Catherine Parr Band 1 – Kapitel 8
Luise Mühlbach
Catherine Parr
Erstes Buch
Historischer Roman, M. Simion, Berlin 1851
VIII.
Vater und Tochter (Fortsetzung)
Eine Pause war eingetreten. Lord Douglas hatte sich in die Ottomane zurückgelehnt und schien sich von der Anstrengung der langen Rede zu erholen. Doch während er sich ausruhte, blieben seine großen, durchdringenden Augen unentwegt auf Jane gerichtet, die, in die Kissen zurückgelehnt, nachdenklich in die leere Luft starrte und die Anwesenheit ihres Vaters völlig vergessen zu haben schien.
Ein verschmitztes Lächeln umspielte für einen Augenblick das Gesicht des Grafen bei dieser Wahrnehmung, aber es verschwand schnell, und nun legte sich seine Stirn in tiefe, sorgenvolle Falten!
Mad Dan, der Spion von 1776 – Kapitel 32
C. B. Lewis
Mad Dan, der Spion von 1776
Kapitel 32
Was der Pfarrer fand
Das Schicksal wollte es, dass die rivalisierenden Captains sich genau dort treffen sollten, wo der Kampf am heftigsten tobte. Die siegreichen Kolonisten drängten die Briten über den Bergrücken durch den Wald zurück, kämpften Mann gegen Mann, als die Captains sich gegenüberstanden. Beide waren mit einem Säbel bewaffnet, feuerten ihre Männer an und starrten sich einen Moment lang an, ihre Gesichter vom Pulver geschwärzt und ihre Augen funkelnd vor Aufregung.
Dann kreuzten sich ihre Klingen, und sie versuchten, einander niederzuschlagen, ohne auf das Gebrüll und den Lärm des Kampfes um sie herum zu achten. Hin und her wogten sie, schlugen und stießen, bis beide von einer Kugel getroffen zu Boden fielen. Die Briten wichen zurück und die Kolonisten drängten weiter vor, und die Toten und Verwundeten wurden in der wilden Aufregung vergessen.
Der Kurier und der Detektiv – Kapitel 3
Allan Pinkerton
Der Kurier und der Detektiv
Originaltitel: The Expressman and the Detective
Chicago: W. B. Keen, Cooke & Co., 113 and 115 State Street. 1875
Kapitel 3
Mr. Porter hatte eine sehr beschwerliche Reise nach Montgomery und wurde einige Tage auf dem Weg aufgehalten. Es herrschte tiefster Winter, und im Norden waren die Straßen durch Schnee blockiert, während es im Süden ständig regnete. Die Flüsse waren überflutet, rissen Brücken mit sich und spülten die Böschungen der Eisenbahnen weg, was das Reisen erheblich behinderte.
Bei seiner Ankunft in Montgomery traf er den Generaldirektor und übergab ihm sein Schreiben. Er erhielt von ihm die Einzelheiten des Raubüberfalls in Höhe von vierzigtausend Dollar und berichtete sie sofort an mich.
Der Generaldirektor wies ihn an, die Bewegungen von Maroney zu überwachen – beschatten, wie wir es nennen –, herauszufinden, wer Weiterlesen
Der mysteriöse Doktor Cornelius – Band 1 – Episode 4 – Kapitel 3
Gustave Le Rouge
Der mysteriöse Doktor Cornelius
La Maison du Livre, Paris, 1912 – 1913
Vierte Episode
Die Lords der Roten Hand
Drittes Kapitel
Die Halluzination
Die Brüder Kramm und ihr Komplize befanden sich nun in einem großen, gewölbten Raum, der von zahlreichen elektrischen Lampen erhellt wurde und in dem sich eine Vielzahl seltsamer Maschinen und Geräte unbekannten Zwecks befanden. Sie nahmen in bequemen Sesseln Platz, um einen kleinen Tisch, auf den der dienstbeflissene Léonello eine Flasche Extra-Dry und drei Kristallgläser sowie eine Schachtel Zigarren aus einer Manufaktur in Havanna stellte.
Buffalo Bill Der letzte große Kundschafter – 9. Kapitel
Buffalo Bill
Der letzte große Kundschafter
Ein Lebensbild des Obersten William F. Cody, erzählt von seiner Schwester Helen Cody Wetmore
Meidingers Jugendschriften Verlag, Berlin 1902
Neuntes Kapitel
Will als Pony-Expressreiter
Nachdem Will nun bald drei Monate lang täglich dreimal im Sattel gesessen hatte, und zwar mit der Verpflichtung, fünfzehn Meilen in der Stunde zurückzulegen, fühlte er sich recht müde und zerschlagen, doch war er fest entschlossen, die Sache weiterzuführen. Neben der Anstrengung des Rittes musste ein Pony-Expressreiter stets auf tausend Gefahren gefasst sein. War es doch bei einer Reise durch dieses wilde Land wahrscheinlicher, sich gegen Räuberbanden und Indianer wehren zu müssen, als unbehelligt seines Weges ziehen zu können. Da man wusste, dass häufig Geldsendungen durch die Ponyreiter befördert wurden, so war der Pfad oft auch noch durch Diebe Weiterlesen
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