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Die Blume der Prärie – DieBüffeljagd – Teil 2

Gabriel Ferry
Die Blume der Prärie
oder die deutschen Kolonisten an den Ufern des Colorado
Grimme und Leipzig, Druck und Verlag des Verlags-Comptoirs, 1852

Elftes Kapitel

Die Büffeljagd
Teil 2

Die großen und weitgreifenden Pläne des Häuptlings vermochten trotz aller Anstrengungen seines indianischen Kriegerstolzes die stille Flamme nicht zu ersticken, die immer mächtiger auflodernd, jeden Gedanken seiner Seele beherrschte. Mit der mächtigen Selbstbeherrschung, mit welcher die rote Rasse von frühester Jugend an gewöhnt wird, glü­hende Leidenschaften unter einer ruhigen Außenseite zu verbergen, verschloss er die lodernde Glut in seinem Herzen, aber die heimliche Flamme blitzte aus seinen Augen und seine Stimme bebte, wenn seine Worte an sie gerichtet waren.

So stolz Tartaruga, so hatte doch seine Er­ziehung ihm den Unterschied zwischen der seinen und der weltbeherrschenden Rasse der Weißen fühlbar gemacht. Er kannte die fast verächtliche Ab­neigung der Weißen gegen seine Nation und fühlte, dass nur eine wahrhaft erhabene Liebe die Tochter eines reichen Europäers würde vermögen können, ihr Geschick mit dem seinen zu verbinden.

Er wagte deshalb, niedergedrückt von dem Gedanken, eine Lächerlichkeit zu begehen, indem er sich als Liebhaber eines reichen weißen Mädchens geriete, auch nicht von fern tastend den Zustand sei­nes Herzens zu berühren, aber er bebte freudig zusammen, wenn sein verstohlener, glühender Blick den ihren traf und ihr Auge sympathetisch von dem seinen angezogen, sich nicht abwenden konnte. Er bemühte sich unaufhörlich, alle Schätze seiner Macht und seiner Bildung nicht ohne einen An­flug selbstzufriedener und hoffnungsreicher Eitelkeit zu entfalten und im Übrigen auf den Zufall und eine günstige Gelegenheit zu warten.

Louise Mertens ihrerseits, eine reine, einfache und erhabene Natur, erkannte mit dem Instinkt, den die Natur der schöneren und schwächeren Hälfte verliehen, den Zustand des Herzens des in­dianischen Häuptlings. Ihre romantische Anlage ließ sie vor dem Gedanken an ein Leben an der Seite Tartarugas, in der wilden, romantischen Natur nicht zurückschrecken. Ihre warme und heitere Fantasie schmückte den Pfad durch die Wüste mit duftenden Blumen, ihr erhabener Charakter richtete sich auf bei dem Gedanken, Tartarugas Pläne zu unterstützen, die erziehende Mutter einer rauen, aber edlen Nation zu werden. Sie liebte Tartaruga, aber das Vorurteil hing sich zentnerschwer an die Flügel ihrer Liebe – würden Vater und Mutter jemals ihre Einwilligung geben? Aber auch sie hoffte, hoffte mit dem Hoffnungsherzen aller Lie­benden und tausend chimärische Möglichkeiten zo­gen ermutigende Traumgestalten an ihrer Seele vorüber.

Der zweite Tag der Anwesenheit der Gäste war von Tartaruga für das großartige Schauspiel einer Büffeljagd bestimmt.

Auch die Damen sollten als Zuschauerinnen mit hinausreiten, und Horst, der alte Trapper und selbst Mr. Mertens trafen unverhohlener Jagdlust ihre Vorbereitungen.

Mit dem ersten Sonnenstrahl war das ganze Lager in Bewegung.

Die Krieger, welche die Jagd mitmachen soll­ten, standen festlich geschmückt in Gruppen umher. Hier und da half einer die grimmige Malerei des anderen vollenden, Knaben führten stolz die wiehern­den Rosse umher, während der Häuptling den Führern seine Instruktionen erteilte.

Vor dem Haus Tartarugas hielt die Equipage der Gäste.

