etwas Besonderes zu erzählen, was an dem Platz vor Zeiten geschehen war. Doch wer fragt heutzutage viel nach solchen Sachen? Aber eine Geschichte, die ich in meinen Bubenjahren viel gehört habe, ist Weiterlesen

Schinderhannes – Fünftes Kapitel

Leben und Taten des berüchtigten Johann Bückler, genannt Schinderhannes
Für Jung und Alt zur Lehre und Warnung aufs Neue geschrieben von W. Fr. Wüst, Reutlingen 1870
Druck und Verlag von Fleischhauer & Spohn

Fünftes Kapitel

Schinderhannes wird Räuberhauptmann.

Mit der fast unglaublichen Entweichung aus dem unterirdischen Gefängnis in Simmern fängt eigentlich ein neuer Abschnitt im Leben des Schinderhannes an.

Bisher hatte er nur Hammel, Pferde, Tuch usw. gestohlen, entweder ganz allein oder in Verbindung mit einem Weiterlesen

Elbsagen 13

Elbsagen
Die schönsten Sagen von der Elbe und den anliegenden Landschaften und Städten
Für die Jugend ausgewählt von Prof. Dr. Oskar Ebermann
Verlag Hegel & Schade, Leipzig

13. Das Tetschner Kreuz

Janko von Wartenberg, der Gebieter auf Schloss Tetschen, fuhr mit seiner Frau Sibylla, seinen Töchtern und Junkern zu den Meierhofgütern, um sie zu besichtigen. Als sie von Hortau aus, einem Dorf mit einem herrschaftlichen Meierhof im Gebirge, zwei Stunden von Tetschen entfernt, der Heimat entgegenfuhren, da zog am Himmel ein schweres Gewitter auf. Der Wagenknecht trieb die Pferde zu raschem Lauf an. Bald ging es in Weiterlesen