IN MEMORIAM – Operation KOLUMBUS – Band 7
Erec v. Astolat
Operation KOLUMBUS
Band 7
Fehlsprung
Der Alarm dröhnte in den Ohren. Verwirrt sah das Zeitreise-Team sich an. Dann lösten sie die Gurte.
»Was ist passiert?«, fragte Markus Becker und sah zu Professor Frey.
Der zuckte die Achseln. »Möglicherweise musste der Sprung unterbrochen werden.«
Da erschien das Gesicht der Kommandantin der ADA LOVELACE auf dem großen Bildschirm.
»Professor Frey, bitte kommen Sie in die Zentrale.«
»Wir kommen mit!«, rief Francine.
Frey schüttelte den Kopf. »Wir treffen uns gleich im Casino. Wenn ich weiß, was passiert ist.«
Damit eilte er aus dem Crew Room.
Das Bord-Casino zeigte sich leer. Alle Mannschaftsmitglieder befanden sich wohl auf ihren Posten.
Ein Zeichen, dass die Lage ernst war.
Claire wies auf die naturgetreue Außenübertragung der Monitore. Diese waren Rund-um-Fenstern nachempfunden.
Im wundervollsten Funkeln präsentierten sich Sternkonstellationen und Galaxien. Ein Fantasy-Maler hätte das nicht besser hinbekommen.
Auch Dan rief aus: »Das ist fantastisch!«
Ken rieb sich das Kinn. »Aber wo sind wir hier?«
Francine konnte sich an dem herrlichen Bild nicht sattsehen.
»Unser Ziel war eine Urwelt, die wir mit Parallelwelt 799 in den Karten bezeichnet haben. Von dort sollte eine unkontrollierte Strahlung ausgehen, die sich auf der Erde messen ließ.«
Da erschien Professor Frey mit der Kommandantin. Admiral Sylvana d’Aragon schaute sehr ernst.
»Verehrte Team-Freunde, der Sprung wurde automatisch vom Zentralrechner abgebrochen. Es gab einen Kurzschluss im Intermediate Calculation Brain Activator. Also dem Computer-Herzstück, welches Ein- und Abtauchen in den Einstein-Römer-Raum berechnet.«
Markus machte ein paar Schritte auf die Kommandantin zu. »Was bedeutet das?«
Professor Frey gab die Antwort. »Dieses Rechenzentrum fällt zurzeit aus. Das heißt, wir haben keine Möglichkeit, in den Einstein-Römer-Raum zu fliegen. Wir sitzen im Einstein-Universum momentan fest.«
Claire wollte wissen: »In welchem Bereich bewegen wir uns jetzt?«
»Das versuchen unsere Navigatoren gerade festzustellen. Höchstwahrscheinlich aber weder in der Vergangenheit noch in der Zukunft. In der Real-Universumszeit.«
»Tröstlich!«, kam es trocken von Dan. »Wie weit ist es bis zum nächsten Planetensystem? Können wir die CAROLINE HERSCHEL einsetzen?«
Frey schüttelte den Kopf. »Nicht für einen Zeitsprung. Die Rechner sind mit dem Hauptcomputer der A.L. verbunden und die Daten kommen von dem defekten Brain Activator. Die Techniker arbeiten aber mit Hochdruck an der Reparatur.«
Claire schluckte. »Ist das Teil reparabel?«
Frey seufzte. »Ich wage nicht, in anderen Bahnen zu denken.«
Da meldete sich das Armbandfunkgerät der Admiral. Es war die Navigatorin Dr. Helen Ferrer.
Sylvana d’Aragon lauschte angespannt, dann bedankte sie sich.
Sie wandte sich an das Team. »Wir befinden uns in der Nähe der Planeten-Konstellation Gliese 667C. Ein Exoplanet, der einen Roten Zwerg im Dreifach-Sternsystem Gliese 667 umkreist. Im Sternbild Skorpion. Da Gliese 667C kleiner ist als unsere Sonne und entsprechend weniger Strahlung aussendet, liegt die lebensfreundliche Zone aber auch näher bei dem Stern. GJ 667 C c ist ein Super-Erde-Exoplanet, der einen M-Stern umkreist. Seine Masse beträgt 3,8 Erden, er benötigt 28,1 Tage für eine Umrundung seines Sterns und ist 0,125 AE von seinem Stern entfernt.«
»Beobachtungen von Gliese 677C deuten auf ein System mit bis zu sieben Planeten – davon drei in der habitablen Zone«, führte nun Professor Frey aus.
Francine schüttelte den Kopf. »Wieso sind wir hier gestrandet?«
Die Kommandantin zuckte leicht die Achseln. »Eine Fehlberechnung des Sprung-Generators. Genaues wissen wir noch nicht.«
Claire fasste wieder eine logische Überlegung. »Wie nahe sind wir an dem System?«
Die Kommandantin betätigte ihren internen Funk und sprach mit Dr. Helen Ferrer.
»Gut!«, kam es dann. Sie blickte das Team wieder an. »Da unser normaler Antrieb – 99 Prozent Licht – funktioniert, können wird den äußeren Planeten in vier Tagen erreichen.«
»Wir wussten aus früheren Untersuchungen, dass der Stern drei Planeten hat. Also wollten wir überprüfen, ob es noch mehr gibt«, erläutert Frey. »Wir haben vor zwei Jahren neue Beobachtungen hinzugenommen und sind in Stanford die vorhandenen Daten nochmals durchgegangen. So waren wir nicht nur in der Lage, die Existenz von drei Planeten zu bestätigen, sondern haben mit Gewissheit zusätzliche Planeten nachgewiesen. Drei Planeten in der habitablen Zone des Sterns zu finden, ist sehr aufregend!«, erklärte der Professor. Er seufzte. »Zu dumm, dass McNeill nicht mit ist, weil er ein Symposium auf Malta hat.«
»Also wären wir auf einem Planeten lebensfähig?«, wollte Markus wissen.
Arthur Frey bestätigte das. »Die Atmosphäre könnte durchaus für die Menschen geeignet sein. Das wissen wir über Spektralanalysen. Aber wir wissen nichts über die Oberfläche.«
»So sollten wir es herausfinden!«, rief Claire.
Die Kommandantin kehrte auf die Brücke zurück.
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