Zwei kostbare Zelter1, weiß wie frischgefallener Schnee, mit samtener, durchsichtiger Haut und langen, wallenden Mähnen, weich und glän­zend wie Seide, von Tartaruga selbst sorgfältig für diesen Zweck geschult, waren, trotz der Prote­stationen des Pflanzers, den Damen bei diesen Ge­legenheit zum Geschenk gemacht worden und harr­ten ungeduldig der schönen Last, die sie tragen sollten. Prinzessinnen hätte kein schöneres und würdigeres Geschenk gemacht werden können.

»Ah, Miss Ännchen, ah, Miss Louise!«, sagte Job Jenkins, der die prächtigen Tiere musternd am Zügel führte, »nie haben schönere Rosse den Boden der Wildnis betreten … ein wundervoller Tag das … tausende von braunen Ungeheuern weiden am Creek …«

Der Redestrom des entzückten Trappers wurde durch das Hinzutreten Tartarugas unterbrochen.

»Wie soll ich Euch danken, Señor Tartaruga?«, flüsterte die Blume der Prärie, während der Häuptling ihr galant in den Sattel half.

»Ein Augenblick der Freude über des Häuptlings armes Geschenk, süße Blume!«, antwortete Tartaruga, seine glühenden Lippen verstohlen auf die Hand der Geliebten drückend.

Louise errötete und ein Seufzer drängte sich über ihre Lippen.

Dann setzte sich der Zug in Bewegung.

Tartarugas Ross tanzte in eleganten Courbetten an der Spitze und während eine Abteilung der Indianer in gestrecktem Lauf voraussprengte, folgte die zweite, aus deren Mitte von Zeit zu Zeit einzelne junge Krieger hervorsprengten, um kokettierend ihre Reitkunst in gewandten Manöver zu zeigen.

Von dem Gipfel eines Hügels, dem letzten einer längeren Reihe, die sich malerisch an den Ufern des Pisapejunova hinzieht, bot sich den Augen der Gesellschaft ein großartiger, überraschender Anblick

jenseits des Flusses, der das niedrige Ufer der rechten Seite an verschiedenen Stellen über­schwemmt und morastig gemacht hatte, lagerte im Schatten der bewaldeten Hügel eine unübersehbare Menge der braunen Riesen der Prärien.

Gewöhnt an die Begrenzungen und die ökono­mische Benutzung des Raumes im alten Europa, ist man kaum imstande, sich einen Begriff von den Tiermassen zu machen, die hier die weiten, meerartigen Grasflächen durchziehen.

Teils in Gruppen widerkäuend umherlie­gend, teils das frische, betaute Gras abweidend, teils träge im Morast watend oder ihren Durst im Fluss löschend, erfüllten sie, ahnungslos, dass ihre Ruhe so bald gestört werden sollte, die Luft mit ihrem dumpfem Gebrüll, in welches das ferne Geheul der Jaguars und das kurze, keuchende Gebell der Präriewölfe, die stets den großen Büffelherden folgen, sich mischte.

Ein Schrei des Erstaunens entfuhr den Lippen der Mädchen.

»Fürchten sich meine weißen Schwestern?«, fragte lächelnd die Schwester des Häuptlings, die mit einer Anzahl von Frauen und Mädchen von der Aristokratie des Stammes gefolgt war.

»O, nein, wir fürchten uns nicht«, antworteten die Mädchen zugleich. »Es ist ein großartiger, erhabener Anblick,« fügte Louise hinzu, »diese ungeheure Anzahl solcher riesigen Geschöpfe an einer Stelle versammelt zu sehen!«

»Ihr müsst sie erst im Lauf sehen,« bemerkte der Trapper, »wenn die Erde unter ihren Füßen zittert oder wenn sie vor der brennenden Prärie fliehen – vor welchem Anblick Euch der Himmel gnädig bewahren möge!«

»Nun, Häuptling!«, fuhr der alte Jäger ungeduldig fort, »wo stecken Eure Leute? … Lasst uns anfangen, Mann! … Die Sonne hat bereits den Tau vom Gras geleckt … Ich hätte fast Lust, dem alten grauhaarigen Leittier dort drüben meine Kugel in die zottige Platte zu senden.«

