Gold – Kapitel 7.3
Friedrich Gerstäcker
Gold
Ein kalifornisches Lebensbild aus dem Jahre 1849
Kapitel 7 Teil 3
Nach dem Brand
Der Abend brach an, und das Parkerzelt, in dem ein geschäftiges, wildes Leben herrschte, war hell erleuchtet. Allerdings prangten an den einfachen Leinwandwänden nicht mehr jene frivolen Bilder, die bis jetzt dazu gedient hatten, die lüsternen Abenteurer heranzulocken. Die rauen, eingerammten Pfosten, an denen die Lampen aufgehangen waren, dienten ebenfalls nicht dazu, dem Platz die frühere Eleganz zu geben. Aber hell erleuchtet wie je war der innere Raum. Von dem aus rohen Brettern aufgeschlagenen Orchester wirbelte wieder die rauschende Weiterlesen
Gold – Kapitel 7.2
Friedrich Gerstäcker
Gold
Ein kalifornisches Lebensbild aus dem Jahre 1849
Kapitel 7 Teil 2
Nach dem Brand
Oben in Pacific Street, in einem kleinen einzeln stehenden Haus, das nur von Sparrenwerk errichtet war, und Wände und Dach von darüber gespannten, blauen, schon in der Sonne arg verschossenen Kattun hatte, lag auf einer, in die Ecke und auf die nackte Erde geschobenen Matratze, mit einer weißen wollenen Decke zugedeckt, ein Kranker in festem, aber unruhigem Schlaf.
Gold – Kapitel 7.1
Friedrich Gerstäcker
Gold
Ein kalifornisches Lebensbild aus dem Jahre 1849
Kapitel 7 Teil 1
Nach dem Brand
Es war etwa zehn Uhr morgens, als man des Feuers endlich so weit Herr wurde, keine weitere Gefahr davon befürchten zu dürfen. Eine Menge Häuser und Zelte hatten freilich eingerissen werden müssen, und diese brannten hier und da noch fort. Aber teils hatten sich die Spritzen dort herum postiert, und löschten hier, teils bewachten sie, wo keine Spritzen zu haben waren, die Bürger selber, zerrten die brennenden Balken auseinander, warfen Sand darauf und taten ihr Bestes, die weitere Gefahr von der Stadt abzuwenden.
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Gold – Kapitel 6.3
Friedrich Gerstäcker
Gold
Ein kalifornisches Lebensbild aus dem Jahre 1849
Kapitel 6 Teil 3
Der erste Brand
Hetson schaudere zusammen, als er, ein unfreiwilliger Zeuge dieser furchtbar schnellen Volksjustiz, mitten in den Haufen der Wütenden, ja über den zu Boden getretenen Neger selber hinweg gedrängt wurde, ohne imstande zu sein, sich aus dem Menschenknäuel hinaus zu winden. Wie er sich aber nur frei sah, floh er auch, so rasch ihn seine Füße trugen, der bereits ebenfalls brennenden Häuserreihe zu, in der er seine Frau zurückgelassen hatte.
Gold – Kapitel 6.2
Friedrich Gerstäcker
Gold
Ein kalifornisches Lebensbild aus dem Jahre 1849
Kapitel 6 Teil 2
Der erste Brand
Dort hatte sich aber eine solche Masse von Neugierigen und Müßiggängern versammelt, und solche Haufen von Gepäck waren ebenfalls da aufgeschichtet worden, dass Hetson dem Wind entgegen nach der linken Seite der Plaza hinüberhielt, um dort vielleicht in einem der nächsten Häuser ein augenblickliches Unterkommen wenigstens für seine Frau zu finden.
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