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Die Geschichte vom Pflaumentoffel

Die Geschichte vom Pflaumentoffel
Die Frau des Hauses, der der Krieg gleich am Anfang den Sohn und den Mann nahm, legte die Hände aneinander, dass die Fingerspitzen sich berührten, sann einige Sekunden nach und erzählte: »Da wohnt in den Trümmern eines kleinen, durch Kanonenschüsse zerstörten Hauses eine Frau, die zu den Leuten waschen geht. Ihr Mann ist seinerzeit von Napoleon als Trossfahrer mit nach Russland verschleppt worden, und obwohl diese Ärmste das Letzte verloren hat, machte ihr der Hauswirt – bedenken sie, jetzt im Dezember – auch noch den Wohnraum streitig, da sie seit Monaten mit der Miete im Rückstand war. Kein Wunder, dass sie mit ihren Kindern in diesem Unmenschen ihren schlimmsten Bedränger sehen musste.«
»Mit ihren Kindern?«
»Ja, mit ihren unmündigen Kindern, einem Mädchen von 10 Jahren und einem Jungen von 9.«
Und nun ergab sich aus dem Bericht der Erzählerin Folgendes:
Die beiden Kleinen hatten eines Tages, als die Mutter in Ausübung ihres Broterwerbes aus dem Hause gegangen, einsam am Tisch Weiterlesen