»Mäßigt Eure Jagdlust, alter Freund,« fiel ihm Mr. Mertens in die Rede. »Ihr werdet heute ein Opfer bringen und bei den Damen zurückbleiben müssen.«

Der Trapper machte ein verdrießliches Gesicht. »Beim heiligen Anton, Mr. Mertens, Ihr seid der einzige Mann in der Welt, dem ich dies beim Anblick einer solchen Herde, bei allem Respekt vor den Damen zu gefallen tun möchte; aber …«

»Seit ruhig, Jenkins,« antwortete der Häupt­ling, »Ihr kommt jetzt nicht mehr oft genug so weit in die Prärien hinauf, um ein solches Ver­gnügen entbehren zu können. Ich habe für den Schutz und die Führung der Damen Sorge getra­gen. Wird der »Springende Bär«, und er zeigte auf einen alten Indianer, der an der Spitze einer kleinen Abteilung in geringer Entfernung hielt, »Eure Stelle zu ersetzen vermögen?«

»Beim heiligen Anton! Er oder keiner!«, sagte der alte Trapper, dem ergrauten Indianer die Hand reichend, der mit einigen Sprüngen seiner grauen Stute herangesprengt war. »Sind Gefährten bei manchem gefährlichen Wagstück gewesen … Aber ich sage dir, Murucama, halte deine Augen offen. Du hast nie eine Wache getan, von der größere Rechenschaft gefordert worden ist.«

Nach diesen Worten wendete sich der alte Jäger an Horst, der ebenfalls noch keine Büffeljagd mitgemacht hatte, um ihn in die Mysterien dieser Jagd einzuweihen, großartiger und oft gefährlicher als der Kampf in den spanischen Arenen.

»Spart Euer Pulver und macht Euer Pferd nicht unnötig müde,« sagte schließlich der Alte. »Augen und Ohren … Hört wohl, Mr. Horst … ein Büffelfell ist ein Panzer, den nur selten eine Kugel durchdringt.«

Die Büffeljagd wird auf verschiedene Weise exekutiert.

Die Jäger von Profession, welche den Büffel der Haut wegen töten, verfolgen die Herden zu Pferde und schießen die Nachzügler nieder. Sie be­schleichen die Büffel, wenn sie lagern, oder töten sie aus mehr oder weniger sicherem Hinterhalt. Im letzteren Fall wird die Jagd oft gefährlich. Oft wendet sich die Herde gegen den Hinterhalt des verborgenen Schützen und dann können nur Glück, große Gewandtheit oder ein in den Prärien seltenes, günstiges Terrain ihn retten.

Die ritterlichen Indianer betreiben die Jagd auf andere Weise. Ihre Liebe zur Gefahr und aufregenden Abenteuern macht die Büffeljagd zu einem verwegenen Spiel, ähnlich dem der spanischen Stiergefechte. Nachdem sie eine Gruppe von der Herde getrennt haben, wagen sie den Kampf mit den einzelnen Tieren, einen Kampf, der in der Tat den Mut und alle übrigen Eigenschaften eines tüchtigen Matadors erfordert.

Inzwischen fingen einzelne Tiere an, unruhig zu werden und das dumpfe Gebrüll, das unaufhörlich wie ferner Donner herübertönte, nahm einen andern, aufgeregteren Charakter an.

Die vorausgeschickte Abteilung ritt nun langsam von zwei Seiten gegen die Herde heran.

Das Brausen vermehrte sich allmählich, einzelne Büffel sprangen auf und hielten die Nasen in den Wind, andere peitschten ungeduldig mit dem buschigen Schweif die Weichen und die, welche im Fluss waren, kehrten immer noch langsam zur Herde zurück.

Da krachten die ersten Schüsse der heranrücken­den Jäger. Ein lautes, scharfes Gebrüll übertönte das allgemeine Geräusch, die Erde bebte unter dem Hufschlag der mächtigen Körper und in wenigen Minuten wendete sich die gewaltige Masse, eine geschlossene Phalanx, im kurzen Trab zu der offenen Prärie.

Einige Augenblicke verweilte die Gesellschaft auf dem Gipfel des Hügels, den unabsehbaren Zug dahin brausen zu sehen. Scharen von Raubvögeln begleiteten die Büffel, krächzend mit trägem Flügelschlag über ihnen hinschwebend, während Rudel von Präriewölfen mit hungrigem Geheul ihnen folgten.

