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Jaqueline Berger – Eine Übersicht Teil 3

Teil 3: Das Debakel mit den Büchern

Jaqueline hatte die Welt der E-Books betreten; und dies zu einer Zeit, als E-Books noch nicht in aller Munde waren. Natürlich hatte ich auch den Wunsch, die Romane in gedruckter Form zu sehen. Als Taschenheft oder Taschenbuch, je nachdem.

Und so begab ich mich auf die Suche nach einem Verlag.

Schließlich fand ich die Webseite jenes Verlages, bei dem ich schließlich unterschrieb. Das Programm passte, die Titelbilder sahen ansprechend aus; also eine Mail verfasst und auf eine Antwort gewartet.

Diese kam, nach Rücksprache mit Peter Hopf und einigen Gesprächen mit dem Verleger stand fest, dass die Romane künftig dort in gedruckter Form erscheinen sollen.

Es war zu dieser Zeit, dass ich in einem kleinen, als Forum genutzten Gästebuch aktiv war. Dort wurden die ersten mahnenden Stimmen laut, was meinen neuen Verlag betraf. Ich hörte sie wohl, war jedoch nicht bereit, auf Hörensagen eine Entscheidung zu revidieren. Habe ich mit jemandem einen Vertrag geschlossen, so erhält dieser jemand auch seine Chance, mich von seinem Können zu überzeugen. Bin ich zufrieden, bin ich zudem ein sehr treuer Kunde.

Zudem merkte ich damals, dass dieses Gästebuch von einigen Egomanen als Spielwiese genutzt wurde, man wahlweise deren Speichel leckte oder aber rasch zum Gegenstand der Kritik wurde. Ich sollte dies später am eigenen Leibe erfahren, als man mir ein bereits zugesagtes Projekt entzog, da ich in einer ganz anderen Sache nicht nach ihrer Pfeife tanzte und ich somit selbst zu einer Persona non grata wurde. Zum Glück habe ich mit diesen Leuten heute nichts mehr zu tun und betrachte deren Treiben amüsiert aus der Ferne.

Aber zurück zu Jaqueline Berger. Ich hielt an meinen Verlag fest und hoffte auf ein gutes Buch.

Ich wurde enttäuscht!

Schon Band 1 war von schlechter Qualität. Die Kaschierung löste sich, was zu sehr unschönen Effekten führte, wenn man das Buch in Händen hielt. Zudem wurde der Stoff eines Groschenromans auf Taschenbuch-Größe aufgebläht und entsprechend bepreist. Verzögerungen und Ausflüchte taten das Übrige, um mich zu überzeugen, dass dieser Verlag nicht die passende Heimstätte für Jaqueline sei.

In diesen Tagen dankte ich der Göttin, dass unser Vertrag lediglich Band 1 der Serie umfasste. Denn Band 2, so beschloss ich, würde dort nicht erscheinen.

Mein Verleger zeigte sich davon höchst unerfreut. Es folgte ein recht wüster Mailwechsel, bei dem mir sonderbare Dinge in Rechnung gestellt wurden. Zudem bestand er darauf, dass unser Vertrag mehr als einen Band umfasse; was aber nicht stimmte. Auch habe er bereits Werbung im TV bestellt!

Die Affäre zog sich hin, bis sie mit einem Paukenschlag meinerseits endete – nach mehreren fruchtlosen Versuchen, zumindest etwas Vernunft aus meinem Verleger zu kitzeln, suchte ich meine Anwältin auf und übergab ihr die Sache.

Daraufhin kehrte Ruhe ein, wir beendeten das Vertragsverhältnis nach einer Weile und ich erhielt die nicht verkauften Bücher. Da man sie niemandem gegen Geld zumuten konnte, verschenkte ich etliche und einige, der Rest wurde der Wiederverwertung zugeführt.

Somit endete der Versuch, Jaqueline gedruckt auf den Markt zu bringen. Obgleich ein am Rande involvierter Verlag einspringen und die Serie neu und – wie von ihm gewohnt – in guter Qualität bringen wollte, verzichtete ich darauf. Mir lag daran, Ruhe einkehren zu lassen, um mich auf die E-Book-Serie zu konzentrieren.

Dass Jaqueline doch noch das Licht der Print-Welt erblicken sollte, wenn auch auf etwas andere Weise, das ahnte ich damals nicht. Und auch nicht, welch weiten Weg Jaqueline gehen würde und bis heute geht.

Aber davon mehr beim nächsten Mal, wenn Jaqueline in einem neuen Zuhause zu ihren Wurzeln zurückkehrt.

Hinweis: Das Bild zeigt das Cover des ersten Taschenbuchs, wobei das JB-Logo jenes der E-Book-Romane ist. Es sollte zwecks Wiedererkennung alle Taschenbücher zieren. Es blieb bei dem einen …

(ga)

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