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15 neue Fragen an …

… Madeleine Puljic

Geboren wurde Madeleine Puljic am 17. März 1986 in Steyr (Oberösterreich) als Madeleine Vielhaber. Nach mehreren Jahren als Grafikerin in Wien lebt sie nun seit 2017 in Hamburg und widmet sich voll und ganz dem Schreiben.

Ihren Abschluss hat sie 2005 an der HBLA für künstlerische Gestaltung in Wien absolviert, aus praktischen Gründen folgte anschließend ein zweijähriges Kolleg für IT-Management. Seit ihrer Jugend schreibt Madeleine Kurzgeschichten im Breich des Fantastischen, Seltsamen und Nachdenklichen.

Obwohl sie eigentlich bereits als Kind mit dem Schreiben begonnen hat, lag das Hobby lange Jahre brach. Die erste vollständige Kurzgeschichte, die außerhalb des Schulunterrichts entstanden ist, erblickte 2007 das Licht der Buchstabenwelt. Damit war der Mut zum Kreativsein fürs Erste auch schon wieder augebraucht. Erst durch diverse Kurzgeschichtenwettbewerbe wurde die Neigung zum Schreiben erneut geweckt. Dadurch entstanden zugleich ihre zweite Geschichte und erste Veröffentlichung in der Anthologie Füllfederhalter des Grauens.

Mittlerweile widmet sich die Autorin vorwiegend dem Romanschreiben im Genre Fantasy und ScienceFiction. Zwischendurch entstehen aber immer wieder Kurzgeschichten, auch im Horror-Genre.

Seit 2013 veröffentlicht Madeleine ihree Bücher als Selfpublisher und schreibt seit 2016 außerdem mit großer Freude regelmäßig für Perry Rhodan NEO sowie gelegentlich für weitere Heftromanserien wie John Sinclair und Maddrax.

Weitere Informationen findet man auf ihrer Autorenseite.


1. Was bedeutet das Schreiben für dich?


Da ich inzwischen davon lebe, würde ich sagen, es ist ein Beruf. Ein sehr schöner und lohnender, aber auch sehr anstrengender Broterwerb. Davon abgesehen geht es mir wie wahrscheinlich den meisten Autoren: Das Schreiben hat als Hobby begonnen, und es wird mir immer wichtig sein, ob ich damit nun Geld verdiene oder nicht.


2. Welche drei Bücher, die du gelesen hast, haben dir bisher am besten gefallen?


Oje. Diese Frage werde ich wohl jedes Mal anders beantworten, ich kann mich so schlecht festlegen. Aber ich sage mal: Die Schwarzen Juwelen von Anne Bishop, Die Blackstone Chroniken von John Saul … und Carcha der Todeshai von Hugo Kocher. Keine Ahnung wieso, aber dieses Buch habe ich so oft aus der Bibliothek ausgeliehen, dass ich es irgendwann geschenkt bekommen habe.


3. Welches war deine erste, professionell veröffentlichte Arbeit?


Das kommt jetzt auf die Definition an. Meine erste Veröffentlichung war eine Kurzgeschichte in der Anthologie Der Füllfederhalter des Grauens (2008), mein erster Roman Herz des Winters als Selfpublisherin (2013) und mein erster richtig bezahlter Roman war Perry Rhodan NEO Band 134 (2016).


4. Welches Buch oder welche Geschichte von dir würdest du mir zum Lesen empfehlen und warum?


Wenn du humorvoll angehauchte Fantasy magst, wäre meine Empfehlung Noras Welten – Durch den Nimbus. Hat immerhin einen Preis gewonnen und kann nicht schlecht sein. Für Science Fiction hätte ich Darwin’s Failure – Das Unglück Mensch im Angebot, eine Dystopie, zu der gerade der zweite und letzte Band entsteht.


5. Unter welchen Umständen würdest du das Schreiben mit einem anderen Beruf oder Hobby tauschen?


Naja, da ein Beruf vor allem die Rechnungen bezahlen muss, ist für mich ganz klar: Wenn ich vom Schreiben nicht mehr leben kann, muss es wieder zum Hobby werden. Als Hobby würde es mir aber immer erhalten bleiben.


6. Welcher Autor hat dich am meisten beeinflusst?


Stephen King, was den kranken Wahnsinn angeht, George R.R. Martin bezüglich der Sterberate meiner Charaktere, Andrzej Sapkowski für den Humor, Anne Bishop fürs Herz.


7. In welchem anderen Genre würdest du dich gern ausprobieren?


Thriller/Horror. Etwas, das ich wahnsinnig gerne lese, aber bisher bin ich in diesen Genres über Kurzgeschichten noch nicht hinausgekommen. Einen ganzen Roman lang gruselig und spannend zu sein, stelle ich mir als Herausforderung vor.


8. Hörst du beim Schreiben Musik und wenn ja, welche?


Musik ist für mich beim Schreiben unerlässlich. Ich höre meist Soundtracks oder instrumentale Stücke, passend zu den jeweiligen Texten, die ich gerade schreibe.


9. Welche Story von dir könntest du dir auch als Film am besten vorstellen und wer sollte die Hauptrolle darin spielen?


Verfilmt würde ich gerne Darwin’s Failure sehen. Mit Vin Diesel als Haron. Gut, das passt nicht ganz, aber hey, es wäre Vin Diesel!


10. Was inspiriert dich?


Musik, Natur, die Nachrichten, Filme, Bücher, meine Katzen, das Leben … An Inspiration mangelt es mir nicht.


11. Schreibblockaden gehören oft zum Alltag eines Autors. Wie gehst du damit um?


Schoki essen, Augen zu und durch. Quälend langsam voranzukommen ist besser, als sich überhaupt nicht vom Fleck zu bewegen.


12. Welchen guten Rat hast du für junge Autoren/ Hobbyautoren?


Einfach schreiben und keine zu großen Erwartungen haben. Der Text muss nicht perfekt sein, der nächste wird automatisch besser. Wichtig ist, dranzubleiben und nicht aufzugeben.


13. Lesungen gehören zur Tätigkeit des Autors. Wie bereitest du dich darauf vor und was bedeuten sie dir persönlich?


Lesungen sind eine tolle Gelegenheit, um persönlichen Kontakt zwischen Autor und Leser herzustellen. Neben dem obligatorischen Üben der Szenen, die ich vorlesen möchte, überlege ich natürlich auch immer, welche Geschichten ich meinen Zuhörern erzähle. Lesen können sie schließlich auch selbst, einen Schwank aus dem Leben des Autors finden die meisten Leser interessanter.


14. Wie recherchierst du für einen neuen Roman/ eine neue Story?


Internet sei Dank hat man online Zugriff auf sehr viele Quellen. Außerdem habe ich eine reichhaltige Heimbibliothek, die bei Bedarf ergänzt wird, und viele Kollegen und Bekannte, die ich für detaillierte Fragen heranziehen kann.


15. Woran arbeitest du derzeit?


Mit schöner Regelmäßigkeit darf ich meine Beiträge zur Perry Rhodan NEO Serie verfassen, dazwischen arbeite ich gerade an Darwin’s Failure 2 – Unter den Narben.


Wolfgang Brandt: So, das war’s auch schon. Ich hoffe, dass dir die Beantwortung der Fragen ein wenig Spaß gemacht hat und bedanke mich ganz herzlich auch im Auftrag der Geisterspiegel-Redaktion und natürlich unserer Leser.

Madeleine Puljic: Viele liebe Grüße.

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