Kaum hatte die Riesenkolonne sich formiert und die letzten Tiere den Lagerplatz verlassen, als von entgegengesetzten Seiten zwei Indianerhaufen auf eine weniger breite Stelle der Phalanx heransprengten.

Sie führten außer der gewöhnlichen Bewaffnung lange, mit bunten, flatternden Tüchern be­hangene Lanzen in der Hand, um die Tiere stutzig zu machen und von ihrer Bahn abzulenken, denn das ganze Manöver war nur darauf berechnet, einen Teil der Tiere von der Herde zu trennen und in anderer Richtung fortzutreiben.

Dieses Unternehmen erfordert Kühnheit und Umsicht, denn die Büffel, einmal im Zug, ver­folgen mit unbeschreiblicher Hartnäckigkeit ihre Bahn.

Kaum hatten die Reiter sich der Stelle ge­nähert, von welcher sie die Linie des Feindes durch­brechen wollten, als die Büffel sich dichter zusammendrängten und die zottigen Häupter zur Erde gesenkt, die Schweife in die Luft hinausgestreckt, die Trennung zu verhindern suchten.

Mit unglaublicher Kühnheit drängten sich die Reiter dicht an die Seite der vorwärtsdrängen­den Kolonne heran und ließen die flatternden Tü­cher vor ihren Augen wehen, während sie zugleich mit den Spitzen der Lanzen die Tiere zur Seite zu treiben versuchten.

Plötzlich blieben einige verwundete Tiere stehen, um sich wütend gegen ihre Feinde zu wenden.

Dies ist der Augenblick, von dem das Gelin­gen des Unternehmens abhängt.

Die Indianer sprengten in die Breschen und während sich die vorderen Reihen der bereits geteilten Kolonne zur Wehr setzten oder umkehrend sich auf die herandrängenden Nachzügler war­fen, wurde der ganze Zug zur Seite gedrängt und galoppierte bald in entgegengesetzter Richtung von der davoneilenden großen Herde über die Prärie.

Nun gab Tartaruga der Gesellschaft, deren Pferde kaum noch zurückzuhalten waren, das Zei­chen zum Aufbruch.

Im raschen Galopp erreichten sie den Fuß der Anhöhe, durchritten an einer seichten Stelle den

Fluss und ließen dann ihren Pferden die Zügel, die windschnell über die Ebene sprengend, der bereits

weit vorangeeilten Jagd folgten.

Die deutsche Sage vom wilden Jäger war hier in Szene gesetzt. Brüllend im donnernden Lauf sprengten die Büffel über die Ebene, heulend und schreiend blieben ihnen die Jäger zur Seite und machten mit wunderbarer Geschicklichkeit von

ihren Waffen Gebrauch.

Tartaruga schien sich vorgenommen zu haben, vor den Augen seiner weiblichen Gäste seine ganze Kühnheit und Geschicklichkeit zu entfalten.

In der Tat war der Anblick dieser schönen, kräftigen und doch so graziösen Männergestalt auf dem prächtigen Ross, das er mit sicherer Meisterhand führte, wohl geeignet, ein weibliches Herz mit der hohen Bewunderung zu erfüllen, welche das zarte Geschlecht so gern der vollendeten Männlichkeit zollt.

Nachdem der Jagdzug in unverminderter Hast bereits manche Meile über die Ebene hingebraust war, gelang es endlich dem Häuptling, ein kräftiges und schönes Tier vom Rest der Herde abzutreiben, um mit ihm das tollkühne Spiel zu treiben, welches den Höhepunkt der indianischen Büffeljagd bildet.

Nur der Speer und Pfeil und Bogen nebst dem langen zweischneidigen Messer werden in diesem Kampf gebraucht.

Nachdem der zähe Schaft der Lanze des Häuptlings bei einem mächtigen Stoß zerbrochen und die Spitze im Hals des Büffels stecken geblieben war, griff der Jäger zu Bogen und Pfeil.

