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Die unendliche Geschichte – Hintergründe zum Werk und Film

Amulett der Kindlichen KaiserinDie unendliche Geschichte bereitet dem Leser seit vielen Jahren unendliches Vergnügen. Für den Autor hingegen war es fast eine unendliche Arbeit, bis das Buch am Ende in der bekannten Form das Licht der Welt erblicken konnte.

Sollte es erst bis Ende 1977 geschrieben sein, verzögerte sich die Fertigstellung des Roman mehr und mehr. Angedacht als kleines Büchlein mit kaum 100 Seiten, wuchs es an und entwickelte sich auf eine Art, die auch Michael Ende selbst anfangs nicht erwartet hatte.

So sagte Ende selbst:

[…] In der Unendlichen Geschichte war es wiederum so, dass ich bis zuletzt nicht wusste, wo der Ausgang von Phantasien ist. Das Buch sollte ja schon ein Jahr vorher herauskommen. Der Verleger hatte Drucktermine bestellt, das Papier lag schon da, und er rief immer an und fragte: Wann krieg ich es denn nun, und ich musste immer sagen: Du, ich kann’s Dir nicht geben, Bastian kommt nicht mehr zurück. Was soll ich machen? Ich muss warten, bis es soweit ist, bis die Figur aus sich heraus die Notwendigkeit erlebt, dass sie zurückkommen muss, und deswegen wurde es eben diese Odyssee. […]

Gelohnt hat sich das Warten sowohl für die Leser als auch für den Verlag, wie wir heute wissen. Und auch die Ausgaben für die Herstellung des edlen Werks waren gut angelegt, denn selten zuvor hielten Jugendliche oder Erwachsene einen derart grandios ausgestatteten Roman in Händen.

Was heute gilt, hatte auch in den 1980er bereits Gültigkeit – ein erfolgreiches Buch findet seinen Weg auf die große Leinwand.

Bernd Eichinger bemühte sich um die Filmrechte, Wolfgang Petersen führte Regie und arbeitete am Drehbuch.
Michael Ende distanzierte sich bereits früh von dem Projekt, da ihm das Drehbuch nicht zusagte. Er versuchte sogar, den Film zu stoppen, scheiterte damit jedoch. Selbst eine Klage wurde abgewiesen, sodass er dem Schrecken seinen Lauf lassen musste. Die einzige Option, die ihm noch blieb, war, seinen Namen zurückzuziehen.

Letztlich war er so entsetzt über das gigantische Melodram aus Kitsch, Kommerz, Plüsch und Plastik, dass er sich in seiner Ehre als Schriftsteller, Künstler und Kulturmensch tief verletzt sah.

Das mag nun zwar alles sein, tatsächlich aber lieferte Petersen einen Film ab, der nicht nur diverse Preise gewann, sondern das Publikum mit Spannung und Witz unterhielt. Und dies, obgleich nur der erste Teil des Buches in diesem ersten Film verarbeitet wurde.

Der zweite Teil war dann schon nicht mehr so gut, über den dritten Teil breiten wir an dieser Stelle ebenso den Mantel des Schweigens, wie über die kanadische Neuverfilmung aus dem Jahre 2003.

Interessant zu erwähnen sind noch zwei Punkte.

Zum einen ist der Film in der US-Version kürzer, da man dem dortigen Publikum wohl nicht zu viel Handlung zumuten wollte. Zum anderen wurde die Original-Filmmusik in den USA teils durch Musik von Georgio Moroder und Limahl (ehemals Kajagoogoo) ersetzt. Dessen Song „Never Endling Story“ wurde in Deutschland nachträglich in den Film eingebaut, nachdem sich der Song auch hierzulande in den Charts platzieren konnte.

Zum Abschluss dieses kleinen Artikels noch eine persönliche Anekdote: Als Fan des Romans fieberte ich nicht nur dem Film entgegen, sondern hatte auch das große Glück, selbst auf Fuchur, dem Glücksdrachen, zu reiten. Die Aufnahmen für den Film fanden in München statt, und es begab sich, dass uns ein Klassenausflug in die Filmstudios führte, und dort stand besagter Drache. So kam es, dass ich vor einem Blue Screen auf diesen Tier reiten durfte und später Szenen des Films hinzugefügt wurden.

Hinweise:

Quelle: Wikipedia.
Bild und Lizenz: “Tropican”, GFDL

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