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Hanns Heiling … – Teil 20

Friedrich Wilhelm Bruckbräu
Hanns Heiling, vierter und letzter Regent der Erd-, Luft-, Wasser- und Feuergeister und sein Kampf mit den Teufeln der Hölle
Eine höchst merkwürdige, abenteuerliche und wundervolle Ritter-, Räuber-, Geister- und Teufelsgeschichte
Verlag der J. Lutzenberger’schen Buchhandlung, Altötting, 1860

Schluss

Hocherfreut eilten die Elementargeister herbei, überbrachten ihm seine Krone, seinen Regentenring und sein Zepter. Seine sorgsame Mutter Amiranda stand neben ihm; seine Pflegeeltern und die Eltern seiner lieben Rosalie kamen dazu; sein Sohn Hanns kniete seelenvergnügt zu den Füßen seines geretteten Vaters, des Regenten, der an diesem Tag ein präch­tiges Dankfest für seine Befreiung aus den Krallen und Blendwerken der Hölle feierte, und bei dieser Gelegenheit allen Armen, so weit sein Regentenblick reichte, große Spenden durch die Elementargeister bringen ließ, zu denen er nach dem Festmahl mit gerührtem Herzen sprach.

»Ich danke euch für die treuen Dienste, die ihr mir geleistet habt, seitdem ich euer Regent bin und ihr werdet anerkennen, dass ich als solcher immer mehr als euer Vater, denn als euer Gebieter euch behandelt habe. Zum Beweis meiner Dankbarkeit will ich euch eure volle Freiheit geben. Ich werde Krone, Zepter und Ring von einem Erzpriester in einem geheiligten Dom weihen lassen, dass die Hölle nie mehr Macht über sie haben solle, und sie verbergen, wo sie künftig mir und allen Menschen unauffindbar bleiben werden. Fortan werdet ihr nicht mehr meine Diener sein, sondern meine Freunde, und euer Wohlwollen weder mir noch meiner Familie, meiner Nachkommen­schaft, meinen Verwandten und Bekannten und allen guten Menschen versagen.

Künftig wird es sich nie ereignen können, dass ein tyrannischer Regent euch wie Sklaven quält und zum Beistand verbrecherischer Taten zwingt!«

Alle Elementargeister baten ihn fußfällig, auch ferner ihr edelmütiger Regent zu bleiben, doch vergebens. Da gelobten alle feierlich, fortan immer all seine Wünsche getreu zu erfüllen, wie sie bisher seine Befehle vollzogen hätten. Sie hielten Wort bis zum Aussterben seines Geschlechtes. Als diese Zeit eingetreten war, glaubten einige kühne Feuergeister, dass Hanns Heiling seine Regentenkleinodien in den Abgrund irgendeines feuerspeienden Berges geschleudert habe, tauchten in alle hinunter, jedoch ohne eine Spur derselben zu finden.

Teufelslohn

Satan tobte aus Wut über das misslungene Werk seiner teuflischen Sendlinge so rasend, dass die Hölle in ihren Grundfesten erbebte. Der alte Zwerg, Teufel Giftborn, im Leben als Raubritter Ottmar genannt, die wunderschöne Prinzessin Yva, welche die schlaue Teufelin Sagusa war, und der Teufel Xatilla, der die Gestalt des Sohnes des Hanns Heiling angenommen hatte, wurden ihrer Würde als Teufel für immer verlustig erklärt und zu den Verdammten in den tiefsten Abgrund der Hölle hinuntergeschleudert.