Das wütende Tier blieb einen Augenblick stehen, scharrte brüllend die Erde mit Hörnern und Hufen, erhob dann das zottige Haupt und schien bereit, die bereits weit entfernten Gefährten zu suchen, als es plötzlich die beiden Töchter des Pflanzers erblickte, die wider ihren Willen von ihren mutigen Rossen vorwärts getragen, allein dem Häuptling gefolgt waren.

Mit einem neuen Wutausbruch stürzte der Büffel, gereizt von den flatternden roten Bändern ihrer Hüte, auf sie zu.

Mit einem Angstruf wendeten die Mädchen ihre Rosse, als der Häuptling sich mit zwei mächtigen Sätzen dem Büffel von Neuem entgegenwarf.

Die Sehne schwirrte und ein Pfeil drang in das rechte Auge des Büffels, der sich nun in wilder, besinnungsloser Wut so plötzlich auf Ross und Reiter stürzte, dass Tartaruga nur mit äußerster Anstrengung sein Pferd zur Seite werfen und den Büffel an sich vorüberschießen lassen konnte.

Aber das Pferd des Häuptlings strauchelte und stürzte, mit einem Huf in eins der verhängnisvollen Löcher tretend, die grün überwachsen, von irgendeinem kleinen Höhlenbewohner gegraben, schon manchem Reiter gefährlich wurden, stöhnend zur Erde.

Als der Büffel sich von Neuem wendete, hatte der Häuptling sich bereits aufgerafft und erwartete, das lange Messer in der Hand, ruhig den wütenden Feind.

Es war ein furchtbarer Anblick, den einzelnen Mann dieser wütenden Kraft gegenüber zu sehen.

Ein neuer Angstschrei entfloh den Lippen der Mädchen, während die kühnere Louise unter dem Einfluss eines tieferen Gefühls ihr Pferd gegen die Szene hin in Bewegung setzte.

Tartaruga bemerkte es trotz seiner verhängnisvollen Lage und ein triumphierendes Lächeln umschwebte seine Lippen.

Es handelte sich in diesem kritischen Moment darum, die vollkommenste Ruhe und Umsicht zu bewahren. Ein Fehlsprung, eine unsichere Bewegung, und der Häuptling lag zermalmt vor seinem Opfer.

Die Herzen der Mädchen klopften hörbar, während ihre Zelter wie verwurzelt standen.

Mit einem gewandten Sprung stand Tartaruga zur Seite des toll heranstürzenden Tieres. Seine Linke griff in die lange, zottige Mähne, während er die Rechte erhob, das lange, spitze und haarscharfe Messer in das Herz des Büffels zu stoßen.

Aber das gewaltige Tier schleuderte ihn mit einer mächtigen Kraftanstrengung von sich, sodass er gezwungen war, dasselbe Manöver noch einmal zu wiederholen.

Diesmal gelang der Stoß. Tartaruga hatte sein Messer bis an das Heft durch die dicke Haut in das Herz des Tieres getrieben – noch ein paar wilde, wütende Sprünge und der Riese der Prärien stürzte besiegt und verendend zur Erde – ein Hieb mit dem Tomahawk und der gewaltige Körper zuckte nicht mehr.

Ende des ersten Teils

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Show 1 footnote

  1. Die Pferde der westlichen Stämme, besonders die der Komantschen, stammen in gerader Linie von der maurischen Rasse ab, welche die Spanier nach Amerika einführten. Durch sorgfältige Zucht und unter dem Einfluss des prachtvollen Klimas und der vorzüglichen Weide sind sie vielleicht zur schönsten Rasse der Welt geworden und wir sind sehr geneigt, zu glauben, dass sie ihre arabische Stammesgenossen an Dauer und Schönheit übertreffen. Groß und stark gebaut, mit kurzen Fesseln, gerader Kruppe, starker Brust, wunderbar schönen Hals- und Kopfformen, klug und bei allem Feuer sanft und fügsam, tragen sie Wochen, ja Monate lang, ohne des Hufbeschlags zu bedürfen, ohne andere Nahrung, als das saftige Gras der Prärie und ein Händchen voll Mais, ihren Reiter oft täglich zwölf bis vierzehn deutsche Meilen durch die unwegsame Wildnis.

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